Mittwoch, 9. April 2014

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Allein im großen Fluss
Eigentlich hatten wir ausgemacht es wieder zusammen zu tun - dann aber steckte er im Stau. Ich war schon unterwegs als er mir die SMS schickte.
Das Wetter war sehr schön - Wasser zwischen 11 und 12°C.
Ich war auf dem Fahrrad. Schon fast am üblichen Platz angekommen kam mir der Gedanke, vielleicht wo anders hinzufahren. Sogleich sagte ich mir aber, dass diese Idee nur vom Schweinehund sein kann - wenn ich weiter weg fahre muss ich darauf hoffen eine Stelle zu finden, die nicht z steil ist, nicht zu viel Strömung hat, mit dem Fahrrad zu erreichen ist usw. Dabei vergeht Zeit und wenn es dann später wird kann es sein, dass ich gar nicht mehr ins Wasser kann, da ich ja die Zeit zum zurückfahren mitrechnen muss...
Also beschloss ich es an der üblichen Stelle zu machen. Obwohl es schönes Wetter war waren recht wenig Spaziergänger unterwegs. Diesmal war ich ein wenig weiter Flussabwärts wo größere Steine direkt ins Wasser ragen.
Ich setzt mich auf einen stein und zog zunächst nur Hose und Socken aus. Dann einen Fuß bis ungefähr Mitte Unterschenkel ins Wasser. Es war schwer auszuhalten. Die Kälte schmerzte. ich zählte langsam bis 80. Dann den anderen Fuß rein -wieder bis 80. Dann die Füße auf die warmen Steine stellen und spüren wie die Wärme zurückkommt. Beim zweiten Mal dann habe ich es schon viel länger ausgehalten ohne dass der Schmerz zu heftig wurde.
So - jetzt aber rein mit mir. Am Ufer schwammen überall so "Algenbrocken" was das ganze etwas unappetitlich machte. Wenn man diese "Barriere" überwunden hatte war das Wasser aber recht sauber.
Die Kälte drang in mich vor. Ich schwamm ein paar Züge gen die Stömung - ein wunderbares Gefühl. Es war kalt aber irgendwie unwirklich..
Niemand war in der Nähe. Wieder draußen wurde ich auf den warmen Steinen in der Sonne schnell wieder warm.
Dann kam ich auf die Idee ein paar Meter Flussaufwärts zu gehen und mich durch die Strömung nach unten treiben zu lassen. Aber sollte ich das wirklich tun? Was ist, wenn ich doch einen Krampf bekomme und mich nicht mehr im rechten Moment am Ufer festhalten kann. Es gab ja niemanden der mich beobachtete..
Egal - ich bleibe eben immer in Stehtiefe ganz nah am Ufer. Das Barfußlaufen auf dem feinen Kies fiel mir nicht schwer. Nach ca. 50m ging ich ins Wasser und ließ mich treiben - ich unterstützte es noch durch ein paar Schwimmzüge.
Es war toll. So toll, dass ich es noch zwei Mal machen musste. Beim letzten Mal ließ ich mich sogar noch ca. 50-70m weiter nach unten treiben, sodass ich dann wieder hoch zu meinem Rucksack und Handtuch laufen musste. Aber es war ja warm - von Kälte oder Frieren keine Spur.
Das einzig unangenehme war die nasse Badehose. Am Handtuch angekommen musste ich die gleich ausziehen und mich richtig abtrocknen. So saß ich dann noch mindestens 20-30 min in der Abendsonne. Nur das Handtuch über den Beinen. Es hatte fast etwas "Meditatives" - ich kann mit Meditation an sich überhaupt nichts anfangen. Als Jugendlicher in div. Jugendgruppen oder so musste ich da immer lachen - als "Erwachsener" kommt man ja nicht in die Nähe von Meditationsgruppen o. ä. wenn man nicht aktiv sowas sucht - ich glaube ich würde immer noch voll loslachen wenn ich sowas machen machen müsste.
Aber jetzt brauchte ich gar nichts mehr. Kein Handy, kein Buch oder sonstige Ablenkung. Ein super Abschluss für das WE. Hoffentlich kommt nächstes Mal der andere mit. Zu zweit könnte man sich noch viel weiter treiben lassen.

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Dienstag, 25. März 2014

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Hotel - Spa mit Abkühlung im großen See
Es war eine von diesen Fortbildungen in einem total überteuerten Hotel am See mit eigener Saunalandschaft. Die Saunalandchsafft umfasste mehrere Saunen, Dampfbad, Wirlpools im Innen und Aussenbereich. Vor allem gab es im Außenbereich einen Steg in den See. Am Ende eine steile Treppe hinunter ins kalte Nass.
Ich konnte es kaum erwarten bis das Vortragsprogramm vorbei war. Auch den ersten Saunagang war ich so unruhig, weil ich endlich in den See steigen musste.
Das Wasser ging bis zu den Oberschenkeln. Der Grund war steinig aber nicht unangenehm. Das Wasser sehr kalt wie erwartet. Nach einer Minute wieder hochsteigen. Es war mir etwas kalt an den Füßen - knapp an der Schmerzgrenze.
Hinein in den heißen Whirlpool im Freien. Das Blut schoss förmlich wieder bis in die äußeren Hautschichten vor. Sehr angenehm. Ich machte es noch insgesamt vier mal so.
Obwohl der Saunabereich nicht leer war hat es mir niemand gleich getan. Es gab auch noch einen kleinen Innenpool mit diversen Massagedüsen. Wasser eher so mittelkalt. Interessant, dass den alle in Klamotten nutzten ausser mir. Ich fand das irgendwie grenzdebil, wenn man sich erst sowieso in der Sauna ohne alles sieht und dann nebenan im Pool wieder ein paar wenige Quadratzentimeter zudecken soll. Es hat auch niemand etwas negatives gesagt oder sich beschwert...
Warum ist es hier so, dass man sich in der Sauna grundsätzlich auszieht, im Schwimmbad aber nicht. Kann es ehrlich nicht kapieren. Es soll aus "hygienischen" Gründen in der Sauna keine (Bade-) Bekleidung getragen werden. Ja ist denn die Hygiene im Pool nicht so wichtig oder was?

Warum kann nicht jeder überall so wie er mag? Wäre das möglich würde ich vermutlich öfters ohne alles (Eis-) Baden. Hihi - vermutlich würde ich mich dann fragen ob die Leute so langsam gucken weil das Wasser so kalt ist oder weil "da einer blank zieht"....
Ich werde es wohl nie erfahren.

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Dienstag, 18. Februar 2014

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Bergbach mit Wasserfall
Zum ersten Mal veranstalteten wir ein Familientreffen auf einer Berghütte im Allgäu. Es war meine Idee. Mein Vater war vor knapp einem Jahr gestorben und das ganze Erleben der Situation ließ uns Geschwister noch viel mehr zusammenhalten als wir es eh schon tun.
Es gab auf der Hütte keine Duschen und keinen Strom. Abends konnte man einen Generator für das Licht anmachen. Ansonsten komplette Selbstversorger - Hütte. Alle bringen etwas mit und es fehlte an gar nichts - Außer vielleicht an einer Gelegenheit zum Duschen....
Im Vorfeld erzählte ich meiner Schwester, dass es ca. eine Gehstunde entfernt einen Wasserfall mit Gelegenheit zum Baden gäbe. Allerdings ist das Wasser - es war ja noch Fühjahr - in den Bergen noch recht kalt sei. Sie hat am Telefon kräftig gelacht und meinte nur so: "Da wo Du reinspringst springe ich auch rein." Jetzt war es an mir kräftig zu lachen denn Sie wusste damals noch nicht, dass ich mit meinem Kaltwassertraining bereits begonnen hatte. Meine Vorfreude auf den "Badetag in den Bergen" war geweckt und ich konnte es kaum noch erwarten.
Außer meiner Schwester ging noch die ältere Schwester und mein älterer Bruder mit. Alle jeweils mit Ehefrau/Ehemann und auch meine Mutter, meine Frau und unsere Kinder. Wir waren also eine lustige Gruppe von 10 Leuten. Es regnete leicht, hörte aber dann bald auf. Das letzte Stück ging es steil bergab und es war sehr steinig. Unten am Wasserfall angekommen gab es einen kleinen See. Auch andere Wanderer waren da und machten Picknick etc. Niemand jedoch war im Wasser oder dachte auch nur entfernt daran in das sehr Kalte Wasser zu springen.
Weiter hinten - nicht vom normalen "Durchgangswanderverkehr" einsehbar - ein bisschen Klettern über große Steine war notwendig - war es dann soweit. Ich zog mich aus und ging langsam ins Wasser. Am Anfang war es so kalt, dass es an den Füßen recht weh tat. Nach kurzem Zögern ging ich ganz rein. Meine Schwester, die mit an die etwas entlegene Stelle geklettert war stand am Ufer und schaute etwas ungläubig. Nach etwa einer Minute war ich wieder draußen.
Kein Kältegefühl mehr - ich saß da - in ein Handtuch gehüllt - und unterhielt mich:
"Willst Du nicht doch rein?"
__"Nein, ich war schon mit den Füßen drin und es hat sehr weh getan. Ich kann es mir nicht vorstellen."
"Meine Füße taten auch weh am Anfang aber das geht vorbei sobald Du weiter rein gehst."
__"Außerdem habe ich keinen Bikini dabei"
"Ich auch nicht, so habe ich nachher keine Probleme mit nassen Klamotten und hole mir so keine Blasenentzündung."

Ich ging dann nochmals rein - diesmal länger als das erste Mal. Auch alle anderen sahen dann mal vorbei. Es wurden auch Fotos geschossen. Es war gerade so, als ob all diese sog. Erwachsenen Leute noch nie einen nackten Mann gesehen hätten......

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Dienstag, 21. Januar 2014

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Hotelsauna
So um ca. 20:00 Uhr im Hotel angekommen. Normalerweise komme ich nicht so früh an. Im Fahrstuhl sehe ich, dass es in einem Stockwerk eine Sauna gibt. Im Informationsheftchen auf dem Zimmer gibt es keinen Hinweis.
Ich musste noch etwas arbeiten - Emails beantworten und so. Die Sauna geht mir nicht aus dem Kopf...
Anruf bei der Rezeption:
"Ist die Sauna heute offen?"
"Ja!"
"Wie lange ist die heute noch benutzbar?"
"Normalerweise nur bis 21:00 Uhr aber da sie heute schon an ist kann das auch bis 22:00 Uhr gehen..."
"OK - Danke dann kann ich ja noch eine runde Schwitzen"
---
Es waren noch andere da, die aber gerade am Gehen waren.
Erst mal aufwärmen - das Thermometer zeigte 80° an aber gefühlt war es wärmer - vielleicht war es ja kaputt...
Nach gefühlten 10 Minuten (es gab keine Uhr) läuft endlich der Schweiß - 1. Aufguss - nach weiteren 3 Minuten die erste kalte Dusche. Es gab leider kein Tauchbecken oder ähnliches.
Dann gleich wieder in die Sauna und - 2. Aufguss - diesmal mit viel mehr Wasser. Zum Glück hatte niemand diese Duftstoffe in das Wasser getan - die finde ich eklig - riecht so nach Chemie...
Jetzt rinnt der Schweiß in Bächen am ganzen Körper runter. Ich halte es gefühlte 5 Minuten aus.
Jetzt unter die kalte Dusche - das Wasser fühlt sich lauwarm an - nach einer Weile wird es Kälter - hatte sich wohl in der Leitung erwärmt - bin immerhin im 3. Stock.....
Ich bleibe einige Minuten unter dem jetzt doch merklich kälteren Wasserstrahl. Die Haut färbt sich rot an den Oberschenkeln und am Bauch.
Die Kälte ist durch und durch angenehm.

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Dienstag, 14. Januar 2014

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Nur den Fuß drin gehabt
Es ist derzeit ja nicht wirklich kalt. Da ich ein verantwortungsvoller Familienvater bin, der während der Woche oft unterwegs ist bin ich am WE so oft und so lange mit meinen Kindern zusammen wie es nur geht.
Auf dem Heimweg mit dem Auto kam ich mit ein wenig Umweg dazu in einem Fluss das Wasser zu spüren.
Ich ging nicht rein weil das Wasser recht flach war, der Grund recht glitschig und mit Steinen, das Wasser aufgrund des sehr niedrigen Pegelstandes eher langsam fließt und so irgendwie "brackig" aussah, meine Kinder und weitere Freunde oben im Auto warteten und endlich heim wollten, sonst niemand dabei war, der mich im Ernstfall wieder rausziehen könnte, ich mein Handtuch im Auto vergessen hatte, ich fühlte, dass es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist ES zu tun.
Um nicht so ganz unverrichteter Dinge wieder wegzugehen habe ich wenigstens Schuh und Socke ausgezogen und den Fuß so lange reingehalten wie es angenehm kalt war. Das war recht lang. Das Wasser war kalt aber nicht eisig - wie auch, bei den hohen Temperaturen...

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