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Dienstag, 4. November 2014
309 x gelesen
Drei Männer im kalten Bergbach
tomelaine, 22:39h
02.11.2014
Es war eine sehr anstrengende Tages-Wanderung. Abends alle verschwitzt und auf der abgelegenen Hütte im Naturschutzgebiet gab es keine Duschen oder ähnliches.
Der nahe gelegene Bach war sehr seicht, sodass ein Eintauchen nicht möglich war. Zudem der Untergrund glitschig und schlammig an den tieferen Stellen. Das Wasser hatte so ca. 5°C bei Lufttemperatur von ca. 8°C. Es war also wirklich kalt. So kalt, dass A. fast die Taschenlampe aus der Hand gezittert ist.
Es gab in der Hütte eine Gießkanne, die sich hervorragend für den Einsatz als "Bachdusche" eignen sollte.
Ich machte den Anfang. Alle Klamotten ausziehen, in den Bach steigen. Ich sagte noch was von: "Los - alles drüber und nicht aufhören - egal wie ich schreie..." Und ich schrie wirklich so laut ich konnte als der Wasserschwall über meinen Kopf und Rücken, Bauch und Beine floss. 10l Wasser können sehr viel sein, wenn sie die "richtige" Temperatur haben. Es schien mir ewig zu dauern bis die Gießkanne leer war. Die Überwindung ES zu tun war ein schönes Gefühl. Der "Wohlfühl - Effekt" setzte sofort nach dem leer - werden der Kanne ein. Kein Kälteempfinden mehr. Das vorher so eisige Gefühl an den Füßen verschwunden. Jetzt duschte O. den A. mit der Gießkanne ab. Auch hier wich das schlottern und bibbern einem Ausruf des Wohlbehagens. Als ich dann auch noch O. abduschte waren wir alle drei stolz ES doch ohne Rückzieher geschafft zu haben. Ja, es war so, dass es jetzt selbstverständlich erschien, gleich noch einen zweiten Durchgang zu machen. Schade, dass wir das Hochprozentige in der Hütte gelassen haben. So eine Aufwärmung von Innen hätte das Wohlbefinden noch erheblich gesteigert....
Also machten wir alle drei noch eine gegenseitige "Kannendusche" und gingen dann langsam und in kurzen Klamotten wieder zur warmen Hütte zurück. Jetzt schmeckte der Schnaps gleich doppelt so gut.
Durch die kalte Dusche sind wir uns gegenseitig warm geworden. Es macht großen Spaß mit Gleichgesinnten eine Extremsportart zu betreiben.
Hoffentlich haben wir bald wieder Gelegenheit dazu.
Es war eine sehr anstrengende Tages-Wanderung. Abends alle verschwitzt und auf der abgelegenen Hütte im Naturschutzgebiet gab es keine Duschen oder ähnliches.
Der nahe gelegene Bach war sehr seicht, sodass ein Eintauchen nicht möglich war. Zudem der Untergrund glitschig und schlammig an den tieferen Stellen. Das Wasser hatte so ca. 5°C bei Lufttemperatur von ca. 8°C. Es war also wirklich kalt. So kalt, dass A. fast die Taschenlampe aus der Hand gezittert ist.
Es gab in der Hütte eine Gießkanne, die sich hervorragend für den Einsatz als "Bachdusche" eignen sollte.
Ich machte den Anfang. Alle Klamotten ausziehen, in den Bach steigen. Ich sagte noch was von: "Los - alles drüber und nicht aufhören - egal wie ich schreie..." Und ich schrie wirklich so laut ich konnte als der Wasserschwall über meinen Kopf und Rücken, Bauch und Beine floss. 10l Wasser können sehr viel sein, wenn sie die "richtige" Temperatur haben. Es schien mir ewig zu dauern bis die Gießkanne leer war. Die Überwindung ES zu tun war ein schönes Gefühl. Der "Wohlfühl - Effekt" setzte sofort nach dem leer - werden der Kanne ein. Kein Kälteempfinden mehr. Das vorher so eisige Gefühl an den Füßen verschwunden. Jetzt duschte O. den A. mit der Gießkanne ab. Auch hier wich das schlottern und bibbern einem Ausruf des Wohlbehagens. Als ich dann auch noch O. abduschte waren wir alle drei stolz ES doch ohne Rückzieher geschafft zu haben. Ja, es war so, dass es jetzt selbstverständlich erschien, gleich noch einen zweiten Durchgang zu machen. Schade, dass wir das Hochprozentige in der Hütte gelassen haben. So eine Aufwärmung von Innen hätte das Wohlbefinden noch erheblich gesteigert....
Also machten wir alle drei noch eine gegenseitige "Kannendusche" und gingen dann langsam und in kurzen Klamotten wieder zur warmen Hütte zurück. Jetzt schmeckte der Schnaps gleich doppelt so gut.
Durch die kalte Dusche sind wir uns gegenseitig warm geworden. Es macht großen Spaß mit Gleichgesinnten eine Extremsportart zu betreiben.
Hoffentlich haben wir bald wieder Gelegenheit dazu.
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Montag, 3. November 2014
178 x gelesen
Sind wir Weicheier?
tomelaine, 23:02h
02.11.2014
Da komm ich gerade von einer ziemlich anstrengenden Fahrt aus dem wunderschönen Bergwanderwochenende nach Hause und musste seine SMS lesen: "Können wir uns heute schon um 16:30 Uhr treffen? Muss um 17:00 Uhr schon wieder weiter!"
Hatte mich darauf eingestellt, erst noch eine halbe Stunde auf dem Sofa auszuruhen bevor es zum "Vereinsschwimmen" geht. Es war schon 10 nach vier. Eine super Gelegenheit für den Schweinehund und er wollte schon zubeißen. Ich rief ihn an: "Schaffst Du es noch bis in 20min zum Treffpunkt? Ich werde da sein!"
"Geht klar - bis gleich dann"
So setzte ich mich ins Auto und schaffte es auch. Er war ca. fünf Minuten später. Als wir uns dann sahen hatte jeder von uns so ein kühles Grinsen drauf... Der Schweinehund hatte keine Chance mehr....
Da er es eilig hatte machten wir recht zügig, gingen auch nur einmal rein - dafür etwas länger und schwammen auch ein Stück gegen die Strömung am Rand des großen Flusses. Das Thermometer zeigte eine Wassertemperatur von ca. 12°C. Also nur geringfügig kälter als letzten Sonntag aber es fühlte sich weit kälter an. Vermutlich wegen der kälteren Lufttemperatur und weil die Sonne sich beim Untergehen hinter einer Wolke versteckt hatte.
Insgesamt eine wohltuende Erfrischung wie immer. Die Erschöpfung von Bergwanderung und Autofahrt war für ca. 2h wie weggewischt. Abends ging ich dann doch relativ früh ins (warme) Bett. Da Buch fiel mir aus der Hand und ich schlief erschöpft bis zum nächsten Morgen.
Als wir dann wieder draußen, abgetrocknet und angezogen waren sahen wir zwei Jungs - schätze die auf 16-18 Jahre, die gerade all ihre Klamotten in einen großen wasserdichten Sack packten um den großen Fluss hinunter zu schwimmen. Also nicht nur für fünf Minuten, sondern mindestens für 20-30 Min.
"Das könnten wir für nächstes Mal ins Auge fassen..." meinte ich betont beiläufig. "Ja, warum auch nicht." sagte I.
In unser beiden Gesichtern stand aber deutlich: Es wird wohl immer Leute geben die noch weniger ein Weichei sind wie wir.....
Da komm ich gerade von einer ziemlich anstrengenden Fahrt aus dem wunderschönen Bergwanderwochenende nach Hause und musste seine SMS lesen: "Können wir uns heute schon um 16:30 Uhr treffen? Muss um 17:00 Uhr schon wieder weiter!"
Hatte mich darauf eingestellt, erst noch eine halbe Stunde auf dem Sofa auszuruhen bevor es zum "Vereinsschwimmen" geht. Es war schon 10 nach vier. Eine super Gelegenheit für den Schweinehund und er wollte schon zubeißen. Ich rief ihn an: "Schaffst Du es noch bis in 20min zum Treffpunkt? Ich werde da sein!"
"Geht klar - bis gleich dann"
So setzte ich mich ins Auto und schaffte es auch. Er war ca. fünf Minuten später. Als wir uns dann sahen hatte jeder von uns so ein kühles Grinsen drauf... Der Schweinehund hatte keine Chance mehr....
Da er es eilig hatte machten wir recht zügig, gingen auch nur einmal rein - dafür etwas länger und schwammen auch ein Stück gegen die Strömung am Rand des großen Flusses. Das Thermometer zeigte eine Wassertemperatur von ca. 12°C. Also nur geringfügig kälter als letzten Sonntag aber es fühlte sich weit kälter an. Vermutlich wegen der kälteren Lufttemperatur und weil die Sonne sich beim Untergehen hinter einer Wolke versteckt hatte.
Insgesamt eine wohltuende Erfrischung wie immer. Die Erschöpfung von Bergwanderung und Autofahrt war für ca. 2h wie weggewischt. Abends ging ich dann doch relativ früh ins (warme) Bett. Da Buch fiel mir aus der Hand und ich schlief erschöpft bis zum nächsten Morgen.
Als wir dann wieder draußen, abgetrocknet und angezogen waren sahen wir zwei Jungs - schätze die auf 16-18 Jahre, die gerade all ihre Klamotten in einen großen wasserdichten Sack packten um den großen Fluss hinunter zu schwimmen. Also nicht nur für fünf Minuten, sondern mindestens für 20-30 Min.
"Das könnten wir für nächstes Mal ins Auge fassen..." meinte ich betont beiläufig. "Ja, warum auch nicht." sagte I.
In unser beiden Gesichtern stand aber deutlich: Es wird wohl immer Leute geben die noch weniger ein Weichei sind wie wir.....
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Dienstag, 28. Oktober 2014
135 x gelesen
Saisonbeginn
tomelaine, 20:58h
26.10.2014
Das Wetter hätte nicht besser sein können. Herrliche Abendsonne zeichnete ein wunderschönes Panorama, spiegelt sich im großen Fluss bevor sie hinter dem Horizont verschwindet. Bei ca. 15°C Lufttemperatur und Wasser ca. 13°C war es eine Wohltat endlich die Saison zu eröffnen.
Die ganze Woche haben wir uns darauf gefreut und uns SMS geschrieben. Eigentlich hätte ich noch jemand anderes außer uns zwei "Gründungsmitgliedern" erwartet aber sie kam dann doch nicht.
Das Wasser fühlte sich nach ungefähr zwei Minuten echt 'warm' an. Beim zweiten Mal reingehen habe ich sogar mehrmals mit dem Kopf untergetaucht, da es mir sonst zu warm war. Normalerweise mache ich das ja nicht. Habe mal gelesen, dass der Mensch 50% seiner Körperwärme über den Kopf abgibt, da dieses Körperteil angeblich so gut durchblutet ist. Muss wohl stimmen, da ich sonst im Winter beim Fahrradfahren etc. auch immer eine Wollmütze brauche, damit ich nicht friere. Nach dem Eintauchen war es mir zwar etwas kälter aber 50% mehr.. na ja ich weiß nicht. Ich denke mir, dass ich das mit dem Kopf eintauchen so lange wie möglich mache - der Abhärtung kann es jedenfalls nur zuträglich sein.
Beim Rausgehen, Abtrocknen und Wiederankleiden nerft mich am meisten das Füße abtrocknen und wieder trocken in die Socken bzw. Schuhe zu kommen. Finde das echt umständlich. Ab jetzt werde ich die Schuhe schon am Auto ausziehen und die letzten 200m bis zum Ufer in badelatschen oder Barfuß zurücklegen. Ob das wohl auch geht wenn es richtig Winter mit Eis und Schnee ist?
Das Wetter hätte nicht besser sein können. Herrliche Abendsonne zeichnete ein wunderschönes Panorama, spiegelt sich im großen Fluss bevor sie hinter dem Horizont verschwindet. Bei ca. 15°C Lufttemperatur und Wasser ca. 13°C war es eine Wohltat endlich die Saison zu eröffnen.
Die ganze Woche haben wir uns darauf gefreut und uns SMS geschrieben. Eigentlich hätte ich noch jemand anderes außer uns zwei "Gründungsmitgliedern" erwartet aber sie kam dann doch nicht.
Das Wasser fühlte sich nach ungefähr zwei Minuten echt 'warm' an. Beim zweiten Mal reingehen habe ich sogar mehrmals mit dem Kopf untergetaucht, da es mir sonst zu warm war. Normalerweise mache ich das ja nicht. Habe mal gelesen, dass der Mensch 50% seiner Körperwärme über den Kopf abgibt, da dieses Körperteil angeblich so gut durchblutet ist. Muss wohl stimmen, da ich sonst im Winter beim Fahrradfahren etc. auch immer eine Wollmütze brauche, damit ich nicht friere. Nach dem Eintauchen war es mir zwar etwas kälter aber 50% mehr.. na ja ich weiß nicht. Ich denke mir, dass ich das mit dem Kopf eintauchen so lange wie möglich mache - der Abhärtung kann es jedenfalls nur zuträglich sein.
Beim Rausgehen, Abtrocknen und Wiederankleiden nerft mich am meisten das Füße abtrocknen und wieder trocken in die Socken bzw. Schuhe zu kommen. Finde das echt umständlich. Ab jetzt werde ich die Schuhe schon am Auto ausziehen und die letzten 200m bis zum Ufer in badelatschen oder Barfuß zurücklegen. Ob das wohl auch geht wenn es richtig Winter mit Eis und Schnee ist?
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Sonntag, 12. Oktober 2014
135 x gelesen
Vorgeschmack auf die neue Saison
tomelaine, 22:53h
12.10.2014
A. war über das WE zu Besuch. Wir hatten das letzte Mal vereinbart, dass wir jedesmal wenn er kommt in den großen Fluss springen werden.
Heute morgen war es dann soweit. Nach einer halb durch geredeten (aber nicht zerredeten) Nacht waren wir zwar noc etwas benommen, wollte aber auf jeden Fall durchziehen.
Ich wählte eine Stelle, an der ein anderer Fluss in den großen mündet, sodass das Wasser etwas kälter war aufgrund der Strömung.
Lufttemperatur ca. 14°C, Wasser ca. 16°C.
Es war keine große Sache - Einfach rein, nach zwei m
Minuten wieder raus. A. hat es gefroren und er fragte dann gleich ob ich es nochmal machen werde. Ich sagte ja auf jeden Fall, da ja erst beim zweiten Mal das gute Gefühl war. So war es auch tatsächlich. Das zweite Mal waren wir dann beide so ca. 5 Minuten lang drin. Auch A. bestätigte jetzt, dass das Wasser sich phasenweise echt lau anfühlt.
Wieder draußen konnten wir uns dann erst Mal in aller Ruhe abtrocknen. Der Wind war vorher kalt und jetzt auf der voll durchbluteten Haut voll angenehm. Wie schon von der vorigen
Saison gewohnt keine Spur von Frieren.
In exakt zwei Wochen ist wieder Umstellung auf Normalzeit - das ist der offizielle Beginn der Saison. Ich freu mich schon riesig.
A. war über das WE zu Besuch. Wir hatten das letzte Mal vereinbart, dass wir jedesmal wenn er kommt in den großen Fluss springen werden.
Heute morgen war es dann soweit. Nach einer halb durch geredeten (aber nicht zerredeten) Nacht waren wir zwar noc etwas benommen, wollte aber auf jeden Fall durchziehen.
Ich wählte eine Stelle, an der ein anderer Fluss in den großen mündet, sodass das Wasser etwas kälter war aufgrund der Strömung.
Lufttemperatur ca. 14°C, Wasser ca. 16°C.
Es war keine große Sache - Einfach rein, nach zwei m
Minuten wieder raus. A. hat es gefroren und er fragte dann gleich ob ich es nochmal machen werde. Ich sagte ja auf jeden Fall, da ja erst beim zweiten Mal das gute Gefühl war. So war es auch tatsächlich. Das zweite Mal waren wir dann beide so ca. 5 Minuten lang drin. Auch A. bestätigte jetzt, dass das Wasser sich phasenweise echt lau anfühlt.
Wieder draußen konnten wir uns dann erst Mal in aller Ruhe abtrocknen. Der Wind war vorher kalt und jetzt auf der voll durchbluteten Haut voll angenehm. Wie schon von der vorigen
Saison gewohnt keine Spur von Frieren.
In exakt zwei Wochen ist wieder Umstellung auf Normalzeit - das ist der offizielle Beginn der Saison. Ich freu mich schon riesig.
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Mittwoch, 8. Oktober 2014
235 x gelesen
Das erste Mal (Teil 2)
tomelaine, 22:41h
07.06.2014
Es ist absolut kalt. Nein, "kalt" ist gar kein Ausdruck. Eisig, überwältigend, absolut erfrierend. Mein Körper schaltete nach ein paar Momenten auf Ignoranz - jedenfalls versuchte er das. Das heißt, er ließ die Kälteempfindung gar nicht voll zu, sondern nur, soweit das Gehirn das verarbeiten konnte. Mit jedem Schritt den ich tiefer rein ging wuchs aber der drang wieder nach draußen zu gehen. Ich musste mich Schritt für Schritt mehr überwinden. Nachdem es L. geschafft hat will und muss ich es auch können.
Als ich dann wirklich ganz drinnen war konnte ich die Situation nicht ganz beherrschen. Ich ging recht schnell wieder raus, da die Schmerzen immer mehr zunahmen und fast unerträglich wurden. Ich setzte mich hin und ließ das erst Mal auf mich wirken. Diese tiefgreifende "Ersterfahrung" ist wirklich mit nichts zu vergleichen, was ich sonst irgendwie mir Worten beschreiben könnte. Eine kalte Dusche oder auch das Baden im großen Fluss kommt mir jetzt vor wie ein laues Bad in der Therme. Gleichzeitig bin ich froh und stolz ES endlich geschafft zu haben. Es war mir auf einmal klar, dass ich gleich nochmal rein muss oder nie mehr im Eiswasser würde baden können.
Es dauerte jetzt etwas länger als sonst, bis die Durchblutung der äußeren Hautschichten wieder einsetzte und sich ein Wärmegefühl meldete. Vor allem die Beine von den Unterschenkeln an abwärts wollten erst nicht wieder "aufwachen".
Inzwischen war N. bis zu den Knien im Wasser, schaffte es aber nicht weiter - der "kälte"- Schock saß ihr buchstäblich in den Gliedern. Sie war wie erstarrt. Ich sagte ihr, dass sie nicht aufhören soll sich zu bewegen, da sie sonst das Gleichgewicht verlieren könnte und ins Wasser fällt. Sie ging langsam wieder Richtung Ufer - sehr wackelig - als würde sie jeden Moment umkippen, was aber nicht geschah.
"Wie macht ihr das bloß?" fragte sie. Ich brachte irgendwas heraus von wegen - nur an den nächsten Schritt denken - und - die Kälte an sich ist nicht das Problem sondern unsere negative Einstellung zu derselben - bla bla.
L. war schon wieder drin, machte jetzt sogar ein paar Schwimmbewegungen - ein Superweib.
Ich ging auch nochmal rein. Noch hatte mein Körper sich nicht auf die volle Gegenreaktion eingestellt. Die Wärmeproduktion war da aber wohl nicht ausreichend um die Kälteempfindung ausreichend abzuschalten. Es fiel mir aber wesentlich leichter als beim ersten Mal bis zu den Schultern einzutauchen.
N. stand immer noch ungläubig am Ufer:
"Wie macht ihr das bloß?" An Ihrer ganzen Haltung und Ausdruck konnte ich ablesen, dass sie ES auch tun will, aber es ohne Hilfe einfach nicht schaffen wird. Ich erzählte ihr, dass sie vielleicht leise und langsam bis 10 zählen soll und dann am 11 mit jeder Zahl einen weiteren Schritt ins Wasser gehen soll. Ich bot Ihr an, mit ihr rein zu gehen und dass sie sich an meinem Arm festhalten kann um nicht umzukippen.
Sie nickte und es ging tatsächlich. Wir stellten uns ans Ufer und zählten langsam auf 10 dann begannen wir ins Wasser zu gehen - 11, 12, 13 jetzt war das Wasser schon an den Knien wie vorher - 14, 15, 16 - das Wasser erreichte die Hüften; Ihre Badesachen wurden zum ersten Mal nass - 17, 18, 19 und 20 - wir waren jetzt fast bis zur Brust im Wasser. In Ihrem Gesicht war der Schreck abzulesen. "Und jetzt noch bis zum Hals" sagte ich "1-2-3 und los" Wir tauchten unsere Körper bis zum Hals ein und gingen dann schnell wieder in Richtung Ufer. Sie hielt sich noch an mir fest bis das Wasser wieder knietief war.
Jetzt schnell abtrocknen und raus aus den nassen Klamotten. Abtrocknen war diesmal ein vorsichtiges abtupfen - ich spürte nichts mehr und das gab mir das Gefühl, dass ich mit dem Handtuch gleich die ganze Haut abrubbelt. Selbst als ich schon wieder in ihnen steckte spürte ich die Kleider nicht auf der Haut. Es dauerte mindestens fünf Minuten bis ich spürte, dass ich tatsächlich angezogen war.
Zufrieden machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz wo das Auto stand. Eher still, fast andächtig ließen wir das soeben Erlebte auf uns einwirken. N. ging nach kurzem Abschied in Richtung Bahnhof, da sie noch heute nach Hause fahren musste. L. die Kinder und ich fuhren mit dem Auto ins Hotel - wir wollten ja am nächsten Tag zusammen mit anderen Freunden zu einem Bergsee wandern.
Es ist absolut kalt. Nein, "kalt" ist gar kein Ausdruck. Eisig, überwältigend, absolut erfrierend. Mein Körper schaltete nach ein paar Momenten auf Ignoranz - jedenfalls versuchte er das. Das heißt, er ließ die Kälteempfindung gar nicht voll zu, sondern nur, soweit das Gehirn das verarbeiten konnte. Mit jedem Schritt den ich tiefer rein ging wuchs aber der drang wieder nach draußen zu gehen. Ich musste mich Schritt für Schritt mehr überwinden. Nachdem es L. geschafft hat will und muss ich es auch können.
Als ich dann wirklich ganz drinnen war konnte ich die Situation nicht ganz beherrschen. Ich ging recht schnell wieder raus, da die Schmerzen immer mehr zunahmen und fast unerträglich wurden. Ich setzte mich hin und ließ das erst Mal auf mich wirken. Diese tiefgreifende "Ersterfahrung" ist wirklich mit nichts zu vergleichen, was ich sonst irgendwie mir Worten beschreiben könnte. Eine kalte Dusche oder auch das Baden im großen Fluss kommt mir jetzt vor wie ein laues Bad in der Therme. Gleichzeitig bin ich froh und stolz ES endlich geschafft zu haben. Es war mir auf einmal klar, dass ich gleich nochmal rein muss oder nie mehr im Eiswasser würde baden können.
Es dauerte jetzt etwas länger als sonst, bis die Durchblutung der äußeren Hautschichten wieder einsetzte und sich ein Wärmegefühl meldete. Vor allem die Beine von den Unterschenkeln an abwärts wollten erst nicht wieder "aufwachen".
Inzwischen war N. bis zu den Knien im Wasser, schaffte es aber nicht weiter - der "kälte"- Schock saß ihr buchstäblich in den Gliedern. Sie war wie erstarrt. Ich sagte ihr, dass sie nicht aufhören soll sich zu bewegen, da sie sonst das Gleichgewicht verlieren könnte und ins Wasser fällt. Sie ging langsam wieder Richtung Ufer - sehr wackelig - als würde sie jeden Moment umkippen, was aber nicht geschah.
"Wie macht ihr das bloß?" fragte sie. Ich brachte irgendwas heraus von wegen - nur an den nächsten Schritt denken - und - die Kälte an sich ist nicht das Problem sondern unsere negative Einstellung zu derselben - bla bla.
L. war schon wieder drin, machte jetzt sogar ein paar Schwimmbewegungen - ein Superweib.
Ich ging auch nochmal rein. Noch hatte mein Körper sich nicht auf die volle Gegenreaktion eingestellt. Die Wärmeproduktion war da aber wohl nicht ausreichend um die Kälteempfindung ausreichend abzuschalten. Es fiel mir aber wesentlich leichter als beim ersten Mal bis zu den Schultern einzutauchen.
N. stand immer noch ungläubig am Ufer:
"Wie macht ihr das bloß?" An Ihrer ganzen Haltung und Ausdruck konnte ich ablesen, dass sie ES auch tun will, aber es ohne Hilfe einfach nicht schaffen wird. Ich erzählte ihr, dass sie vielleicht leise und langsam bis 10 zählen soll und dann am 11 mit jeder Zahl einen weiteren Schritt ins Wasser gehen soll. Ich bot Ihr an, mit ihr rein zu gehen und dass sie sich an meinem Arm festhalten kann um nicht umzukippen.
Sie nickte und es ging tatsächlich. Wir stellten uns ans Ufer und zählten langsam auf 10 dann begannen wir ins Wasser zu gehen - 11, 12, 13 jetzt war das Wasser schon an den Knien wie vorher - 14, 15, 16 - das Wasser erreichte die Hüften; Ihre Badesachen wurden zum ersten Mal nass - 17, 18, 19 und 20 - wir waren jetzt fast bis zur Brust im Wasser. In Ihrem Gesicht war der Schreck abzulesen. "Und jetzt noch bis zum Hals" sagte ich "1-2-3 und los" Wir tauchten unsere Körper bis zum Hals ein und gingen dann schnell wieder in Richtung Ufer. Sie hielt sich noch an mir fest bis das Wasser wieder knietief war.
Jetzt schnell abtrocknen und raus aus den nassen Klamotten. Abtrocknen war diesmal ein vorsichtiges abtupfen - ich spürte nichts mehr und das gab mir das Gefühl, dass ich mit dem Handtuch gleich die ganze Haut abrubbelt. Selbst als ich schon wieder in ihnen steckte spürte ich die Kleider nicht auf der Haut. Es dauerte mindestens fünf Minuten bis ich spürte, dass ich tatsächlich angezogen war.
Zufrieden machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz wo das Auto stand. Eher still, fast andächtig ließen wir das soeben Erlebte auf uns einwirken. N. ging nach kurzem Abschied in Richtung Bahnhof, da sie noch heute nach Hause fahren musste. L. die Kinder und ich fuhren mit dem Auto ins Hotel - wir wollten ja am nächsten Tag zusammen mit anderen Freunden zu einem Bergsee wandern.
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Dienstag, 16. September 2014
104 x gelesen
Das erste Mal (Teil 1)
tomelaine, 22:33h
07. Juni 2014
Am späteren Nachmittag traf ich mich mit L. und N, sowie den Kindern um eine Wanderung von der Passhöhe bis zu einem kleinen Steinbruch zu machen. Mehr so im Spass sagte ich zu N, dass wir ja nach der Rückkehr eine kleine Abkühlung im See riskieren könnten... Sie nahm es nicht ernst und das Thema war damit auch erledigt. Dachte ich jedenfalls. L. kennt mich ja und wusste daher auch, dass es sehr wohl diesmal wahr werden könnte. Ich glaube sie hat schon da beschlossen, dass sie heute auch mit ins Eiswasser geht.
Bergauf dauerte es ca. eine Stunde bis zum Steinbruch. Es war herrliches Wetter. Sonne pur und ab und zu ein leichtes Windchen um den Schweiß aus dem Gesicht zu trocknen. Dann mit den Rucksäcken voller Specksteine wieder zurück zum Parkplatz.
Nachdem alles im Auto verstaut war sprach mich N. ziemlich unerwartet an:
"Gehst Du jetzt wirklich in den halb zugefrorenen See schwimmen?"
Ich: "Ja, ich werde es machen - weiß noch nicht wie weit ich reingehe"
Ich nahm alles was ich an Handtüchern und warmen Sachen finden konnte und wir alle machten uns auf den Weg zum See.
Der See lag in einer kleinen Senke und die Sonne stand jetzt schon tiefer, sodass es da unten keine Sonne mehr gab. Auch blies der Wind kräftiger. Dor wo der Zugang war, mündete ein kleines Bächlein hinnein. Deshalb war diese Stelle nicht zugefroren wie der Rest des großen Sees. Das Ufer war zuerst steinig, dann aber schlammig - eiskalter Schlamm. Auf einem großen Stein, der nahe am Wasser lag legte ich die Handtücher ab und begann mich auszuziehen. Etwas vorsichtig, damit nichts schmutzig wurde, da ich für die nächsten drei Tage keine frischen Klamotten eingepackt hatte. Bevor ich aber fertig war ist L. schon im Wasser - nicht nur bis zu den Knien, sondern bis zu den Schultern. Es gab kleine Eisstückchen die auf dem Wasser schwammen und L. mittendrin. Ich konnte es nicht fassen. Sie hat ES zuerst getan und geriet dabei gar nicht in Panik, blieb sogar eine Zeit drin bevor sie sich wieder langsam in Richtung Ufer bewegte. Diese Frau vermag es mich auch nach fast zwanzig Jahren noch zu überraschen eine Superfrau.
Jetzt war ich dran. Während ich rein ging kam L. wieder langsam raus... Wenn ich ehrlich bin hatte ich gar nicht vor ganz rein zu gehen. Eher nur bis zum Oberschenkel oder bis zum Bauch. Jetzt gab es natürlich kein zurück mehr. Ich trat einen Schritt nach dem anderen auf dem schlammigen Untergrund. Tausende von schwarzen Fischchen flüchteten vor mir. Ich spürte sie nicht, denn es fühlte sich alles eiskalt an. Es tat weh in den Füßen und am Fußgelenk. Je tiefer ich kam, desto mehr tat es weh. Trotzdem war es nicht unerträglich. Ich wartete ein bisschen, bis eine Art Gewöhnung einsetzte, und so der Schmerz ein wenig nachließ. Nachdem ich dann aber auch bis zum Hals drin war bewegte ich mich schnell wieder ans Ufer.
Am späteren Nachmittag traf ich mich mit L. und N, sowie den Kindern um eine Wanderung von der Passhöhe bis zu einem kleinen Steinbruch zu machen. Mehr so im Spass sagte ich zu N, dass wir ja nach der Rückkehr eine kleine Abkühlung im See riskieren könnten... Sie nahm es nicht ernst und das Thema war damit auch erledigt. Dachte ich jedenfalls. L. kennt mich ja und wusste daher auch, dass es sehr wohl diesmal wahr werden könnte. Ich glaube sie hat schon da beschlossen, dass sie heute auch mit ins Eiswasser geht.
Bergauf dauerte es ca. eine Stunde bis zum Steinbruch. Es war herrliches Wetter. Sonne pur und ab und zu ein leichtes Windchen um den Schweiß aus dem Gesicht zu trocknen. Dann mit den Rucksäcken voller Specksteine wieder zurück zum Parkplatz.
Nachdem alles im Auto verstaut war sprach mich N. ziemlich unerwartet an:
"Gehst Du jetzt wirklich in den halb zugefrorenen See schwimmen?"
Ich: "Ja, ich werde es machen - weiß noch nicht wie weit ich reingehe"
Ich nahm alles was ich an Handtüchern und warmen Sachen finden konnte und wir alle machten uns auf den Weg zum See.
Der See lag in einer kleinen Senke und die Sonne stand jetzt schon tiefer, sodass es da unten keine Sonne mehr gab. Auch blies der Wind kräftiger. Dor wo der Zugang war, mündete ein kleines Bächlein hinnein. Deshalb war diese Stelle nicht zugefroren wie der Rest des großen Sees. Das Ufer war zuerst steinig, dann aber schlammig - eiskalter Schlamm. Auf einem großen Stein, der nahe am Wasser lag legte ich die Handtücher ab und begann mich auszuziehen. Etwas vorsichtig, damit nichts schmutzig wurde, da ich für die nächsten drei Tage keine frischen Klamotten eingepackt hatte. Bevor ich aber fertig war ist L. schon im Wasser - nicht nur bis zu den Knien, sondern bis zu den Schultern. Es gab kleine Eisstückchen die auf dem Wasser schwammen und L. mittendrin. Ich konnte es nicht fassen. Sie hat ES zuerst getan und geriet dabei gar nicht in Panik, blieb sogar eine Zeit drin bevor sie sich wieder langsam in Richtung Ufer bewegte. Diese Frau vermag es mich auch nach fast zwanzig Jahren noch zu überraschen eine Superfrau.
Jetzt war ich dran. Während ich rein ging kam L. wieder langsam raus... Wenn ich ehrlich bin hatte ich gar nicht vor ganz rein zu gehen. Eher nur bis zum Oberschenkel oder bis zum Bauch. Jetzt gab es natürlich kein zurück mehr. Ich trat einen Schritt nach dem anderen auf dem schlammigen Untergrund. Tausende von schwarzen Fischchen flüchteten vor mir. Ich spürte sie nicht, denn es fühlte sich alles eiskalt an. Es tat weh in den Füßen und am Fußgelenk. Je tiefer ich kam, desto mehr tat es weh. Trotzdem war es nicht unerträglich. Ich wartete ein bisschen, bis eine Art Gewöhnung einsetzte, und so der Schmerz ein wenig nachließ. Nachdem ich dann aber auch bis zum Hals drin war bewegte ich mich schnell wieder ans Ufer.
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Sonntag, 31. August 2014
96 x gelesen
Annäherung an den Eissee
tomelaine, 03:03h
07.Juni 2014
Hätte nicht gedacht dass es jetzt so weit ist aber es kommt halt doch anders....
Die Passhöhe lag auf 2000m. Es lag noch schnee und als wir da oben ankamen sind wir in der Sonne barfuss im Schnee herumgerannt. Es tat weh wenn man anhielt - ansonsten war es gerade so, dass man sich nichts anmerken lassen brauchte - innerlich habe ich aber schon geschrien - SCH.... IST DAS KAAALT. Da aber die Sonne schien wurde alles gleich wieder Warm sobald man vom Schnee weg auf die Steine konnte. Die Steine waren ja schon von der Sonne aufgeheitzt - auch wenn es recht spitziger Schotter bzw. Rollsplit war - das hat man da gar nicht mehr gespürt.
Auf der Passhöhe gab es einen recht großen See den man erreichen konnte, wenn man ein Schneefeld überquert. Der See war größtenteils noch zugeforen - es gab aber einen Zugang, der ca. 10m ohne Eis war.
Irgendwie war mir klar, dass das jetzt der See sein wird in dem ES zum ersten Mal passieren würde.
Hätte nicht gedacht dass es jetzt so weit ist aber es kommt halt doch anders....
Die Passhöhe lag auf 2000m. Es lag noch schnee und als wir da oben ankamen sind wir in der Sonne barfuss im Schnee herumgerannt. Es tat weh wenn man anhielt - ansonsten war es gerade so, dass man sich nichts anmerken lassen brauchte - innerlich habe ich aber schon geschrien - SCH.... IST DAS KAAALT. Da aber die Sonne schien wurde alles gleich wieder Warm sobald man vom Schnee weg auf die Steine konnte. Die Steine waren ja schon von der Sonne aufgeheitzt - auch wenn es recht spitziger Schotter bzw. Rollsplit war - das hat man da gar nicht mehr gespürt.
Auf der Passhöhe gab es einen recht großen See den man erreichen konnte, wenn man ein Schneefeld überquert. Der See war größtenteils noch zugeforen - es gab aber einen Zugang, der ca. 10m ohne Eis war.
Irgendwie war mir klar, dass das jetzt der See sein wird in dem ES zum ersten Mal passieren würde.
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Montag, 18. August 2014
74 x gelesen
Der Lago Magggiore ist nicht so kalt
tomelaine, 00:06h
29. Mai 2014
Es war eher spontan über das verlängerte Wochenende zum Camping an den Lago zu fahren. Es waren noch zwei andere befreundete Familien - und so konnten wir uns die Arbeit bezüglich Grillen, Bier und Fleisch kaufen, Geschirr abspülen immer teilen, was seeehhhr angenehm ist. Die insgesamt fünf Kinder hatten viel Spaß wegen der großen Bewegungsfreiheit auf dem Platz und der gelockerten Regeln bezüglich Schlafenszeit etc. So war es ein entspanntes WE für alle.
Der Camingplatz befand sich direkt am Lago. Wassertemperatur schätze ich auf 12-15°C - ich muss mir mal ein halbwegs brauchbares Thermometer kaufen um es nicht immer auf das subjektive zu beschränken. Es könnte auch kälter gewesen sein. Das dachte ich mir jedenfalls, als ich beobachten durfte wie zwei "Wassersportler" im Voll - Neoprenanzug in den See stiegen um ein paar Runden zu schwimmen. Dachte erst die wollen wohl tauchen oder sowas aber keine Sauerstoffflasche, Schnorchel etc. hatten sie dabei.
Ca. 50 - 70m vom Ufer entfernt gab es mehrere schwimmende Plattformen, die jeweils auch so 50 - 70m voneinander entfernt waren. Herrlich sich nach einem kühlen Schwumm sich dort in die Sonne zu legen bis man wieder trocken war. Leider war die Badehose, die ich gezwungenermaßen anhatt nich so schlell trocken und die Kälte in der Körpermitte ist dann unangenehm wenn der Rest warm ist. Warum kann es keine Badebekleidung geben, die diese Nachteile nicht hat?
Es war eher spontan über das verlängerte Wochenende zum Camping an den Lago zu fahren. Es waren noch zwei andere befreundete Familien - und so konnten wir uns die Arbeit bezüglich Grillen, Bier und Fleisch kaufen, Geschirr abspülen immer teilen, was seeehhhr angenehm ist. Die insgesamt fünf Kinder hatten viel Spaß wegen der großen Bewegungsfreiheit auf dem Platz und der gelockerten Regeln bezüglich Schlafenszeit etc. So war es ein entspanntes WE für alle.
Der Camingplatz befand sich direkt am Lago. Wassertemperatur schätze ich auf 12-15°C - ich muss mir mal ein halbwegs brauchbares Thermometer kaufen um es nicht immer auf das subjektive zu beschränken. Es könnte auch kälter gewesen sein. Das dachte ich mir jedenfalls, als ich beobachten durfte wie zwei "Wassersportler" im Voll - Neoprenanzug in den See stiegen um ein paar Runden zu schwimmen. Dachte erst die wollen wohl tauchen oder sowas aber keine Sauerstoffflasche, Schnorchel etc. hatten sie dabei.
Ca. 50 - 70m vom Ufer entfernt gab es mehrere schwimmende Plattformen, die jeweils auch so 50 - 70m voneinander entfernt waren. Herrlich sich nach einem kühlen Schwumm sich dort in die Sonne zu legen bis man wieder trocken war. Leider war die Badehose, die ich gezwungenermaßen anhatt nich so schlell trocken und die Kälte in der Körpermitte ist dann unangenehm wenn der Rest warm ist. Warum kann es keine Badebekleidung geben, die diese Nachteile nicht hat?
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Donnerstag, 5. Juni 2014
83 x gelesen
Kaltes Schmelzwasser
tomelaine, 02:33h
31. Mai 2014
Der kleine Fluss war schön gelegen. Viele Touristen lagen auf den sonnengewärmten Steinen. Es war ein kleiner Bergbach. geschätzte Temperatur 5-8 °C - also so richtig kalt. Erst hat es mächtig weh getan an den Füssen. Man musste eine Weile Suchen bis man mit dem ganzen Körper eintauchen konnte. Die Anderen gingen gar nicht rein. Es gab aber ein paar sehr wagemutige, die von einer Brücke in eine ausreichend tiefe Stelle sprangen. Für mich wäre das nix. Es sind bestimmt 5-7 Meter freier Fall. Das muss ich mir nicht beweisen.
Mit der siebenjärigen E. und dem achtjährigen H. machte ich eine kleine Klettertour bei dem man öfters über kleine Seitenläufe des Bergbaches springen musste. Oder man machte ein zwei Schritte innerhalb des Wassers um auf die andere Seite zu gelangen. Für die Kinder das reinste Abenteuer - auch ich wusste nicht immer gleich wie es weitergeht. Am Schluss gab es keine andere Möglichkeit mehr als ca. 5-8 m durch eine kleine Rückstauung zu schwimmen um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Ich machte die Strecke insgesamt drei Mal, da ich jedes Kind nacheinander auf den Rücken nahm und so ans anderer Ufer schwamm. Am Schluss waren wir alle ziemlich durchgefroren und ließen uns für eine Weile auf den warmen Felsen nieder damit wir schnell wieder Warm wurden. Den Kindern und mir hat es sehr gut gefallen - wurden doch eine Menge innere Barrieren überwunden, die es das nächste Mal schon viel einfacher machen können in kaltes Wasser einzutauchen.
Der kleine Fluss war schön gelegen. Viele Touristen lagen auf den sonnengewärmten Steinen. Es war ein kleiner Bergbach. geschätzte Temperatur 5-8 °C - also so richtig kalt. Erst hat es mächtig weh getan an den Füssen. Man musste eine Weile Suchen bis man mit dem ganzen Körper eintauchen konnte. Die Anderen gingen gar nicht rein. Es gab aber ein paar sehr wagemutige, die von einer Brücke in eine ausreichend tiefe Stelle sprangen. Für mich wäre das nix. Es sind bestimmt 5-7 Meter freier Fall. Das muss ich mir nicht beweisen.
Mit der siebenjärigen E. und dem achtjährigen H. machte ich eine kleine Klettertour bei dem man öfters über kleine Seitenläufe des Bergbaches springen musste. Oder man machte ein zwei Schritte innerhalb des Wassers um auf die andere Seite zu gelangen. Für die Kinder das reinste Abenteuer - auch ich wusste nicht immer gleich wie es weitergeht. Am Schluss gab es keine andere Möglichkeit mehr als ca. 5-8 m durch eine kleine Rückstauung zu schwimmen um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Ich machte die Strecke insgesamt drei Mal, da ich jedes Kind nacheinander auf den Rücken nahm und so ans anderer Ufer schwamm. Am Schluss waren wir alle ziemlich durchgefroren und ließen uns für eine Weile auf den warmen Felsen nieder damit wir schnell wieder Warm wurden. Den Kindern und mir hat es sehr gut gefallen - wurden doch eine Menge innere Barrieren überwunden, die es das nächste Mal schon viel einfacher machen können in kaltes Wasser einzutauchen.
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Dienstag, 13. Mai 2014
81 x gelesen
Dreckiges kaltes Hochwasser
tomelaine, 23:20h
Na - ja, es hatte die Tage zuvor geregnet und der Wasserstand im großen Fluss war ca. 1,5 m höher als bei allen vorherigen Malen.
Die Strömung war entsprechend stark und das Wasser hatte einen etwas bräunlichen - ich würde sagen "dreckigen" Farbton.
Trotzdem habe ich bald eine etwas ruhigere Stelle gefunden und bin zwei Mal rein gesprungen. Da es eher eine spontane Entscheidung war blieb auch keine Zeit noch andere einzuladen. Ich war trotzdem nicht allein - das wäre zu gefährlich gewesen - L. und die dreijährige E. warteten am Ufer. Ich glaubte bei L. eine geringe Bereitschaft oder Neugier geweckt zu haben es doch auch Mal zu probieren. Jedenfalls stand Sie mehrere Minuten mit beiden Beinen bis zum Knie im Wasser.
Die Wassertemperatur war vermutlich so bei 12°C - spielte aber fast keine Rolle. Es war kalt aber nicht sehr....
Nach dem doppelten Bad breitete sich eine große Zufriedenheit in mir aus. Der Schweinehund hat sich anfangs nur ganz schwach gemeldet. Ich hab erst gar nicht darauf geachtet und bin einfach ins Wasser. So muss es sein - erst gar nicht lang überlegen was er sich wieder für Ausreden ausdenkt... Wasser zu dreckig, Strömung zu groß, keine Zeit - war jetzt nicht eingeplant bla bla bla .... Pah einfach rein und gut is.
Eklig wäre es nur, wenn das Wasser so lauwarm wäre, dass man denkt man springt in frischen Dünnschiss... Auch das hatte ich schon erlebt als ich mich in dem großen fernen heißen Land einmal in so einer Brühe versuchte zu waschen. In dem kleinen Städtchen war nämlich (vielleicht wegen der Hitze) die Wasserversorgung ausgefallen und nach etlichen 10 Stunden auf der Ladefläche eines LKW über staubige Landstraßen war mir das auch recht. Da waren hundert Jugendliche und versuchten sauber zu werden - oder zumindest so, dass die gröbste Staubschicht nicht haften bleibt. Das war vielleicht eklig.....
Die Strömung war entsprechend stark und das Wasser hatte einen etwas bräunlichen - ich würde sagen "dreckigen" Farbton.
Trotzdem habe ich bald eine etwas ruhigere Stelle gefunden und bin zwei Mal rein gesprungen. Da es eher eine spontane Entscheidung war blieb auch keine Zeit noch andere einzuladen. Ich war trotzdem nicht allein - das wäre zu gefährlich gewesen - L. und die dreijährige E. warteten am Ufer. Ich glaubte bei L. eine geringe Bereitschaft oder Neugier geweckt zu haben es doch auch Mal zu probieren. Jedenfalls stand Sie mehrere Minuten mit beiden Beinen bis zum Knie im Wasser.
Die Wassertemperatur war vermutlich so bei 12°C - spielte aber fast keine Rolle. Es war kalt aber nicht sehr....
Nach dem doppelten Bad breitete sich eine große Zufriedenheit in mir aus. Der Schweinehund hat sich anfangs nur ganz schwach gemeldet. Ich hab erst gar nicht darauf geachtet und bin einfach ins Wasser. So muss es sein - erst gar nicht lang überlegen was er sich wieder für Ausreden ausdenkt... Wasser zu dreckig, Strömung zu groß, keine Zeit - war jetzt nicht eingeplant bla bla bla .... Pah einfach rein und gut is.
Eklig wäre es nur, wenn das Wasser so lauwarm wäre, dass man denkt man springt in frischen Dünnschiss... Auch das hatte ich schon erlebt als ich mich in dem großen fernen heißen Land einmal in so einer Brühe versuchte zu waschen. In dem kleinen Städtchen war nämlich (vielleicht wegen der Hitze) die Wasserversorgung ausgefallen und nach etlichen 10 Stunden auf der Ladefläche eines LKW über staubige Landstraßen war mir das auch recht. Da waren hundert Jugendliche und versuchten sauber zu werden - oder zumindest so, dass die gröbste Staubschicht nicht haften bleibt. Das war vielleicht eklig.....
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Sonntag, 27. April 2014
81 x gelesen
Am See mit zwei guten Freunden
tomelaine, 23:07h
Es war mir eindeutig zu langweilig bei "Mama" über die Osterfeiertage. Spontan fragte ich in die Runde ob jemand Lust hätte im nahgelegenen Badesee sich zu erfrischen. Wer aber mitkommt muss auch reingehen. Nur gucken zählt nicht. Anscheinend waren mit diesen Regeln alle gleich einverstanden - es ginen nur zwei junge Männer mit....
Es war ein öffentlicher Badeseee, aber die Saison hatte noch nicht begonnen. Das Wetter war sonnig und es ging wenig Wind an diesem späten Sonntag-Nachmittag.
Der See war ein Stausee und noch nicht ganz gefüllt. Es fehlten wohl so ca. 2 m. bis zum normalen Wasserstand.So musste man doch ziemlich weit reinlaufen bis man ganz drin war. Nach dem ersten Abkühlen lagen wir in der Sonne. Jetzt war ich so richtig froh, dass ich gar nichts an hatte. Es gibt nichts schlimmeres als nasse Klamotten die an einem kleben und in der Körpermitte alle "abschnüren".
Wir lagen mindestens 10 Minuten da und unterhielten uns. Dann das zweite Mal. Unsere Körper waren nun schon etwas mehr ausgekühlt aber die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten: Das Blut schoss in die äußeren Hautschichten und es wurde einem so richtig warm. Ich bin einige Meter geschwommen und wollte schon gar nicht mehr raus. Lag es jetzt daran, dass ich schon ein bisschen gewöhhnt bin oder weil das Wasser nicht mehr ganz so kalt war? Egal ich dachte nur daran was ich die letzten Jahre alles so verpasst habe. Es ist eben so, dass man von Klein auf gesagt bekommt, dass es "gefährlich" ist und man davon "krank" werden kann, wenn man sich bei kaltem Wetter nich warm hält und kaltes Wasser meidet. Jetzt kommt es mir so vor als wenn früher den kleinen Jungs Angt vor der Selbstbefriedigung hatten weil ihnen ständig eingeredet wurde, dass das der Wirbelsäule schadet.....
Was ist bloß los mit mir... Ich finde es fast schade dass es jetzt langsam Sommer wird... Zum Glück gibt es ja zuhause die kalte Dusche.... Und es oll ja in den Bergen auch Seen geben die sind das ganze jahr über sehr kalt. Mal schauen was da so geht in diesem Sommer.
Es war ein öffentlicher Badeseee, aber die Saison hatte noch nicht begonnen. Das Wetter war sonnig und es ging wenig Wind an diesem späten Sonntag-Nachmittag.
Der See war ein Stausee und noch nicht ganz gefüllt. Es fehlten wohl so ca. 2 m. bis zum normalen Wasserstand.So musste man doch ziemlich weit reinlaufen bis man ganz drin war. Nach dem ersten Abkühlen lagen wir in der Sonne. Jetzt war ich so richtig froh, dass ich gar nichts an hatte. Es gibt nichts schlimmeres als nasse Klamotten die an einem kleben und in der Körpermitte alle "abschnüren".
Wir lagen mindestens 10 Minuten da und unterhielten uns. Dann das zweite Mal. Unsere Körper waren nun schon etwas mehr ausgekühlt aber die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten: Das Blut schoss in die äußeren Hautschichten und es wurde einem so richtig warm. Ich bin einige Meter geschwommen und wollte schon gar nicht mehr raus. Lag es jetzt daran, dass ich schon ein bisschen gewöhhnt bin oder weil das Wasser nicht mehr ganz so kalt war? Egal ich dachte nur daran was ich die letzten Jahre alles so verpasst habe. Es ist eben so, dass man von Klein auf gesagt bekommt, dass es "gefährlich" ist und man davon "krank" werden kann, wenn man sich bei kaltem Wetter nich warm hält und kaltes Wasser meidet. Jetzt kommt es mir so vor als wenn früher den kleinen Jungs Angt vor der Selbstbefriedigung hatten weil ihnen ständig eingeredet wurde, dass das der Wirbelsäule schadet.....
Was ist bloß los mit mir... Ich finde es fast schade dass es jetzt langsam Sommer wird... Zum Glück gibt es ja zuhause die kalte Dusche.... Und es oll ja in den Bergen auch Seen geben die sind das ganze jahr über sehr kalt. Mal schauen was da so geht in diesem Sommer.
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Mittwoch, 9. April 2014
80 x gelesen
Allein im großen Fluss
tomelaine, 01:38h
Eigentlich hatten wir ausgemacht es wieder zusammen zu tun - dann aber steckte er im Stau. Ich war schon unterwegs als er mir die SMS schickte.
Das Wetter war sehr schön - Wasser zwischen 11 und 12°C.
Ich war auf dem Fahrrad. Schon fast am üblichen Platz angekommen kam mir der Gedanke, vielleicht wo anders hinzufahren. Sogleich sagte ich mir aber, dass diese Idee nur vom Schweinehund sein kann - wenn ich weiter weg fahre muss ich darauf hoffen eine Stelle zu finden, die nicht z steil ist, nicht zu viel Strömung hat, mit dem Fahrrad zu erreichen ist usw. Dabei vergeht Zeit und wenn es dann später wird kann es sein, dass ich gar nicht mehr ins Wasser kann, da ich ja die Zeit zum zurückfahren mitrechnen muss...
Also beschloss ich es an der üblichen Stelle zu machen. Obwohl es schönes Wetter war waren recht wenig Spaziergänger unterwegs. Diesmal war ich ein wenig weiter Flussabwärts wo größere Steine direkt ins Wasser ragen.
Ich setzt mich auf einen stein und zog zunächst nur Hose und Socken aus. Dann einen Fuß bis ungefähr Mitte Unterschenkel ins Wasser. Es war schwer auszuhalten. Die Kälte schmerzte. ich zählte langsam bis 80. Dann den anderen Fuß rein -wieder bis 80. Dann die Füße auf die warmen Steine stellen und spüren wie die Wärme zurückkommt. Beim zweiten Mal dann habe ich es schon viel länger ausgehalten ohne dass der Schmerz zu heftig wurde.
So - jetzt aber rein mit mir. Am Ufer schwammen überall so "Algenbrocken" was das ganze etwas unappetitlich machte. Wenn man diese "Barriere" überwunden hatte war das Wasser aber recht sauber.
Die Kälte drang in mich vor. Ich schwamm ein paar Züge gen die Stömung - ein wunderbares Gefühl. Es war kalt aber irgendwie unwirklich..
Niemand war in der Nähe. Wieder draußen wurde ich auf den warmen Steinen in der Sonne schnell wieder warm.
Dann kam ich auf die Idee ein paar Meter Flussaufwärts zu gehen und mich durch die Strömung nach unten treiben zu lassen. Aber sollte ich das wirklich tun? Was ist, wenn ich doch einen Krampf bekomme und mich nicht mehr im rechten Moment am Ufer festhalten kann. Es gab ja niemanden der mich beobachtete..
Egal - ich bleibe eben immer in Stehtiefe ganz nah am Ufer. Das Barfußlaufen auf dem feinen Kies fiel mir nicht schwer. Nach ca. 50m ging ich ins Wasser und ließ mich treiben - ich unterstützte es noch durch ein paar Schwimmzüge.
Es war toll. So toll, dass ich es noch zwei Mal machen musste. Beim letzten Mal ließ ich mich sogar noch ca. 50-70m weiter nach unten treiben, sodass ich dann wieder hoch zu meinem Rucksack und Handtuch laufen musste. Aber es war ja warm - von Kälte oder Frieren keine Spur.
Das einzig unangenehme war die nasse Badehose. Am Handtuch angekommen musste ich die gleich ausziehen und mich richtig abtrocknen. So saß ich dann noch mindestens 20-30 min in der Abendsonne. Nur das Handtuch über den Beinen. Es hatte fast etwas "Meditatives" - ich kann mit Meditation an sich überhaupt nichts anfangen. Als Jugendlicher in div. Jugendgruppen oder so musste ich da immer lachen - als "Erwachsener" kommt man ja nicht in die Nähe von Meditationsgruppen o. ä. wenn man nicht aktiv sowas sucht - ich glaube ich würde immer noch voll loslachen wenn ich sowas machen machen müsste.
Aber jetzt brauchte ich gar nichts mehr. Kein Handy, kein Buch oder sonstige Ablenkung. Ein super Abschluss für das WE. Hoffentlich kommt nächstes Mal der andere mit. Zu zweit könnte man sich noch viel weiter treiben lassen.
Das Wetter war sehr schön - Wasser zwischen 11 und 12°C.
Ich war auf dem Fahrrad. Schon fast am üblichen Platz angekommen kam mir der Gedanke, vielleicht wo anders hinzufahren. Sogleich sagte ich mir aber, dass diese Idee nur vom Schweinehund sein kann - wenn ich weiter weg fahre muss ich darauf hoffen eine Stelle zu finden, die nicht z steil ist, nicht zu viel Strömung hat, mit dem Fahrrad zu erreichen ist usw. Dabei vergeht Zeit und wenn es dann später wird kann es sein, dass ich gar nicht mehr ins Wasser kann, da ich ja die Zeit zum zurückfahren mitrechnen muss...
Also beschloss ich es an der üblichen Stelle zu machen. Obwohl es schönes Wetter war waren recht wenig Spaziergänger unterwegs. Diesmal war ich ein wenig weiter Flussabwärts wo größere Steine direkt ins Wasser ragen.
Ich setzt mich auf einen stein und zog zunächst nur Hose und Socken aus. Dann einen Fuß bis ungefähr Mitte Unterschenkel ins Wasser. Es war schwer auszuhalten. Die Kälte schmerzte. ich zählte langsam bis 80. Dann den anderen Fuß rein -wieder bis 80. Dann die Füße auf die warmen Steine stellen und spüren wie die Wärme zurückkommt. Beim zweiten Mal dann habe ich es schon viel länger ausgehalten ohne dass der Schmerz zu heftig wurde.
So - jetzt aber rein mit mir. Am Ufer schwammen überall so "Algenbrocken" was das ganze etwas unappetitlich machte. Wenn man diese "Barriere" überwunden hatte war das Wasser aber recht sauber.
Die Kälte drang in mich vor. Ich schwamm ein paar Züge gen die Stömung - ein wunderbares Gefühl. Es war kalt aber irgendwie unwirklich..
Niemand war in der Nähe. Wieder draußen wurde ich auf den warmen Steinen in der Sonne schnell wieder warm.
Dann kam ich auf die Idee ein paar Meter Flussaufwärts zu gehen und mich durch die Strömung nach unten treiben zu lassen. Aber sollte ich das wirklich tun? Was ist, wenn ich doch einen Krampf bekomme und mich nicht mehr im rechten Moment am Ufer festhalten kann. Es gab ja niemanden der mich beobachtete..
Egal - ich bleibe eben immer in Stehtiefe ganz nah am Ufer. Das Barfußlaufen auf dem feinen Kies fiel mir nicht schwer. Nach ca. 50m ging ich ins Wasser und ließ mich treiben - ich unterstützte es noch durch ein paar Schwimmzüge.
Es war toll. So toll, dass ich es noch zwei Mal machen musste. Beim letzten Mal ließ ich mich sogar noch ca. 50-70m weiter nach unten treiben, sodass ich dann wieder hoch zu meinem Rucksack und Handtuch laufen musste. Aber es war ja warm - von Kälte oder Frieren keine Spur.
Das einzig unangenehme war die nasse Badehose. Am Handtuch angekommen musste ich die gleich ausziehen und mich richtig abtrocknen. So saß ich dann noch mindestens 20-30 min in der Abendsonne. Nur das Handtuch über den Beinen. Es hatte fast etwas "Meditatives" - ich kann mit Meditation an sich überhaupt nichts anfangen. Als Jugendlicher in div. Jugendgruppen oder so musste ich da immer lachen - als "Erwachsener" kommt man ja nicht in die Nähe von Meditationsgruppen o. ä. wenn man nicht aktiv sowas sucht - ich glaube ich würde immer noch voll loslachen wenn ich sowas machen machen müsste.
Aber jetzt brauchte ich gar nichts mehr. Kein Handy, kein Buch oder sonstige Ablenkung. Ein super Abschluss für das WE. Hoffentlich kommt nächstes Mal der andere mit. Zu zweit könnte man sich noch viel weiter treiben lassen.
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Dienstag, 25. März 2014
102 x gelesen
Hotel - Spa mit Abkühlung im großen See
tomelaine, 00:07h
Es war eine von diesen Fortbildungen in einem total überteuerten Hotel am See mit eigener Saunalandschaft. Die Saunalandchsafft umfasste mehrere Saunen, Dampfbad, Wirlpools im Innen und Aussenbereich. Vor allem gab es im Außenbereich einen Steg in den See. Am Ende eine steile Treppe hinunter ins kalte Nass.
Ich konnte es kaum erwarten bis das Vortragsprogramm vorbei war. Auch den ersten Saunagang war ich so unruhig, weil ich endlich in den See steigen musste.
Das Wasser ging bis zu den Oberschenkeln. Der Grund war steinig aber nicht unangenehm. Das Wasser sehr kalt wie erwartet. Nach einer Minute wieder hochsteigen. Es war mir etwas kalt an den Füßen - knapp an der Schmerzgrenze.
Hinein in den heißen Whirlpool im Freien. Das Blut schoss förmlich wieder bis in die äußeren Hautschichten vor. Sehr angenehm. Ich machte es noch insgesamt vier mal so.
Obwohl der Saunabereich nicht leer war hat es mir niemand gleich getan. Es gab auch noch einen kleinen Innenpool mit diversen Massagedüsen. Wasser eher so mittelkalt. Interessant, dass den alle in Klamotten nutzten ausser mir. Ich fand das irgendwie grenzdebil, wenn man sich erst sowieso in der Sauna ohne alles sieht und dann nebenan im Pool wieder ein paar wenige Quadratzentimeter zudecken soll. Es hat auch niemand etwas negatives gesagt oder sich beschwert...
Warum ist es hier so, dass man sich in der Sauna grundsätzlich auszieht, im Schwimmbad aber nicht. Kann es ehrlich nicht kapieren. Es soll aus "hygienischen" Gründen in der Sauna keine (Bade-) Bekleidung getragen werden. Ja ist denn die Hygiene im Pool nicht so wichtig oder was?
Warum kann nicht jeder überall so wie er mag? Wäre das möglich würde ich vermutlich öfters ohne alles (Eis-) Baden. Hihi - vermutlich würde ich mich dann fragen ob die Leute so langsam gucken weil das Wasser so kalt ist oder weil "da einer blank zieht"....
Ich werde es wohl nie erfahren.
Ich konnte es kaum erwarten bis das Vortragsprogramm vorbei war. Auch den ersten Saunagang war ich so unruhig, weil ich endlich in den See steigen musste.
Das Wasser ging bis zu den Oberschenkeln. Der Grund war steinig aber nicht unangenehm. Das Wasser sehr kalt wie erwartet. Nach einer Minute wieder hochsteigen. Es war mir etwas kalt an den Füßen - knapp an der Schmerzgrenze.
Hinein in den heißen Whirlpool im Freien. Das Blut schoss förmlich wieder bis in die äußeren Hautschichten vor. Sehr angenehm. Ich machte es noch insgesamt vier mal so.
Obwohl der Saunabereich nicht leer war hat es mir niemand gleich getan. Es gab auch noch einen kleinen Innenpool mit diversen Massagedüsen. Wasser eher so mittelkalt. Interessant, dass den alle in Klamotten nutzten ausser mir. Ich fand das irgendwie grenzdebil, wenn man sich erst sowieso in der Sauna ohne alles sieht und dann nebenan im Pool wieder ein paar wenige Quadratzentimeter zudecken soll. Es hat auch niemand etwas negatives gesagt oder sich beschwert...
Warum ist es hier so, dass man sich in der Sauna grundsätzlich auszieht, im Schwimmbad aber nicht. Kann es ehrlich nicht kapieren. Es soll aus "hygienischen" Gründen in der Sauna keine (Bade-) Bekleidung getragen werden. Ja ist denn die Hygiene im Pool nicht so wichtig oder was?
Warum kann nicht jeder überall so wie er mag? Wäre das möglich würde ich vermutlich öfters ohne alles (Eis-) Baden. Hihi - vermutlich würde ich mich dann fragen ob die Leute so langsam gucken weil das Wasser so kalt ist oder weil "da einer blank zieht"....
Ich werde es wohl nie erfahren.
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105 x gelesen
Vereinsschwimmen ausgefallen
tomelaine, 23:54h
Wieder haben wir uns die ganze Woche darauf gefreut. Er vermutlich fast noch mehr als ich....
Am Sonntag war es dann wettertechnisch recht unfreundlich. Es sah nach Regen aus. Nachmittags dann mit den Kids auf dem Spielplatz. Als sich dann immer mehr Wolken zusammenzogen und auch schon leichter Regen begann habe ich ihn angerufen und gesagt, dass ich lieber wieder nach Hause fahre..
Kaum Zuhause klarte das Wetter wieder auf. Der Wind wurde wieder stärker und versuchte die Wolken zu vertreiben. Sogar die Sonne vermeldete schüchtern ihre Existenz hinter der dünner werdenden Wolkendecke....
Jetzt war es zu spät die abgebrochenen Pläne nochmals zu ändern. Ich ärgerte mich sehr, dass ich den kleinsten Anlass dazu her nahm ES diesmal nicht zu tun. Der Schweinehund ist ein schlauer Geselle. Erst als es zu spät war durchschaute ich sein hinterhältiges Spiel. In Wahrheit bin ich deshalb immer noch frustriert, kann sein gemeines Lachen immer noch hören.
Ich nehme mir vor das nächste Mal bestimmt nicht darauf herein zu fallen. Aber gibt es diese Saison überhaupt noch ein nächstes Mal? Nächsten Sonntag bin ich von vorne herein schon anderweitig verplant. Dann beginnt die Sommerzeit - also das offizielle Ende der Winterbadesaison.
Ich spüre schon wieder das hündische Lachen hinter mir - oder ist es viel mehr in mir? Was bin ich doch für ein Weichei.
Mein Partner nahm es eher gelassen - zumindest vordergründig. In Wahrheit war er doch eher enttäuscht. Bisher war ich immer der treibende Motor für das nächste Schwimmen. In den bisherigen Treffen hat er noch keine neuen Mitglieder oder Interessenten mitgebracht. Ich habe immer Leute gebracht, wenn er nicht da sein konnte. Somit hat er die anderen auch noch gar nicht gesehen. Es braucht wohl noch etwas Geduld was die Ausweitung des Vereins angeht. Geduld brauche ich vielleicht auch noch vor allem mit mir selber. Wird schon noch werden. Auf Einmal ist das Grinsen vom Schweinehund nicht mehr so hämisch - er weiß dass es mir ernst ist mit dem kalten Spaß. Er weiß auch dass er verlieren wird.
Am Sonntag war es dann wettertechnisch recht unfreundlich. Es sah nach Regen aus. Nachmittags dann mit den Kids auf dem Spielplatz. Als sich dann immer mehr Wolken zusammenzogen und auch schon leichter Regen begann habe ich ihn angerufen und gesagt, dass ich lieber wieder nach Hause fahre..
Kaum Zuhause klarte das Wetter wieder auf. Der Wind wurde wieder stärker und versuchte die Wolken zu vertreiben. Sogar die Sonne vermeldete schüchtern ihre Existenz hinter der dünner werdenden Wolkendecke....
Jetzt war es zu spät die abgebrochenen Pläne nochmals zu ändern. Ich ärgerte mich sehr, dass ich den kleinsten Anlass dazu her nahm ES diesmal nicht zu tun. Der Schweinehund ist ein schlauer Geselle. Erst als es zu spät war durchschaute ich sein hinterhältiges Spiel. In Wahrheit bin ich deshalb immer noch frustriert, kann sein gemeines Lachen immer noch hören.
Ich nehme mir vor das nächste Mal bestimmt nicht darauf herein zu fallen. Aber gibt es diese Saison überhaupt noch ein nächstes Mal? Nächsten Sonntag bin ich von vorne herein schon anderweitig verplant. Dann beginnt die Sommerzeit - also das offizielle Ende der Winterbadesaison.
Ich spüre schon wieder das hündische Lachen hinter mir - oder ist es viel mehr in mir? Was bin ich doch für ein Weichei.
Mein Partner nahm es eher gelassen - zumindest vordergründig. In Wahrheit war er doch eher enttäuscht. Bisher war ich immer der treibende Motor für das nächste Schwimmen. In den bisherigen Treffen hat er noch keine neuen Mitglieder oder Interessenten mitgebracht. Ich habe immer Leute gebracht, wenn er nicht da sein konnte. Somit hat er die anderen auch noch gar nicht gesehen. Es braucht wohl noch etwas Geduld was die Ausweitung des Vereins angeht. Geduld brauche ich vielleicht auch noch vor allem mit mir selber. Wird schon noch werden. Auf Einmal ist das Grinsen vom Schweinehund nicht mehr so hämisch - er weiß dass es mir ernst ist mit dem kalten Spaß. Er weiß auch dass er verlieren wird.
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Mittwoch, 19. März 2014
102 x gelesen
Vereinsschwimmen in der Ursprungsbesetzung
tomelaine, 18:42h
Es war schon fast wie Routine sich zu treffen, Klamotten abstreifen, reingehen, wohlfühlen.
Das Wetter und das Wasser wird zusehends wärmer. Wir merkten, dass das schon kein Winter mehr ist, obwohl der Frühlingsanfang erst in einer Woche stattfindet. Die "Wintersaison" ist fast vorbei. Wir beschließen, für unseren Verein den Saisonbeginn und das Ende:
Saisonbeginn: Zeitumstellung von Sommerzeit auf Normalzeit
Saisonende: Zeitumstellung von Normalzeit auf Sommerzeit.
Somit bleibt noch zwei Mal reguläres Vereinsschwimmen vor Saisonende übrig. Ich werde davon nur einmal teilnehmen. Beim letzten Mal werde ich wegen einer Veranstaltung nicht teilnehmen können.
Obwohl es wie oben erwähnt schon eine Routine war ist das gute Gefühl hinterher genau so gut wie beim ersten Mal. Es gibt auch keinen Grund, warum das nicht so sein sollte. Irgend wie ist ES eine Extremsportart. Im Unterschied zu anderen Extremsportarten hat das Eintauchen in kaltes Wasser noch ein paar mehr Extreme:
Extrem einfach - es findet sich fast immer ein Gewässer in der Nähe in das man einfach reinspringen kann.
Extrem kostengünstig - es braucht keine besondere Ausrüstung, Vorbereitungstraining, Organisation, Gerät etc. Handtuch genügt.
Extrem spontan - einfach machen - was kann schon passieren?
Extrem interessant - man kann davon erzählen und erntet ungläubige Blicke und dann eher bewundernde Äußerungen. Ich frage mich dabei, warum es die Leute nicht auch selber ausprobieren wollen.
Extrem entspannend - "normaler" Sport ist mir schon immer zu anstrengend gewesen. Ich kann es eben nicht nachvollziehen, wie sich jemand beim Joggen o. ä. entspannen kann und "den Kopf frei" bekommt. Wenn ich so was mache, dann muss ich mich sehr auf richtige Atemtechnik konzentrieren, oder darauf, dass ich nicht stolpere und mir die Bänder dehne oder zu viel schwitze, sodass ich wenn ich anhalte mir gleich eine Erkältung einfange.....
Nach dem Kaltbaden fühle ich mich leicht und unbeschwert. Der Stress der letzten Arbeitswoche ist wie "abgewaschen".
Extrem befriedigend - man hat den inneren Schweinehund besiegt und dabei auch was für die Abhärtung getan. Gesund ist das Ganze also auch noch....
Das Wetter und das Wasser wird zusehends wärmer. Wir merkten, dass das schon kein Winter mehr ist, obwohl der Frühlingsanfang erst in einer Woche stattfindet. Die "Wintersaison" ist fast vorbei. Wir beschließen, für unseren Verein den Saisonbeginn und das Ende:
Saisonbeginn: Zeitumstellung von Sommerzeit auf Normalzeit
Saisonende: Zeitumstellung von Normalzeit auf Sommerzeit.
Somit bleibt noch zwei Mal reguläres Vereinsschwimmen vor Saisonende übrig. Ich werde davon nur einmal teilnehmen. Beim letzten Mal werde ich wegen einer Veranstaltung nicht teilnehmen können.
Obwohl es wie oben erwähnt schon eine Routine war ist das gute Gefühl hinterher genau so gut wie beim ersten Mal. Es gibt auch keinen Grund, warum das nicht so sein sollte. Irgend wie ist ES eine Extremsportart. Im Unterschied zu anderen Extremsportarten hat das Eintauchen in kaltes Wasser noch ein paar mehr Extreme:
Extrem einfach - es findet sich fast immer ein Gewässer in der Nähe in das man einfach reinspringen kann.
Extrem kostengünstig - es braucht keine besondere Ausrüstung, Vorbereitungstraining, Organisation, Gerät etc. Handtuch genügt.
Extrem spontan - einfach machen - was kann schon passieren?
Extrem interessant - man kann davon erzählen und erntet ungläubige Blicke und dann eher bewundernde Äußerungen. Ich frage mich dabei, warum es die Leute nicht auch selber ausprobieren wollen.
Extrem entspannend - "normaler" Sport ist mir schon immer zu anstrengend gewesen. Ich kann es eben nicht nachvollziehen, wie sich jemand beim Joggen o. ä. entspannen kann und "den Kopf frei" bekommt. Wenn ich so was mache, dann muss ich mich sehr auf richtige Atemtechnik konzentrieren, oder darauf, dass ich nicht stolpere und mir die Bänder dehne oder zu viel schwitze, sodass ich wenn ich anhalte mir gleich eine Erkältung einfange.....
Nach dem Kaltbaden fühle ich mich leicht und unbeschwert. Der Stress der letzten Arbeitswoche ist wie "abgewaschen".
Extrem befriedigend - man hat den inneren Schweinehund besiegt und dabei auch was für die Abhärtung getan. Gesund ist das Ganze also auch noch....
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