Dienstag, 30. Dezember 2014
215 x gelesen
Barfuß im Schnee
tomelaine, 23:32h
26.12.2014
Es hat seit zwei Tagen geschneit. Eigentlich wollten wir in einen See springen - es ergab sich aber nicht. Als es dann anfing zu schneien sind wir barfuß gelaufen im etwa 5cm hohen Schnee. Solange ich nicht stehen blieb war es erträglich. Wenn ich stehen blieb schmerzten die Fußsohlen. Der Schnee, der von oben auf den Fußrücken und zwischen die Zehen fiel wirkte aber erfrischend und verleitete dazu immer weiter zu laufen. Dann eine kurze Pause im Hausflur und raus zur nächsten Runde.
Wieder zurück in der Wohnung fing es erst ganz langsam an zu prickeln. Dann erfüllte mich schnell eine wohlige Wärme. Eigentlich könnte ich jetzt gleich wieder raus - ich ließ es aber dann doch.
Es hat seit zwei Tagen geschneit. Eigentlich wollten wir in einen See springen - es ergab sich aber nicht. Als es dann anfing zu schneien sind wir barfuß gelaufen im etwa 5cm hohen Schnee. Solange ich nicht stehen blieb war es erträglich. Wenn ich stehen blieb schmerzten die Fußsohlen. Der Schnee, der von oben auf den Fußrücken und zwischen die Zehen fiel wirkte aber erfrischend und verleitete dazu immer weiter zu laufen. Dann eine kurze Pause im Hausflur und raus zur nächsten Runde.
Wieder zurück in der Wohnung fing es erst ganz langsam an zu prickeln. Dann erfüllte mich schnell eine wohlige Wärme. Eigentlich könnte ich jetzt gleich wieder raus - ich ließ es aber dann doch.
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Sonntag, 7. Dezember 2014
225 x gelesen
Quickie
tomelaine, 14:17h
Ich war auf der Heimfahrt von einem geschäftlichen Auswärtstermin.
Alles lief gut und so konnte ich zwei Stunden früher die Heimreise mit dem Auto antreten.
Ich kannte den Autobahnparkplatz, der direkt an dem großen Fluss liegt schon länger. Nie hatte ich jedoch Zeit es auszuprobieren. Handtuch hatte ich im Kofferraum, da ich wohl schon morgends so eine Ahnung hatte, dass es heute klappen könnte.
Am Parkplatz angekommen war ich doch gehörig aufgeregt. Schnell das Auto abgestellt un drichtung Fluss. Es sind tatsächlich nur ca. 50m bis zum Ufer. Es ging dann steil bergab. Das Wetter sonnig aber recht kalt. Ein leichter kalter Wind blies ins Gesicht - das spornte mich nur noch mehr an, da ich ja wusste, dass sich das gleich ganz warm anfühlt nachdem ich im Wasser war. Direkt an der Wasserkannte war vom Autobahnlärm nichts mehr zu hören. Am anderen Ufer war ein Schwanenpaar auf Nahrungssuche indem es den langen Hals ganz tief ins Wasser tauchte während das Hinterteil steil aus dem Wasser ragt.
Ich musste mich erst Mal beruhigen - diese Ruhe, diese Sonne, die sich auf dem ruhigen Wasser spiegelt, weitgehend bewachsenes Ufer. Überwältgend was für ein Kontrast zu den zubetonierten lärmigen Autobahnen...
Ich überlegte lange, ob ich es gleich diesmal machen soll - so ganz allein oder lieber das nächste Mal abwarten? Schließlich werde ich die nächsten Wcohen regemäßig hier vorbeikommen können. Warum also überstürzen? Diese Gedanken sind wieder vom Schweinehund kam es mir gleich in den Sinn - man soll doch aber nicht alleine in das kalte Wasser gehen - Quatsch, so kalt ist es nicht und es ist nicht tief, sehr geringe Stömung, sehr sauber - ideale Voraussetzungen für ein kurzes Bad.
Langsam zog ich mich aus. Ich genoss es noch ein paar Minuten so dazusitzen und die Szene auf mich einwirken zu lassen. Das Ufer war auch im Wasser steil aber nicht tief. Das Wasser reichte mir vieleicht bis zum Bauchnabel. Schnell ein paar Züge schwimmen - super Erfrischung. Beim zweiten Mal wollte ich gar nicht mehr rausgehen. Wohlige Wärme durchströmte mich. Der jetzt laue Wind trocknete die Stellen, die ich mit dem Handtuch nicht erreichte.
Die genze Aktion dauerte vieleicht 30 Minuten - das war das Beste in dieser Woche. Komme bestimmt bald wieder.
Alles lief gut und so konnte ich zwei Stunden früher die Heimreise mit dem Auto antreten.
Ich kannte den Autobahnparkplatz, der direkt an dem großen Fluss liegt schon länger. Nie hatte ich jedoch Zeit es auszuprobieren. Handtuch hatte ich im Kofferraum, da ich wohl schon morgends so eine Ahnung hatte, dass es heute klappen könnte.
Am Parkplatz angekommen war ich doch gehörig aufgeregt. Schnell das Auto abgestellt un drichtung Fluss. Es sind tatsächlich nur ca. 50m bis zum Ufer. Es ging dann steil bergab. Das Wetter sonnig aber recht kalt. Ein leichter kalter Wind blies ins Gesicht - das spornte mich nur noch mehr an, da ich ja wusste, dass sich das gleich ganz warm anfühlt nachdem ich im Wasser war. Direkt an der Wasserkannte war vom Autobahnlärm nichts mehr zu hören. Am anderen Ufer war ein Schwanenpaar auf Nahrungssuche indem es den langen Hals ganz tief ins Wasser tauchte während das Hinterteil steil aus dem Wasser ragt.
Ich musste mich erst Mal beruhigen - diese Ruhe, diese Sonne, die sich auf dem ruhigen Wasser spiegelt, weitgehend bewachsenes Ufer. Überwältgend was für ein Kontrast zu den zubetonierten lärmigen Autobahnen...
Ich überlegte lange, ob ich es gleich diesmal machen soll - so ganz allein oder lieber das nächste Mal abwarten? Schließlich werde ich die nächsten Wcohen regemäßig hier vorbeikommen können. Warum also überstürzen? Diese Gedanken sind wieder vom Schweinehund kam es mir gleich in den Sinn - man soll doch aber nicht alleine in das kalte Wasser gehen - Quatsch, so kalt ist es nicht und es ist nicht tief, sehr geringe Stömung, sehr sauber - ideale Voraussetzungen für ein kurzes Bad.
Langsam zog ich mich aus. Ich genoss es noch ein paar Minuten so dazusitzen und die Szene auf mich einwirken zu lassen. Das Ufer war auch im Wasser steil aber nicht tief. Das Wasser reichte mir vieleicht bis zum Bauchnabel. Schnell ein paar Züge schwimmen - super Erfrischung. Beim zweiten Mal wollte ich gar nicht mehr rausgehen. Wohlige Wärme durchströmte mich. Der jetzt laue Wind trocknete die Stellen, die ich mit dem Handtuch nicht erreichte.
Die genze Aktion dauerte vieleicht 30 Minuten - das war das Beste in dieser Woche. Komme bestimmt bald wieder.
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Dienstag, 4. November 2014
310 x gelesen
Drei Männer im kalten Bergbach
tomelaine, 22:39h
02.11.2014
Es war eine sehr anstrengende Tages-Wanderung. Abends alle verschwitzt und auf der abgelegenen Hütte im Naturschutzgebiet gab es keine Duschen oder ähnliches.
Der nahe gelegene Bach war sehr seicht, sodass ein Eintauchen nicht möglich war. Zudem der Untergrund glitschig und schlammig an den tieferen Stellen. Das Wasser hatte so ca. 5°C bei Lufttemperatur von ca. 8°C. Es war also wirklich kalt. So kalt, dass A. fast die Taschenlampe aus der Hand gezittert ist.
Es gab in der Hütte eine Gießkanne, die sich hervorragend für den Einsatz als "Bachdusche" eignen sollte.
Ich machte den Anfang. Alle Klamotten ausziehen, in den Bach steigen. Ich sagte noch was von: "Los - alles drüber und nicht aufhören - egal wie ich schreie..." Und ich schrie wirklich so laut ich konnte als der Wasserschwall über meinen Kopf und Rücken, Bauch und Beine floss. 10l Wasser können sehr viel sein, wenn sie die "richtige" Temperatur haben. Es schien mir ewig zu dauern bis die Gießkanne leer war. Die Überwindung ES zu tun war ein schönes Gefühl. Der "Wohlfühl - Effekt" setzte sofort nach dem leer - werden der Kanne ein. Kein Kälteempfinden mehr. Das vorher so eisige Gefühl an den Füßen verschwunden. Jetzt duschte O. den A. mit der Gießkanne ab. Auch hier wich das schlottern und bibbern einem Ausruf des Wohlbehagens. Als ich dann auch noch O. abduschte waren wir alle drei stolz ES doch ohne Rückzieher geschafft zu haben. Ja, es war so, dass es jetzt selbstverständlich erschien, gleich noch einen zweiten Durchgang zu machen. Schade, dass wir das Hochprozentige in der Hütte gelassen haben. So eine Aufwärmung von Innen hätte das Wohlbefinden noch erheblich gesteigert....
Also machten wir alle drei noch eine gegenseitige "Kannendusche" und gingen dann langsam und in kurzen Klamotten wieder zur warmen Hütte zurück. Jetzt schmeckte der Schnaps gleich doppelt so gut.
Durch die kalte Dusche sind wir uns gegenseitig warm geworden. Es macht großen Spaß mit Gleichgesinnten eine Extremsportart zu betreiben.
Hoffentlich haben wir bald wieder Gelegenheit dazu.
Es war eine sehr anstrengende Tages-Wanderung. Abends alle verschwitzt und auf der abgelegenen Hütte im Naturschutzgebiet gab es keine Duschen oder ähnliches.
Der nahe gelegene Bach war sehr seicht, sodass ein Eintauchen nicht möglich war. Zudem der Untergrund glitschig und schlammig an den tieferen Stellen. Das Wasser hatte so ca. 5°C bei Lufttemperatur von ca. 8°C. Es war also wirklich kalt. So kalt, dass A. fast die Taschenlampe aus der Hand gezittert ist.
Es gab in der Hütte eine Gießkanne, die sich hervorragend für den Einsatz als "Bachdusche" eignen sollte.
Ich machte den Anfang. Alle Klamotten ausziehen, in den Bach steigen. Ich sagte noch was von: "Los - alles drüber und nicht aufhören - egal wie ich schreie..." Und ich schrie wirklich so laut ich konnte als der Wasserschwall über meinen Kopf und Rücken, Bauch und Beine floss. 10l Wasser können sehr viel sein, wenn sie die "richtige" Temperatur haben. Es schien mir ewig zu dauern bis die Gießkanne leer war. Die Überwindung ES zu tun war ein schönes Gefühl. Der "Wohlfühl - Effekt" setzte sofort nach dem leer - werden der Kanne ein. Kein Kälteempfinden mehr. Das vorher so eisige Gefühl an den Füßen verschwunden. Jetzt duschte O. den A. mit der Gießkanne ab. Auch hier wich das schlottern und bibbern einem Ausruf des Wohlbehagens. Als ich dann auch noch O. abduschte waren wir alle drei stolz ES doch ohne Rückzieher geschafft zu haben. Ja, es war so, dass es jetzt selbstverständlich erschien, gleich noch einen zweiten Durchgang zu machen. Schade, dass wir das Hochprozentige in der Hütte gelassen haben. So eine Aufwärmung von Innen hätte das Wohlbefinden noch erheblich gesteigert....
Also machten wir alle drei noch eine gegenseitige "Kannendusche" und gingen dann langsam und in kurzen Klamotten wieder zur warmen Hütte zurück. Jetzt schmeckte der Schnaps gleich doppelt so gut.
Durch die kalte Dusche sind wir uns gegenseitig warm geworden. Es macht großen Spaß mit Gleichgesinnten eine Extremsportart zu betreiben.
Hoffentlich haben wir bald wieder Gelegenheit dazu.
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Mittwoch, 8. Oktober 2014
235 x gelesen
Das erste Mal (Teil 2)
tomelaine, 22:41h
07.06.2014
Es ist absolut kalt. Nein, "kalt" ist gar kein Ausdruck. Eisig, überwältigend, absolut erfrierend. Mein Körper schaltete nach ein paar Momenten auf Ignoranz - jedenfalls versuchte er das. Das heißt, er ließ die Kälteempfindung gar nicht voll zu, sondern nur, soweit das Gehirn das verarbeiten konnte. Mit jedem Schritt den ich tiefer rein ging wuchs aber der drang wieder nach draußen zu gehen. Ich musste mich Schritt für Schritt mehr überwinden. Nachdem es L. geschafft hat will und muss ich es auch können.
Als ich dann wirklich ganz drinnen war konnte ich die Situation nicht ganz beherrschen. Ich ging recht schnell wieder raus, da die Schmerzen immer mehr zunahmen und fast unerträglich wurden. Ich setzte mich hin und ließ das erst Mal auf mich wirken. Diese tiefgreifende "Ersterfahrung" ist wirklich mit nichts zu vergleichen, was ich sonst irgendwie mir Worten beschreiben könnte. Eine kalte Dusche oder auch das Baden im großen Fluss kommt mir jetzt vor wie ein laues Bad in der Therme. Gleichzeitig bin ich froh und stolz ES endlich geschafft zu haben. Es war mir auf einmal klar, dass ich gleich nochmal rein muss oder nie mehr im Eiswasser würde baden können.
Es dauerte jetzt etwas länger als sonst, bis die Durchblutung der äußeren Hautschichten wieder einsetzte und sich ein Wärmegefühl meldete. Vor allem die Beine von den Unterschenkeln an abwärts wollten erst nicht wieder "aufwachen".
Inzwischen war N. bis zu den Knien im Wasser, schaffte es aber nicht weiter - der "kälte"- Schock saß ihr buchstäblich in den Gliedern. Sie war wie erstarrt. Ich sagte ihr, dass sie nicht aufhören soll sich zu bewegen, da sie sonst das Gleichgewicht verlieren könnte und ins Wasser fällt. Sie ging langsam wieder Richtung Ufer - sehr wackelig - als würde sie jeden Moment umkippen, was aber nicht geschah.
"Wie macht ihr das bloß?" fragte sie. Ich brachte irgendwas heraus von wegen - nur an den nächsten Schritt denken - und - die Kälte an sich ist nicht das Problem sondern unsere negative Einstellung zu derselben - bla bla.
L. war schon wieder drin, machte jetzt sogar ein paar Schwimmbewegungen - ein Superweib.
Ich ging auch nochmal rein. Noch hatte mein Körper sich nicht auf die volle Gegenreaktion eingestellt. Die Wärmeproduktion war da aber wohl nicht ausreichend um die Kälteempfindung ausreichend abzuschalten. Es fiel mir aber wesentlich leichter als beim ersten Mal bis zu den Schultern einzutauchen.
N. stand immer noch ungläubig am Ufer:
"Wie macht ihr das bloß?" An Ihrer ganzen Haltung und Ausdruck konnte ich ablesen, dass sie ES auch tun will, aber es ohne Hilfe einfach nicht schaffen wird. Ich erzählte ihr, dass sie vielleicht leise und langsam bis 10 zählen soll und dann am 11 mit jeder Zahl einen weiteren Schritt ins Wasser gehen soll. Ich bot Ihr an, mit ihr rein zu gehen und dass sie sich an meinem Arm festhalten kann um nicht umzukippen.
Sie nickte und es ging tatsächlich. Wir stellten uns ans Ufer und zählten langsam auf 10 dann begannen wir ins Wasser zu gehen - 11, 12, 13 jetzt war das Wasser schon an den Knien wie vorher - 14, 15, 16 - das Wasser erreichte die Hüften; Ihre Badesachen wurden zum ersten Mal nass - 17, 18, 19 und 20 - wir waren jetzt fast bis zur Brust im Wasser. In Ihrem Gesicht war der Schreck abzulesen. "Und jetzt noch bis zum Hals" sagte ich "1-2-3 und los" Wir tauchten unsere Körper bis zum Hals ein und gingen dann schnell wieder in Richtung Ufer. Sie hielt sich noch an mir fest bis das Wasser wieder knietief war.
Jetzt schnell abtrocknen und raus aus den nassen Klamotten. Abtrocknen war diesmal ein vorsichtiges abtupfen - ich spürte nichts mehr und das gab mir das Gefühl, dass ich mit dem Handtuch gleich die ganze Haut abrubbelt. Selbst als ich schon wieder in ihnen steckte spürte ich die Kleider nicht auf der Haut. Es dauerte mindestens fünf Minuten bis ich spürte, dass ich tatsächlich angezogen war.
Zufrieden machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz wo das Auto stand. Eher still, fast andächtig ließen wir das soeben Erlebte auf uns einwirken. N. ging nach kurzem Abschied in Richtung Bahnhof, da sie noch heute nach Hause fahren musste. L. die Kinder und ich fuhren mit dem Auto ins Hotel - wir wollten ja am nächsten Tag zusammen mit anderen Freunden zu einem Bergsee wandern.
Es ist absolut kalt. Nein, "kalt" ist gar kein Ausdruck. Eisig, überwältigend, absolut erfrierend. Mein Körper schaltete nach ein paar Momenten auf Ignoranz - jedenfalls versuchte er das. Das heißt, er ließ die Kälteempfindung gar nicht voll zu, sondern nur, soweit das Gehirn das verarbeiten konnte. Mit jedem Schritt den ich tiefer rein ging wuchs aber der drang wieder nach draußen zu gehen. Ich musste mich Schritt für Schritt mehr überwinden. Nachdem es L. geschafft hat will und muss ich es auch können.
Als ich dann wirklich ganz drinnen war konnte ich die Situation nicht ganz beherrschen. Ich ging recht schnell wieder raus, da die Schmerzen immer mehr zunahmen und fast unerträglich wurden. Ich setzte mich hin und ließ das erst Mal auf mich wirken. Diese tiefgreifende "Ersterfahrung" ist wirklich mit nichts zu vergleichen, was ich sonst irgendwie mir Worten beschreiben könnte. Eine kalte Dusche oder auch das Baden im großen Fluss kommt mir jetzt vor wie ein laues Bad in der Therme. Gleichzeitig bin ich froh und stolz ES endlich geschafft zu haben. Es war mir auf einmal klar, dass ich gleich nochmal rein muss oder nie mehr im Eiswasser würde baden können.
Es dauerte jetzt etwas länger als sonst, bis die Durchblutung der äußeren Hautschichten wieder einsetzte und sich ein Wärmegefühl meldete. Vor allem die Beine von den Unterschenkeln an abwärts wollten erst nicht wieder "aufwachen".
Inzwischen war N. bis zu den Knien im Wasser, schaffte es aber nicht weiter - der "kälte"- Schock saß ihr buchstäblich in den Gliedern. Sie war wie erstarrt. Ich sagte ihr, dass sie nicht aufhören soll sich zu bewegen, da sie sonst das Gleichgewicht verlieren könnte und ins Wasser fällt. Sie ging langsam wieder Richtung Ufer - sehr wackelig - als würde sie jeden Moment umkippen, was aber nicht geschah.
"Wie macht ihr das bloß?" fragte sie. Ich brachte irgendwas heraus von wegen - nur an den nächsten Schritt denken - und - die Kälte an sich ist nicht das Problem sondern unsere negative Einstellung zu derselben - bla bla.
L. war schon wieder drin, machte jetzt sogar ein paar Schwimmbewegungen - ein Superweib.
Ich ging auch nochmal rein. Noch hatte mein Körper sich nicht auf die volle Gegenreaktion eingestellt. Die Wärmeproduktion war da aber wohl nicht ausreichend um die Kälteempfindung ausreichend abzuschalten. Es fiel mir aber wesentlich leichter als beim ersten Mal bis zu den Schultern einzutauchen.
N. stand immer noch ungläubig am Ufer:
"Wie macht ihr das bloß?" An Ihrer ganzen Haltung und Ausdruck konnte ich ablesen, dass sie ES auch tun will, aber es ohne Hilfe einfach nicht schaffen wird. Ich erzählte ihr, dass sie vielleicht leise und langsam bis 10 zählen soll und dann am 11 mit jeder Zahl einen weiteren Schritt ins Wasser gehen soll. Ich bot Ihr an, mit ihr rein zu gehen und dass sie sich an meinem Arm festhalten kann um nicht umzukippen.
Sie nickte und es ging tatsächlich. Wir stellten uns ans Ufer und zählten langsam auf 10 dann begannen wir ins Wasser zu gehen - 11, 12, 13 jetzt war das Wasser schon an den Knien wie vorher - 14, 15, 16 - das Wasser erreichte die Hüften; Ihre Badesachen wurden zum ersten Mal nass - 17, 18, 19 und 20 - wir waren jetzt fast bis zur Brust im Wasser. In Ihrem Gesicht war der Schreck abzulesen. "Und jetzt noch bis zum Hals" sagte ich "1-2-3 und los" Wir tauchten unsere Körper bis zum Hals ein und gingen dann schnell wieder in Richtung Ufer. Sie hielt sich noch an mir fest bis das Wasser wieder knietief war.
Jetzt schnell abtrocknen und raus aus den nassen Klamotten. Abtrocknen war diesmal ein vorsichtiges abtupfen - ich spürte nichts mehr und das gab mir das Gefühl, dass ich mit dem Handtuch gleich die ganze Haut abrubbelt. Selbst als ich schon wieder in ihnen steckte spürte ich die Kleider nicht auf der Haut. Es dauerte mindestens fünf Minuten bis ich spürte, dass ich tatsächlich angezogen war.
Zufrieden machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz wo das Auto stand. Eher still, fast andächtig ließen wir das soeben Erlebte auf uns einwirken. N. ging nach kurzem Abschied in Richtung Bahnhof, da sie noch heute nach Hause fahren musste. L. die Kinder und ich fuhren mit dem Auto ins Hotel - wir wollten ja am nächsten Tag zusammen mit anderen Freunden zu einem Bergsee wandern.
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Dienstag, 16. September 2014
105 x gelesen
Das erste Mal (Teil 1)
tomelaine, 22:33h
07. Juni 2014
Am späteren Nachmittag traf ich mich mit L. und N, sowie den Kindern um eine Wanderung von der Passhöhe bis zu einem kleinen Steinbruch zu machen. Mehr so im Spass sagte ich zu N, dass wir ja nach der Rückkehr eine kleine Abkühlung im See riskieren könnten... Sie nahm es nicht ernst und das Thema war damit auch erledigt. Dachte ich jedenfalls. L. kennt mich ja und wusste daher auch, dass es sehr wohl diesmal wahr werden könnte. Ich glaube sie hat schon da beschlossen, dass sie heute auch mit ins Eiswasser geht.
Bergauf dauerte es ca. eine Stunde bis zum Steinbruch. Es war herrliches Wetter. Sonne pur und ab und zu ein leichtes Windchen um den Schweiß aus dem Gesicht zu trocknen. Dann mit den Rucksäcken voller Specksteine wieder zurück zum Parkplatz.
Nachdem alles im Auto verstaut war sprach mich N. ziemlich unerwartet an:
"Gehst Du jetzt wirklich in den halb zugefrorenen See schwimmen?"
Ich: "Ja, ich werde es machen - weiß noch nicht wie weit ich reingehe"
Ich nahm alles was ich an Handtüchern und warmen Sachen finden konnte und wir alle machten uns auf den Weg zum See.
Der See lag in einer kleinen Senke und die Sonne stand jetzt schon tiefer, sodass es da unten keine Sonne mehr gab. Auch blies der Wind kräftiger. Dor wo der Zugang war, mündete ein kleines Bächlein hinnein. Deshalb war diese Stelle nicht zugefroren wie der Rest des großen Sees. Das Ufer war zuerst steinig, dann aber schlammig - eiskalter Schlamm. Auf einem großen Stein, der nahe am Wasser lag legte ich die Handtücher ab und begann mich auszuziehen. Etwas vorsichtig, damit nichts schmutzig wurde, da ich für die nächsten drei Tage keine frischen Klamotten eingepackt hatte. Bevor ich aber fertig war ist L. schon im Wasser - nicht nur bis zu den Knien, sondern bis zu den Schultern. Es gab kleine Eisstückchen die auf dem Wasser schwammen und L. mittendrin. Ich konnte es nicht fassen. Sie hat ES zuerst getan und geriet dabei gar nicht in Panik, blieb sogar eine Zeit drin bevor sie sich wieder langsam in Richtung Ufer bewegte. Diese Frau vermag es mich auch nach fast zwanzig Jahren noch zu überraschen eine Superfrau.
Jetzt war ich dran. Während ich rein ging kam L. wieder langsam raus... Wenn ich ehrlich bin hatte ich gar nicht vor ganz rein zu gehen. Eher nur bis zum Oberschenkel oder bis zum Bauch. Jetzt gab es natürlich kein zurück mehr. Ich trat einen Schritt nach dem anderen auf dem schlammigen Untergrund. Tausende von schwarzen Fischchen flüchteten vor mir. Ich spürte sie nicht, denn es fühlte sich alles eiskalt an. Es tat weh in den Füßen und am Fußgelenk. Je tiefer ich kam, desto mehr tat es weh. Trotzdem war es nicht unerträglich. Ich wartete ein bisschen, bis eine Art Gewöhnung einsetzte, und so der Schmerz ein wenig nachließ. Nachdem ich dann aber auch bis zum Hals drin war bewegte ich mich schnell wieder ans Ufer.
Am späteren Nachmittag traf ich mich mit L. und N, sowie den Kindern um eine Wanderung von der Passhöhe bis zu einem kleinen Steinbruch zu machen. Mehr so im Spass sagte ich zu N, dass wir ja nach der Rückkehr eine kleine Abkühlung im See riskieren könnten... Sie nahm es nicht ernst und das Thema war damit auch erledigt. Dachte ich jedenfalls. L. kennt mich ja und wusste daher auch, dass es sehr wohl diesmal wahr werden könnte. Ich glaube sie hat schon da beschlossen, dass sie heute auch mit ins Eiswasser geht.
Bergauf dauerte es ca. eine Stunde bis zum Steinbruch. Es war herrliches Wetter. Sonne pur und ab und zu ein leichtes Windchen um den Schweiß aus dem Gesicht zu trocknen. Dann mit den Rucksäcken voller Specksteine wieder zurück zum Parkplatz.
Nachdem alles im Auto verstaut war sprach mich N. ziemlich unerwartet an:
"Gehst Du jetzt wirklich in den halb zugefrorenen See schwimmen?"
Ich: "Ja, ich werde es machen - weiß noch nicht wie weit ich reingehe"
Ich nahm alles was ich an Handtüchern und warmen Sachen finden konnte und wir alle machten uns auf den Weg zum See.
Der See lag in einer kleinen Senke und die Sonne stand jetzt schon tiefer, sodass es da unten keine Sonne mehr gab. Auch blies der Wind kräftiger. Dor wo der Zugang war, mündete ein kleines Bächlein hinnein. Deshalb war diese Stelle nicht zugefroren wie der Rest des großen Sees. Das Ufer war zuerst steinig, dann aber schlammig - eiskalter Schlamm. Auf einem großen Stein, der nahe am Wasser lag legte ich die Handtücher ab und begann mich auszuziehen. Etwas vorsichtig, damit nichts schmutzig wurde, da ich für die nächsten drei Tage keine frischen Klamotten eingepackt hatte. Bevor ich aber fertig war ist L. schon im Wasser - nicht nur bis zu den Knien, sondern bis zu den Schultern. Es gab kleine Eisstückchen die auf dem Wasser schwammen und L. mittendrin. Ich konnte es nicht fassen. Sie hat ES zuerst getan und geriet dabei gar nicht in Panik, blieb sogar eine Zeit drin bevor sie sich wieder langsam in Richtung Ufer bewegte. Diese Frau vermag es mich auch nach fast zwanzig Jahren noch zu überraschen eine Superfrau.
Jetzt war ich dran. Während ich rein ging kam L. wieder langsam raus... Wenn ich ehrlich bin hatte ich gar nicht vor ganz rein zu gehen. Eher nur bis zum Oberschenkel oder bis zum Bauch. Jetzt gab es natürlich kein zurück mehr. Ich trat einen Schritt nach dem anderen auf dem schlammigen Untergrund. Tausende von schwarzen Fischchen flüchteten vor mir. Ich spürte sie nicht, denn es fühlte sich alles eiskalt an. Es tat weh in den Füßen und am Fußgelenk. Je tiefer ich kam, desto mehr tat es weh. Trotzdem war es nicht unerträglich. Ich wartete ein bisschen, bis eine Art Gewöhnung einsetzte, und so der Schmerz ein wenig nachließ. Nachdem ich dann aber auch bis zum Hals drin war bewegte ich mich schnell wieder ans Ufer.
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Sonntag, 31. August 2014
97 x gelesen
Annäherung an den Eissee
tomelaine, 03:03h
07.Juni 2014
Hätte nicht gedacht dass es jetzt so weit ist aber es kommt halt doch anders....
Die Passhöhe lag auf 2000m. Es lag noch schnee und als wir da oben ankamen sind wir in der Sonne barfuss im Schnee herumgerannt. Es tat weh wenn man anhielt - ansonsten war es gerade so, dass man sich nichts anmerken lassen brauchte - innerlich habe ich aber schon geschrien - SCH.... IST DAS KAAALT. Da aber die Sonne schien wurde alles gleich wieder Warm sobald man vom Schnee weg auf die Steine konnte. Die Steine waren ja schon von der Sonne aufgeheitzt - auch wenn es recht spitziger Schotter bzw. Rollsplit war - das hat man da gar nicht mehr gespürt.
Auf der Passhöhe gab es einen recht großen See den man erreichen konnte, wenn man ein Schneefeld überquert. Der See war größtenteils noch zugeforen - es gab aber einen Zugang, der ca. 10m ohne Eis war.
Irgendwie war mir klar, dass das jetzt der See sein wird in dem ES zum ersten Mal passieren würde.
Hätte nicht gedacht dass es jetzt so weit ist aber es kommt halt doch anders....
Die Passhöhe lag auf 2000m. Es lag noch schnee und als wir da oben ankamen sind wir in der Sonne barfuss im Schnee herumgerannt. Es tat weh wenn man anhielt - ansonsten war es gerade so, dass man sich nichts anmerken lassen brauchte - innerlich habe ich aber schon geschrien - SCH.... IST DAS KAAALT. Da aber die Sonne schien wurde alles gleich wieder Warm sobald man vom Schnee weg auf die Steine konnte. Die Steine waren ja schon von der Sonne aufgeheitzt - auch wenn es recht spitziger Schotter bzw. Rollsplit war - das hat man da gar nicht mehr gespürt.
Auf der Passhöhe gab es einen recht großen See den man erreichen konnte, wenn man ein Schneefeld überquert. Der See war größtenteils noch zugeforen - es gab aber einen Zugang, der ca. 10m ohne Eis war.
Irgendwie war mir klar, dass das jetzt der See sein wird in dem ES zum ersten Mal passieren würde.
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Montag, 18. August 2014
75 x gelesen
Der Lago Magggiore ist nicht so kalt
tomelaine, 00:06h
29. Mai 2014
Es war eher spontan über das verlängerte Wochenende zum Camping an den Lago zu fahren. Es waren noch zwei andere befreundete Familien - und so konnten wir uns die Arbeit bezüglich Grillen, Bier und Fleisch kaufen, Geschirr abspülen immer teilen, was seeehhhr angenehm ist. Die insgesamt fünf Kinder hatten viel Spaß wegen der großen Bewegungsfreiheit auf dem Platz und der gelockerten Regeln bezüglich Schlafenszeit etc. So war es ein entspanntes WE für alle.
Der Camingplatz befand sich direkt am Lago. Wassertemperatur schätze ich auf 12-15°C - ich muss mir mal ein halbwegs brauchbares Thermometer kaufen um es nicht immer auf das subjektive zu beschränken. Es könnte auch kälter gewesen sein. Das dachte ich mir jedenfalls, als ich beobachten durfte wie zwei "Wassersportler" im Voll - Neoprenanzug in den See stiegen um ein paar Runden zu schwimmen. Dachte erst die wollen wohl tauchen oder sowas aber keine Sauerstoffflasche, Schnorchel etc. hatten sie dabei.
Ca. 50 - 70m vom Ufer entfernt gab es mehrere schwimmende Plattformen, die jeweils auch so 50 - 70m voneinander entfernt waren. Herrlich sich nach einem kühlen Schwumm sich dort in die Sonne zu legen bis man wieder trocken war. Leider war die Badehose, die ich gezwungenermaßen anhatt nich so schlell trocken und die Kälte in der Körpermitte ist dann unangenehm wenn der Rest warm ist. Warum kann es keine Badebekleidung geben, die diese Nachteile nicht hat?
Es war eher spontan über das verlängerte Wochenende zum Camping an den Lago zu fahren. Es waren noch zwei andere befreundete Familien - und so konnten wir uns die Arbeit bezüglich Grillen, Bier und Fleisch kaufen, Geschirr abspülen immer teilen, was seeehhhr angenehm ist. Die insgesamt fünf Kinder hatten viel Spaß wegen der großen Bewegungsfreiheit auf dem Platz und der gelockerten Regeln bezüglich Schlafenszeit etc. So war es ein entspanntes WE für alle.
Der Camingplatz befand sich direkt am Lago. Wassertemperatur schätze ich auf 12-15°C - ich muss mir mal ein halbwegs brauchbares Thermometer kaufen um es nicht immer auf das subjektive zu beschränken. Es könnte auch kälter gewesen sein. Das dachte ich mir jedenfalls, als ich beobachten durfte wie zwei "Wassersportler" im Voll - Neoprenanzug in den See stiegen um ein paar Runden zu schwimmen. Dachte erst die wollen wohl tauchen oder sowas aber keine Sauerstoffflasche, Schnorchel etc. hatten sie dabei.
Ca. 50 - 70m vom Ufer entfernt gab es mehrere schwimmende Plattformen, die jeweils auch so 50 - 70m voneinander entfernt waren. Herrlich sich nach einem kühlen Schwumm sich dort in die Sonne zu legen bis man wieder trocken war. Leider war die Badehose, die ich gezwungenermaßen anhatt nich so schlell trocken und die Kälte in der Körpermitte ist dann unangenehm wenn der Rest warm ist. Warum kann es keine Badebekleidung geben, die diese Nachteile nicht hat?
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Donnerstag, 5. Juni 2014
84 x gelesen
Kaltes Schmelzwasser
tomelaine, 02:33h
31. Mai 2014
Der kleine Fluss war schön gelegen. Viele Touristen lagen auf den sonnengewärmten Steinen. Es war ein kleiner Bergbach. geschätzte Temperatur 5-8 °C - also so richtig kalt. Erst hat es mächtig weh getan an den Füssen. Man musste eine Weile Suchen bis man mit dem ganzen Körper eintauchen konnte. Die Anderen gingen gar nicht rein. Es gab aber ein paar sehr wagemutige, die von einer Brücke in eine ausreichend tiefe Stelle sprangen. Für mich wäre das nix. Es sind bestimmt 5-7 Meter freier Fall. Das muss ich mir nicht beweisen.
Mit der siebenjärigen E. und dem achtjährigen H. machte ich eine kleine Klettertour bei dem man öfters über kleine Seitenläufe des Bergbaches springen musste. Oder man machte ein zwei Schritte innerhalb des Wassers um auf die andere Seite zu gelangen. Für die Kinder das reinste Abenteuer - auch ich wusste nicht immer gleich wie es weitergeht. Am Schluss gab es keine andere Möglichkeit mehr als ca. 5-8 m durch eine kleine Rückstauung zu schwimmen um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Ich machte die Strecke insgesamt drei Mal, da ich jedes Kind nacheinander auf den Rücken nahm und so ans anderer Ufer schwamm. Am Schluss waren wir alle ziemlich durchgefroren und ließen uns für eine Weile auf den warmen Felsen nieder damit wir schnell wieder Warm wurden. Den Kindern und mir hat es sehr gut gefallen - wurden doch eine Menge innere Barrieren überwunden, die es das nächste Mal schon viel einfacher machen können in kaltes Wasser einzutauchen.
Der kleine Fluss war schön gelegen. Viele Touristen lagen auf den sonnengewärmten Steinen. Es war ein kleiner Bergbach. geschätzte Temperatur 5-8 °C - also so richtig kalt. Erst hat es mächtig weh getan an den Füssen. Man musste eine Weile Suchen bis man mit dem ganzen Körper eintauchen konnte. Die Anderen gingen gar nicht rein. Es gab aber ein paar sehr wagemutige, die von einer Brücke in eine ausreichend tiefe Stelle sprangen. Für mich wäre das nix. Es sind bestimmt 5-7 Meter freier Fall. Das muss ich mir nicht beweisen.
Mit der siebenjärigen E. und dem achtjährigen H. machte ich eine kleine Klettertour bei dem man öfters über kleine Seitenläufe des Bergbaches springen musste. Oder man machte ein zwei Schritte innerhalb des Wassers um auf die andere Seite zu gelangen. Für die Kinder das reinste Abenteuer - auch ich wusste nicht immer gleich wie es weitergeht. Am Schluss gab es keine andere Möglichkeit mehr als ca. 5-8 m durch eine kleine Rückstauung zu schwimmen um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Ich machte die Strecke insgesamt drei Mal, da ich jedes Kind nacheinander auf den Rücken nahm und so ans anderer Ufer schwamm. Am Schluss waren wir alle ziemlich durchgefroren und ließen uns für eine Weile auf den warmen Felsen nieder damit wir schnell wieder Warm wurden. Den Kindern und mir hat es sehr gut gefallen - wurden doch eine Menge innere Barrieren überwunden, die es das nächste Mal schon viel einfacher machen können in kaltes Wasser einzutauchen.
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Dienstag, 13. Mai 2014
82 x gelesen
Dreckiges kaltes Hochwasser
tomelaine, 23:20h
Na - ja, es hatte die Tage zuvor geregnet und der Wasserstand im großen Fluss war ca. 1,5 m höher als bei allen vorherigen Malen.
Die Strömung war entsprechend stark und das Wasser hatte einen etwas bräunlichen - ich würde sagen "dreckigen" Farbton.
Trotzdem habe ich bald eine etwas ruhigere Stelle gefunden und bin zwei Mal rein gesprungen. Da es eher eine spontane Entscheidung war blieb auch keine Zeit noch andere einzuladen. Ich war trotzdem nicht allein - das wäre zu gefährlich gewesen - L. und die dreijährige E. warteten am Ufer. Ich glaubte bei L. eine geringe Bereitschaft oder Neugier geweckt zu haben es doch auch Mal zu probieren. Jedenfalls stand Sie mehrere Minuten mit beiden Beinen bis zum Knie im Wasser.
Die Wassertemperatur war vermutlich so bei 12°C - spielte aber fast keine Rolle. Es war kalt aber nicht sehr....
Nach dem doppelten Bad breitete sich eine große Zufriedenheit in mir aus. Der Schweinehund hat sich anfangs nur ganz schwach gemeldet. Ich hab erst gar nicht darauf geachtet und bin einfach ins Wasser. So muss es sein - erst gar nicht lang überlegen was er sich wieder für Ausreden ausdenkt... Wasser zu dreckig, Strömung zu groß, keine Zeit - war jetzt nicht eingeplant bla bla bla .... Pah einfach rein und gut is.
Eklig wäre es nur, wenn das Wasser so lauwarm wäre, dass man denkt man springt in frischen Dünnschiss... Auch das hatte ich schon erlebt als ich mich in dem großen fernen heißen Land einmal in so einer Brühe versuchte zu waschen. In dem kleinen Städtchen war nämlich (vielleicht wegen der Hitze) die Wasserversorgung ausgefallen und nach etlichen 10 Stunden auf der Ladefläche eines LKW über staubige Landstraßen war mir das auch recht. Da waren hundert Jugendliche und versuchten sauber zu werden - oder zumindest so, dass die gröbste Staubschicht nicht haften bleibt. Das war vielleicht eklig.....
Die Strömung war entsprechend stark und das Wasser hatte einen etwas bräunlichen - ich würde sagen "dreckigen" Farbton.
Trotzdem habe ich bald eine etwas ruhigere Stelle gefunden und bin zwei Mal rein gesprungen. Da es eher eine spontane Entscheidung war blieb auch keine Zeit noch andere einzuladen. Ich war trotzdem nicht allein - das wäre zu gefährlich gewesen - L. und die dreijährige E. warteten am Ufer. Ich glaubte bei L. eine geringe Bereitschaft oder Neugier geweckt zu haben es doch auch Mal zu probieren. Jedenfalls stand Sie mehrere Minuten mit beiden Beinen bis zum Knie im Wasser.
Die Wassertemperatur war vermutlich so bei 12°C - spielte aber fast keine Rolle. Es war kalt aber nicht sehr....
Nach dem doppelten Bad breitete sich eine große Zufriedenheit in mir aus. Der Schweinehund hat sich anfangs nur ganz schwach gemeldet. Ich hab erst gar nicht darauf geachtet und bin einfach ins Wasser. So muss es sein - erst gar nicht lang überlegen was er sich wieder für Ausreden ausdenkt... Wasser zu dreckig, Strömung zu groß, keine Zeit - war jetzt nicht eingeplant bla bla bla .... Pah einfach rein und gut is.
Eklig wäre es nur, wenn das Wasser so lauwarm wäre, dass man denkt man springt in frischen Dünnschiss... Auch das hatte ich schon erlebt als ich mich in dem großen fernen heißen Land einmal in so einer Brühe versuchte zu waschen. In dem kleinen Städtchen war nämlich (vielleicht wegen der Hitze) die Wasserversorgung ausgefallen und nach etlichen 10 Stunden auf der Ladefläche eines LKW über staubige Landstraßen war mir das auch recht. Da waren hundert Jugendliche und versuchten sauber zu werden - oder zumindest so, dass die gröbste Staubschicht nicht haften bleibt. Das war vielleicht eklig.....
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Sonntag, 27. April 2014
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Am See mit zwei guten Freunden
tomelaine, 23:07h
Es war mir eindeutig zu langweilig bei "Mama" über die Osterfeiertage. Spontan fragte ich in die Runde ob jemand Lust hätte im nahgelegenen Badesee sich zu erfrischen. Wer aber mitkommt muss auch reingehen. Nur gucken zählt nicht. Anscheinend waren mit diesen Regeln alle gleich einverstanden - es ginen nur zwei junge Männer mit....
Es war ein öffentlicher Badeseee, aber die Saison hatte noch nicht begonnen. Das Wetter war sonnig und es ging wenig Wind an diesem späten Sonntag-Nachmittag.
Der See war ein Stausee und noch nicht ganz gefüllt. Es fehlten wohl so ca. 2 m. bis zum normalen Wasserstand.So musste man doch ziemlich weit reinlaufen bis man ganz drin war. Nach dem ersten Abkühlen lagen wir in der Sonne. Jetzt war ich so richtig froh, dass ich gar nichts an hatte. Es gibt nichts schlimmeres als nasse Klamotten die an einem kleben und in der Körpermitte alle "abschnüren".
Wir lagen mindestens 10 Minuten da und unterhielten uns. Dann das zweite Mal. Unsere Körper waren nun schon etwas mehr ausgekühlt aber die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten: Das Blut schoss in die äußeren Hautschichten und es wurde einem so richtig warm. Ich bin einige Meter geschwommen und wollte schon gar nicht mehr raus. Lag es jetzt daran, dass ich schon ein bisschen gewöhhnt bin oder weil das Wasser nicht mehr ganz so kalt war? Egal ich dachte nur daran was ich die letzten Jahre alles so verpasst habe. Es ist eben so, dass man von Klein auf gesagt bekommt, dass es "gefährlich" ist und man davon "krank" werden kann, wenn man sich bei kaltem Wetter nich warm hält und kaltes Wasser meidet. Jetzt kommt es mir so vor als wenn früher den kleinen Jungs Angt vor der Selbstbefriedigung hatten weil ihnen ständig eingeredet wurde, dass das der Wirbelsäule schadet.....
Was ist bloß los mit mir... Ich finde es fast schade dass es jetzt langsam Sommer wird... Zum Glück gibt es ja zuhause die kalte Dusche.... Und es oll ja in den Bergen auch Seen geben die sind das ganze jahr über sehr kalt. Mal schauen was da so geht in diesem Sommer.
Es war ein öffentlicher Badeseee, aber die Saison hatte noch nicht begonnen. Das Wetter war sonnig und es ging wenig Wind an diesem späten Sonntag-Nachmittag.
Der See war ein Stausee und noch nicht ganz gefüllt. Es fehlten wohl so ca. 2 m. bis zum normalen Wasserstand.So musste man doch ziemlich weit reinlaufen bis man ganz drin war. Nach dem ersten Abkühlen lagen wir in der Sonne. Jetzt war ich so richtig froh, dass ich gar nichts an hatte. Es gibt nichts schlimmeres als nasse Klamotten die an einem kleben und in der Körpermitte alle "abschnüren".
Wir lagen mindestens 10 Minuten da und unterhielten uns. Dann das zweite Mal. Unsere Körper waren nun schon etwas mehr ausgekühlt aber die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten: Das Blut schoss in die äußeren Hautschichten und es wurde einem so richtig warm. Ich bin einige Meter geschwommen und wollte schon gar nicht mehr raus. Lag es jetzt daran, dass ich schon ein bisschen gewöhhnt bin oder weil das Wasser nicht mehr ganz so kalt war? Egal ich dachte nur daran was ich die letzten Jahre alles so verpasst habe. Es ist eben so, dass man von Klein auf gesagt bekommt, dass es "gefährlich" ist und man davon "krank" werden kann, wenn man sich bei kaltem Wetter nich warm hält und kaltes Wasser meidet. Jetzt kommt es mir so vor als wenn früher den kleinen Jungs Angt vor der Selbstbefriedigung hatten weil ihnen ständig eingeredet wurde, dass das der Wirbelsäule schadet.....
Was ist bloß los mit mir... Ich finde es fast schade dass es jetzt langsam Sommer wird... Zum Glück gibt es ja zuhause die kalte Dusche.... Und es oll ja in den Bergen auch Seen geben die sind das ganze jahr über sehr kalt. Mal schauen was da so geht in diesem Sommer.
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