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Donnerstag, 13. März 2014
104 x gelesen
Wieder jemand andres dabei
tomelaine, 18:49h
Das neue Mitglied vom letzten Mal hat sich entschuldigt:"diesmal geht es wirklich nicht aber nächste Woche....."
"OK - Schaun wir halt nächste Woche..."
Vom anderen Gründungsmitlglied wusste ich ja schon, dass es verreist war und somit auch nicht kommen kann.
Ich hatte schon Bedenken, dass das regelmäßige Vereinsschwimmen diesmal ausfallen muss, da ich allein war. Zum Glück bekam ich am Wochenende Besuch und als ich vom neuen Verein erzählte war er sofort neugierig. Also haben wir ES getan. Gleiche Stelle - aber diesmal eine Stunde später, da es vorher eben nicht möglich war.
Die Sonne war wegen der späten Stunde sehr tief und nicht mehr zu sehen. Es war also kälter als letztes Mal, obwohl das Wetter insgesamt immer schöner wird. Der Frühling ist dieses Jahr extrem früh dran im Jahr. Das Schwimmen ist von anfangs "Kaltschwimmen" jetzt schon fast ein "Lauschwimmen". Die Lufttemperatur war höher als das letzte Mal und auch der Wind nicht so stark.
Wassertemperatur war über 7°C - also doch noch recht kalt. Kommt eben auch den Standpunkt des Betrachters an was 'kalt', 'lau' oder eben 'warm' ist.
Ich war sehr froh, dass ES also doch noch stattfinden konnte.
Klamotten schnell ausgezogen und rein ins kühle Nass. Ich habe ab Montag eine Woche Urlaub vor mir und durch den Sprung ins Wasser begann der Urlaub so richtig. Arbeitsärger der letzten Wochen wurde durch den kalten Fluss einfach davon getrieben. Mein Besuch ging auch beherzt rein. Wie er sagte hat er das noch nie gemacht aber einmal zugesagt wird nicht mehr gekniffen... Er tauchte sogar einmal mit dem Kopf unter. Das habe ich bisher noch nie gemacht - ist aber sicher eine Idee für noch mehr Abhärtung - Schaun wir halt nächstes Mal....
Ich ging wieder ein zweites Mal rein während er sich am Ufer abtrocknete. Das zweite Mal blieb ich länger als alle anderen Male. Ich machte sogar ein paar Schwimmbewegungen. Unangenehm kalt wurde es nur an den Fingern. Da ich aber schon das Gefühl kannte nahm ich darauf keine Rücksicht.
Mein Besuch bedankte sich für die schöner Erfahrung - dauerhaft oder regelmäßig will er das aber nicht haben. Da er nicht in der Nähe wohnt ist es wohl kein neues Vereinsmitglied - aber wir vereinbaren, dass jedes Mal wenn er mich besucht wir auch baden gehen - egal welche Temperaturen.
"OK - Schaun wir halt nächste Woche..."
Vom anderen Gründungsmitlglied wusste ich ja schon, dass es verreist war und somit auch nicht kommen kann.
Ich hatte schon Bedenken, dass das regelmäßige Vereinsschwimmen diesmal ausfallen muss, da ich allein war. Zum Glück bekam ich am Wochenende Besuch und als ich vom neuen Verein erzählte war er sofort neugierig. Also haben wir ES getan. Gleiche Stelle - aber diesmal eine Stunde später, da es vorher eben nicht möglich war.
Die Sonne war wegen der späten Stunde sehr tief und nicht mehr zu sehen. Es war also kälter als letztes Mal, obwohl das Wetter insgesamt immer schöner wird. Der Frühling ist dieses Jahr extrem früh dran im Jahr. Das Schwimmen ist von anfangs "Kaltschwimmen" jetzt schon fast ein "Lauschwimmen". Die Lufttemperatur war höher als das letzte Mal und auch der Wind nicht so stark.
Wassertemperatur war über 7°C - also doch noch recht kalt. Kommt eben auch den Standpunkt des Betrachters an was 'kalt', 'lau' oder eben 'warm' ist.
Ich war sehr froh, dass ES also doch noch stattfinden konnte.
Klamotten schnell ausgezogen und rein ins kühle Nass. Ich habe ab Montag eine Woche Urlaub vor mir und durch den Sprung ins Wasser begann der Urlaub so richtig. Arbeitsärger der letzten Wochen wurde durch den kalten Fluss einfach davon getrieben. Mein Besuch ging auch beherzt rein. Wie er sagte hat er das noch nie gemacht aber einmal zugesagt wird nicht mehr gekniffen... Er tauchte sogar einmal mit dem Kopf unter. Das habe ich bisher noch nie gemacht - ist aber sicher eine Idee für noch mehr Abhärtung - Schaun wir halt nächstes Mal....
Ich ging wieder ein zweites Mal rein während er sich am Ufer abtrocknete. Das zweite Mal blieb ich länger als alle anderen Male. Ich machte sogar ein paar Schwimmbewegungen. Unangenehm kalt wurde es nur an den Fingern. Da ich aber schon das Gefühl kannte nahm ich darauf keine Rücksicht.
Mein Besuch bedankte sich für die schöner Erfahrung - dauerhaft oder regelmäßig will er das aber nicht haben. Da er nicht in der Nähe wohnt ist es wohl kein neues Vereinsmitglied - aber wir vereinbaren, dass jedes Mal wenn er mich besucht wir auch baden gehen - egal welche Temperaturen.
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Montag, 3. März 2014
91 x gelesen
Neues Vereinsmitglied
tomelaine, 00:53h
Gleiche Zeit einen Sonntag später.
Das andere Gründungsmitglied war verreist - ich hatte mich aber mit jemand anderes verabredet. Sie hatte es noch nie gemacht und es entstand auch wieder nach ein paar Schlucken....
Bis zuletzt glaubte ich nicht daran - dachte, dass sie nur kneift und sich nur am Ufer über mich lustig machen will.
Aber es kam ganz anders. Sie war zuerst am Treffpunkt, sie zog zuerst die Klamotten aus, war fast zuerst im Wasser.
Es war gefühlt kälter als das letzte Mal. Es kostete Überwindung ganz rein zu gehen. Ja - es war auch ihr sehr kalt. Trotzdem ging auch sie ein zweites Mal rein.
"Hinterher fühlt man sich so leicht"
"Ja das finde ich auch. Man ist auch so richtig 'aufgewacht'"
Vielleicht nächsten Sonntag wieder...
Vielleicht werden es da noch mehr die es wagen wollen.
Das andere Gründungsmitglied war verreist - ich hatte mich aber mit jemand anderes verabredet. Sie hatte es noch nie gemacht und es entstand auch wieder nach ein paar Schlucken....
Bis zuletzt glaubte ich nicht daran - dachte, dass sie nur kneift und sich nur am Ufer über mich lustig machen will.
Aber es kam ganz anders. Sie war zuerst am Treffpunkt, sie zog zuerst die Klamotten aus, war fast zuerst im Wasser.
Es war gefühlt kälter als das letzte Mal. Es kostete Überwindung ganz rein zu gehen. Ja - es war auch ihr sehr kalt. Trotzdem ging auch sie ein zweites Mal rein.
"Hinterher fühlt man sich so leicht"
"Ja das finde ich auch. Man ist auch so richtig 'aufgewacht'"
Vielleicht nächsten Sonntag wieder...
Vielleicht werden es da noch mehr die es wagen wollen.
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104 x gelesen
Vereinsschwimmen
tomelaine, 22:46h
Die Woche über schrieben wir uns schon diverse SMS aus Vorfreude auf das nächste Mal. Wir trafen uns dann an einer anderen Stelle etwas Flussaufwärts. Hier war der Zugang etwas steiler, dafür gab es Stellen mit wenig oder gar keiner Strömung. Der Untergrund hatte nicht so große un spitze Steine - kurz - Ideale Bedingungen für den Vereinsschwimmplatz.
Wetter: Die Sonne war zwar da aber versteckte sich immer schnell hinter den Wolken wenn Sie gerade angefangen hatte zu wärmen. Der Wind war nicht stark aber es fühlte sich eisig an. Gefühlte Lufttemperatur etwa 5-8 °C.
Wasser: ca. 7 °C.
Wir gingen diesmal schneller rein als das erste Mal. Kein großes Palaver vorher oder nachher - Klamotten runter und rein.
Obwohl wir wussten was uns erwartet war der Respekt vor der Kälte ein bisschen größer als beim ersten Mal. Wir machten es wieder zweimal mit kurzer Pause von etwa 30-40s dazwischen. Irgendwie muss das sein um am Ufer neuen Mut zu schöpfen und dann um so entschlossener die Kälteerfahrung zu machen.
So wie es aussieht ist es nächsten Sonntag schwierig, da das andere Vereinsmitglied verreist und somit nicht da ist. Auch die Woche danach ist er noch nicht zurück...
Wenn der Verein also bis in acht Tagen keine neuen Mitglieder bekommt stehe ich allein da. Ob ich es dann mache weiß ich nicht. Eher nicht, da es allein vielleicht zu gefährlich ist. Habe zu wenig Selbstsicherheit um es allein zu wagen. Nur ich mit meinem Schweinehund allein verliere ich....noch.
Wieder draußen schnell abtrocknen und ein T-Shirt überstreifen. Herrlich wie der zuvor eisige Wind sich jetzt anfühlt wie eine laue Brise an einem Sommerstrand. Es prickelt schön wenn das Blut in die äußere Hautschichten einschießt.
Jetzt die nasse Badehose runter und mit dem Handtuch untenrum abtrocknen. Gerade als ich die trockene Unterhose anhatte kommen Spaziergänger in die Nähe.
"Sie habe tatsächlich gerade gebadet - ist das nicht zu kalt?"
"Kalt aber nicht zu kalt."
"Soll ja auch noch gesund sein."
"Kann schon sein - wollen Sie es nicht auch Mal versuchen?
"Oh nein neeeeeiiiin!"
"Nächsten Sonntag wieder um die gleiche Zeit - Sie können es ja nochmal überlegen."
"Oh nein - vielen Dank."
Ich schätze das Muttchen so auf mindestens Ende 50. Wahrscheinlich hat sie noch nie im Leben so etwas gemacht. Werde nächsten Sonntag auf jeden Fall da sein - wer weiß, vielleicht erzählt sie es ja jemandem der nicht so abgeneigt ist...
Werde die Woche auch noch diverse SMS an Leute schreiben von denen ich annehme, dass Sie ES vielleicht ausprobieren wollen.
Wetter: Die Sonne war zwar da aber versteckte sich immer schnell hinter den Wolken wenn Sie gerade angefangen hatte zu wärmen. Der Wind war nicht stark aber es fühlte sich eisig an. Gefühlte Lufttemperatur etwa 5-8 °C.
Wasser: ca. 7 °C.
Wir gingen diesmal schneller rein als das erste Mal. Kein großes Palaver vorher oder nachher - Klamotten runter und rein.
Obwohl wir wussten was uns erwartet war der Respekt vor der Kälte ein bisschen größer als beim ersten Mal. Wir machten es wieder zweimal mit kurzer Pause von etwa 30-40s dazwischen. Irgendwie muss das sein um am Ufer neuen Mut zu schöpfen und dann um so entschlossener die Kälteerfahrung zu machen.
So wie es aussieht ist es nächsten Sonntag schwierig, da das andere Vereinsmitglied verreist und somit nicht da ist. Auch die Woche danach ist er noch nicht zurück...
Wenn der Verein also bis in acht Tagen keine neuen Mitglieder bekommt stehe ich allein da. Ob ich es dann mache weiß ich nicht. Eher nicht, da es allein vielleicht zu gefährlich ist. Habe zu wenig Selbstsicherheit um es allein zu wagen. Nur ich mit meinem Schweinehund allein verliere ich....noch.
Wieder draußen schnell abtrocknen und ein T-Shirt überstreifen. Herrlich wie der zuvor eisige Wind sich jetzt anfühlt wie eine laue Brise an einem Sommerstrand. Es prickelt schön wenn das Blut in die äußere Hautschichten einschießt.
Jetzt die nasse Badehose runter und mit dem Handtuch untenrum abtrocknen. Gerade als ich die trockene Unterhose anhatte kommen Spaziergänger in die Nähe.
"Sie habe tatsächlich gerade gebadet - ist das nicht zu kalt?"
"Kalt aber nicht zu kalt."
"Soll ja auch noch gesund sein."
"Kann schon sein - wollen Sie es nicht auch Mal versuchen?
"Oh nein neeeeeiiiin!"
"Nächsten Sonntag wieder um die gleiche Zeit - Sie können es ja nochmal überlegen."
"Oh nein - vielen Dank."
Ich schätze das Muttchen so auf mindestens Ende 50. Wahrscheinlich hat sie noch nie im Leben so etwas gemacht. Werde nächsten Sonntag auf jeden Fall da sein - wer weiß, vielleicht erzählt sie es ja jemandem der nicht so abgeneigt ist...
Werde die Woche auch noch diverse SMS an Leute schreiben von denen ich annehme, dass Sie ES vielleicht ausprobieren wollen.
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Dienstag, 18. Februar 2014
108 x gelesen
Bergbach mit Wasserfall
tomelaine, 00:39h
Zum ersten Mal veranstalteten wir ein Familientreffen auf einer Berghütte im Allgäu. Es war meine Idee. Mein Vater war vor knapp einem Jahr gestorben und das ganze Erleben der Situation ließ uns Geschwister noch viel mehr zusammenhalten als wir es eh schon tun.
Es gab auf der Hütte keine Duschen und keinen Strom. Abends konnte man einen Generator für das Licht anmachen. Ansonsten komplette Selbstversorger - Hütte. Alle bringen etwas mit und es fehlte an gar nichts - Außer vielleicht an einer Gelegenheit zum Duschen....
Im Vorfeld erzählte ich meiner Schwester, dass es ca. eine Gehstunde entfernt einen Wasserfall mit Gelegenheit zum Baden gäbe. Allerdings ist das Wasser - es war ja noch Fühjahr - in den Bergen noch recht kalt sei. Sie hat am Telefon kräftig gelacht und meinte nur so: "Da wo Du reinspringst springe ich auch rein." Jetzt war es an mir kräftig zu lachen denn Sie wusste damals noch nicht, dass ich mit meinem Kaltwassertraining bereits begonnen hatte. Meine Vorfreude auf den "Badetag in den Bergen" war geweckt und ich konnte es kaum noch erwarten.
Außer meiner Schwester ging noch die ältere Schwester und mein älterer Bruder mit. Alle jeweils mit Ehefrau/Ehemann und auch meine Mutter, meine Frau und unsere Kinder. Wir waren also eine lustige Gruppe von 10 Leuten. Es regnete leicht, hörte aber dann bald auf. Das letzte Stück ging es steil bergab und es war sehr steinig. Unten am Wasserfall angekommen gab es einen kleinen See. Auch andere Wanderer waren da und machten Picknick etc. Niemand jedoch war im Wasser oder dachte auch nur entfernt daran in das sehr Kalte Wasser zu springen.
Weiter hinten - nicht vom normalen "Durchgangswanderverkehr" einsehbar - ein bisschen Klettern über große Steine war notwendig - war es dann soweit. Ich zog mich aus und ging langsam ins Wasser. Am Anfang war es so kalt, dass es an den Füßen recht weh tat. Nach kurzem Zögern ging ich ganz rein. Meine Schwester, die mit an die etwas entlegene Stelle geklettert war stand am Ufer und schaute etwas ungläubig. Nach etwa einer Minute war ich wieder draußen.
Kein Kältegefühl mehr - ich saß da - in ein Handtuch gehüllt - und unterhielt mich:
"Willst Du nicht doch rein?"
__"Nein, ich war schon mit den Füßen drin und es hat sehr weh getan. Ich kann es mir nicht vorstellen."
"Meine Füße taten auch weh am Anfang aber das geht vorbei sobald Du weiter rein gehst."
__"Außerdem habe ich keinen Bikini dabei"
"Ich auch nicht, so habe ich nachher keine Probleme mit nassen Klamotten und hole mir so keine Blasenentzündung."
Ich ging dann nochmals rein - diesmal länger als das erste Mal. Auch alle anderen sahen dann mal vorbei. Es wurden auch Fotos geschossen. Es war gerade so, als ob all diese sog. Erwachsenen Leute noch nie einen nackten Mann gesehen hätten......
Es gab auf der Hütte keine Duschen und keinen Strom. Abends konnte man einen Generator für das Licht anmachen. Ansonsten komplette Selbstversorger - Hütte. Alle bringen etwas mit und es fehlte an gar nichts - Außer vielleicht an einer Gelegenheit zum Duschen....
Im Vorfeld erzählte ich meiner Schwester, dass es ca. eine Gehstunde entfernt einen Wasserfall mit Gelegenheit zum Baden gäbe. Allerdings ist das Wasser - es war ja noch Fühjahr - in den Bergen noch recht kalt sei. Sie hat am Telefon kräftig gelacht und meinte nur so: "Da wo Du reinspringst springe ich auch rein." Jetzt war es an mir kräftig zu lachen denn Sie wusste damals noch nicht, dass ich mit meinem Kaltwassertraining bereits begonnen hatte. Meine Vorfreude auf den "Badetag in den Bergen" war geweckt und ich konnte es kaum noch erwarten.
Außer meiner Schwester ging noch die ältere Schwester und mein älterer Bruder mit. Alle jeweils mit Ehefrau/Ehemann und auch meine Mutter, meine Frau und unsere Kinder. Wir waren also eine lustige Gruppe von 10 Leuten. Es regnete leicht, hörte aber dann bald auf. Das letzte Stück ging es steil bergab und es war sehr steinig. Unten am Wasserfall angekommen gab es einen kleinen See. Auch andere Wanderer waren da und machten Picknick etc. Niemand jedoch war im Wasser oder dachte auch nur entfernt daran in das sehr Kalte Wasser zu springen.
Weiter hinten - nicht vom normalen "Durchgangswanderverkehr" einsehbar - ein bisschen Klettern über große Steine war notwendig - war es dann soweit. Ich zog mich aus und ging langsam ins Wasser. Am Anfang war es so kalt, dass es an den Füßen recht weh tat. Nach kurzem Zögern ging ich ganz rein. Meine Schwester, die mit an die etwas entlegene Stelle geklettert war stand am Ufer und schaute etwas ungläubig. Nach etwa einer Minute war ich wieder draußen.
Kein Kältegefühl mehr - ich saß da - in ein Handtuch gehüllt - und unterhielt mich:
"Willst Du nicht doch rein?"
__"Nein, ich war schon mit den Füßen drin und es hat sehr weh getan. Ich kann es mir nicht vorstellen."
"Meine Füße taten auch weh am Anfang aber das geht vorbei sobald Du weiter rein gehst."
__"Außerdem habe ich keinen Bikini dabei"
"Ich auch nicht, so habe ich nachher keine Probleme mit nassen Klamotten und hole mir so keine Blasenentzündung."
Ich ging dann nochmals rein - diesmal länger als das erste Mal. Auch alle anderen sahen dann mal vorbei. Es wurden auch Fotos geschossen. Es war gerade so, als ob all diese sog. Erwachsenen Leute noch nie einen nackten Mann gesehen hätten......
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Sonntag, 16. Februar 2014
95 x gelesen
Vereinsgründung im Fluss
tomelaine, 21:15h
Es war wieder Mal eine mehr oder weniger spontane Idee. Schon öfters hatten wir davon gesprochen aber so weit noch nie durchgezogen. Vereinbart hatten wir es am Abend zuvor nach einigen Schlucken..... Treffen wir uns einfach am Sonntag so zwischen halb fünf und fünf am Ufer des großen Flusses und nehmen ein Bad... Einzige Ausnahme: Wenn es regnet machen wir ES nicht.
Und so kam es auch. Ich hatte mein Handtuch vergessen - aber das war mit dann auch egal. Außentemperatur gefühlte 10°C - fast kein Wind. Wassertemperatur zwischen 6 und 7°C (nachher im Internet nachgeschaut).
Es waren auch noch andere Spaziergänger, Angler, Gassigeher etc. in der Nähe. Es gab aber keinerlei Reaktion als wir zwei anfingen die Klamotten abzulegen und dann zügig ins Wasser zu steigen... Der Flussboden war steinig und es gab auch große Steine an denen man sich die Fuße anstoßen könnte wenn man nicht aufpasst. Gespürt hätte ich davon nicht viel, da sich das Nass von Anfang an ziemlich kalt anfühlte. Nachdem ich bis zu den Knien drin war gab es kein Zurück. Es kam so ein Taubheitsgefühl und eine Empfindung von absoluter Kälte. Damit man bis zum Hals drin war mussten ca. 5 m zurückgelegt werden. Die Strömung war kräftig spürbar trotz Niedrigwasser. Jetzt aber schnell wieder raus und abtrocknen.
Sobald wir draußen waren gab es kein Gefühl von Kälte mehr. Stolz sahen wir uns an. Der Verein war gegründet.
Beide fassten wir gleichzeitig den Beschluss jetzt sofort nochmal reinzugehen. Diesmal etwas langsamer, eine Idee länger drin bleiben - es war arschkalt - und doch ein sehr intensives tiefgehendes Gefühl. Der Schweinehund war besiegt. Kleinlaut winselte er noch in meinem Inneren - so als wollte er sagen: "Ja, Du hast es geschafft, aber beim nächsten Mal werde ich wieder kämpfen. Ich werde Dich unzählige Ausreden und falsche Entschuldigungen einfallen lassen warum Du ES jetzt gerade nicht machen willst!" Aber ich weiß, das sind jetzt nur leere Drohungen. Ich werde es immer wieder schaffen Dich zu besiegen, werde in immer kältere Wässer steigen und immer länger dort verbleiben.
Wieder draußen schnell abtrocknen und die nassen Sachen ausziehen - ich hasse nasse Badesachen. Das Abtrocknen war wieder ein "Abtupfen". Das Handtuch fühlte sich an wie ein Nagelbrett, das jeden Moment ganze Fleischstücke aus dem Körper reist. Gleichzeitig dieses Taubheitsgefühl - ungefähr so wie wenn man nach dem Zahnarztbesuch Angst hat sich beim Sprechen auf die Zunge zu beißen.
Jetzt die trockenen Klamotten überstreifen. Noch immer spüre ich nichts von den Hosen an den Beinen wie wenn ich nackt wäre. Erst ganz langsam kommt eine Art Wärmegefühl zurück. Das Blut zirkuliert jetzt wieder auch in den äußeren Hautschichten. Sehr angenehm.
Noch immer stehe ich barfuß auf dem kalten Kies des Flussufers. Die Füße sind kalt, aber keinesfalls so, dass es schmerzhaft wäre. Da es keine richtige Sitzgelegenheit gab gestaltet sich das Anziehen von Socken und Schuhen etwas umständlich....
Langsam gehen wir zurück zum Ausgangspunkt. Wir vereinbaren regelmäßige Vereinstreffen an jedem Sonntag um ca. 17:00 Uhr - gleiche Stelle.
Es wird keine Facebook - Seite oder sowas geben. Jeder darf Leute einladen die er kennt - je mehr desto besser. Nur Gucken zählt aber nicht....
Und so kam es auch. Ich hatte mein Handtuch vergessen - aber das war mit dann auch egal. Außentemperatur gefühlte 10°C - fast kein Wind. Wassertemperatur zwischen 6 und 7°C (nachher im Internet nachgeschaut).
Es waren auch noch andere Spaziergänger, Angler, Gassigeher etc. in der Nähe. Es gab aber keinerlei Reaktion als wir zwei anfingen die Klamotten abzulegen und dann zügig ins Wasser zu steigen... Der Flussboden war steinig und es gab auch große Steine an denen man sich die Fuße anstoßen könnte wenn man nicht aufpasst. Gespürt hätte ich davon nicht viel, da sich das Nass von Anfang an ziemlich kalt anfühlte. Nachdem ich bis zu den Knien drin war gab es kein Zurück. Es kam so ein Taubheitsgefühl und eine Empfindung von absoluter Kälte. Damit man bis zum Hals drin war mussten ca. 5 m zurückgelegt werden. Die Strömung war kräftig spürbar trotz Niedrigwasser. Jetzt aber schnell wieder raus und abtrocknen.
Sobald wir draußen waren gab es kein Gefühl von Kälte mehr. Stolz sahen wir uns an. Der Verein war gegründet.
Beide fassten wir gleichzeitig den Beschluss jetzt sofort nochmal reinzugehen. Diesmal etwas langsamer, eine Idee länger drin bleiben - es war arschkalt - und doch ein sehr intensives tiefgehendes Gefühl. Der Schweinehund war besiegt. Kleinlaut winselte er noch in meinem Inneren - so als wollte er sagen: "Ja, Du hast es geschafft, aber beim nächsten Mal werde ich wieder kämpfen. Ich werde Dich unzählige Ausreden und falsche Entschuldigungen einfallen lassen warum Du ES jetzt gerade nicht machen willst!" Aber ich weiß, das sind jetzt nur leere Drohungen. Ich werde es immer wieder schaffen Dich zu besiegen, werde in immer kältere Wässer steigen und immer länger dort verbleiben.
Wieder draußen schnell abtrocknen und die nassen Sachen ausziehen - ich hasse nasse Badesachen. Das Abtrocknen war wieder ein "Abtupfen". Das Handtuch fühlte sich an wie ein Nagelbrett, das jeden Moment ganze Fleischstücke aus dem Körper reist. Gleichzeitig dieses Taubheitsgefühl - ungefähr so wie wenn man nach dem Zahnarztbesuch Angst hat sich beim Sprechen auf die Zunge zu beißen.
Jetzt die trockenen Klamotten überstreifen. Noch immer spüre ich nichts von den Hosen an den Beinen wie wenn ich nackt wäre. Erst ganz langsam kommt eine Art Wärmegefühl zurück. Das Blut zirkuliert jetzt wieder auch in den äußeren Hautschichten. Sehr angenehm.
Noch immer stehe ich barfuß auf dem kalten Kies des Flussufers. Die Füße sind kalt, aber keinesfalls so, dass es schmerzhaft wäre. Da es keine richtige Sitzgelegenheit gab gestaltet sich das Anziehen von Socken und Schuhen etwas umständlich....
Langsam gehen wir zurück zum Ausgangspunkt. Wir vereinbaren regelmäßige Vereinstreffen an jedem Sonntag um ca. 17:00 Uhr - gleiche Stelle.
Es wird keine Facebook - Seite oder sowas geben. Jeder darf Leute einladen die er kennt - je mehr desto besser. Nur Gucken zählt aber nicht....
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Dienstag, 21. Januar 2014
89 x gelesen
Hotelsauna
tomelaine, 23:29h
So um ca. 20:00 Uhr im Hotel angekommen. Normalerweise komme ich nicht so früh an. Im Fahrstuhl sehe ich, dass es in einem Stockwerk eine Sauna gibt. Im Informationsheftchen auf dem Zimmer gibt es keinen Hinweis.
Ich musste noch etwas arbeiten - Emails beantworten und so. Die Sauna geht mir nicht aus dem Kopf...
Anruf bei der Rezeption:
"Ist die Sauna heute offen?"
"Ja!"
"Wie lange ist die heute noch benutzbar?"
"Normalerweise nur bis 21:00 Uhr aber da sie heute schon an ist kann das auch bis 22:00 Uhr gehen..."
"OK - Danke dann kann ich ja noch eine runde Schwitzen"
---
Es waren noch andere da, die aber gerade am Gehen waren.
Erst mal aufwärmen - das Thermometer zeigte 80° an aber gefühlt war es wärmer - vielleicht war es ja kaputt...
Nach gefühlten 10 Minuten (es gab keine Uhr) läuft endlich der Schweiß - 1. Aufguss - nach weiteren 3 Minuten die erste kalte Dusche. Es gab leider kein Tauchbecken oder ähnliches.
Dann gleich wieder in die Sauna und - 2. Aufguss - diesmal mit viel mehr Wasser. Zum Glück hatte niemand diese Duftstoffe in das Wasser getan - die finde ich eklig - riecht so nach Chemie...
Jetzt rinnt der Schweiß in Bächen am ganzen Körper runter. Ich halte es gefühlte 5 Minuten aus.
Jetzt unter die kalte Dusche - das Wasser fühlt sich lauwarm an - nach einer Weile wird es Kälter - hatte sich wohl in der Leitung erwärmt - bin immerhin im 3. Stock.....
Ich bleibe einige Minuten unter dem jetzt doch merklich kälteren Wasserstrahl. Die Haut färbt sich rot an den Oberschenkeln und am Bauch.
Die Kälte ist durch und durch angenehm.
Ich musste noch etwas arbeiten - Emails beantworten und so. Die Sauna geht mir nicht aus dem Kopf...
Anruf bei der Rezeption:
"Ist die Sauna heute offen?"
"Ja!"
"Wie lange ist die heute noch benutzbar?"
"Normalerweise nur bis 21:00 Uhr aber da sie heute schon an ist kann das auch bis 22:00 Uhr gehen..."
"OK - Danke dann kann ich ja noch eine runde Schwitzen"
---
Es waren noch andere da, die aber gerade am Gehen waren.
Erst mal aufwärmen - das Thermometer zeigte 80° an aber gefühlt war es wärmer - vielleicht war es ja kaputt...
Nach gefühlten 10 Minuten (es gab keine Uhr) läuft endlich der Schweiß - 1. Aufguss - nach weiteren 3 Minuten die erste kalte Dusche. Es gab leider kein Tauchbecken oder ähnliches.
Dann gleich wieder in die Sauna und - 2. Aufguss - diesmal mit viel mehr Wasser. Zum Glück hatte niemand diese Duftstoffe in das Wasser getan - die finde ich eklig - riecht so nach Chemie...
Jetzt rinnt der Schweiß in Bächen am ganzen Körper runter. Ich halte es gefühlte 5 Minuten aus.
Jetzt unter die kalte Dusche - das Wasser fühlt sich lauwarm an - nach einer Weile wird es Kälter - hatte sich wohl in der Leitung erwärmt - bin immerhin im 3. Stock.....
Ich bleibe einige Minuten unter dem jetzt doch merklich kälteren Wasserstrahl. Die Haut färbt sich rot an den Oberschenkeln und am Bauch.
Die Kälte ist durch und durch angenehm.
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Dienstag, 14. Januar 2014
90 x gelesen
Nur den Fuß drin gehabt
tomelaine, 22:52h
Es ist derzeit ja nicht wirklich kalt. Da ich ein verantwortungsvoller Familienvater bin, der während der Woche oft unterwegs ist bin ich am WE so oft und so lange mit meinen Kindern zusammen wie es nur geht.
Auf dem Heimweg mit dem Auto kam ich mit ein wenig Umweg dazu in einem Fluss das Wasser zu spüren.
Ich ging nicht rein weil das Wasser recht flach war, der Grund recht glitschig und mit Steinen, das Wasser aufgrund des sehr niedrigen Pegelstandes eher langsam fließt und so irgendwie "brackig" aussah, meine Kinder und weitere Freunde oben im Auto warteten und endlich heim wollten, sonst niemand dabei war, der mich im Ernstfall wieder rausziehen könnte, ich mein Handtuch im Auto vergessen hatte, ich fühlte, dass es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist ES zu tun.
Um nicht so ganz unverrichteter Dinge wieder wegzugehen habe ich wenigstens Schuh und Socke ausgezogen und den Fuß so lange reingehalten wie es angenehm kalt war. Das war recht lang. Das Wasser war kalt aber nicht eisig - wie auch, bei den hohen Temperaturen...
Auf dem Heimweg mit dem Auto kam ich mit ein wenig Umweg dazu in einem Fluss das Wasser zu spüren.
Ich ging nicht rein weil das Wasser recht flach war, der Grund recht glitschig und mit Steinen, das Wasser aufgrund des sehr niedrigen Pegelstandes eher langsam fließt und so irgendwie "brackig" aussah, meine Kinder und weitere Freunde oben im Auto warteten und endlich heim wollten, sonst niemand dabei war, der mich im Ernstfall wieder rausziehen könnte, ich mein Handtuch im Auto vergessen hatte, ich fühlte, dass es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ist ES zu tun.
Um nicht so ganz unverrichteter Dinge wieder wegzugehen habe ich wenigstens Schuh und Socke ausgezogen und den Fuß so lange reingehalten wie es angenehm kalt war. Das war recht lang. Das Wasser war kalt aber nicht eisig - wie auch, bei den hohen Temperaturen...
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Sonntag, 12. Januar 2014
95 x gelesen
Und was habe ich nun davon?
tomelaine, 23:03h
Das Abtrocknen war schon einen neue Erfahrung. Das Handtuch fühlte sich an wie Schmirgelpapier. Trockenreiben war nicht - eher abtupfen. In den Beinen und an der Brust kribbelt es angenehm.
So schlimm wie ich es unter dem kalten Wasserstrahl empfunden hatte war es nun nicht mehr. Es kam mir gar nicht kalt vor - auch nicht an den Füßen.
Somit stand mein Entschluss fest:
Ab sofort werde ich immer Kalt duschen. Zumindest den "Schlussspülgang" also Abwaschen der Seife werde ich immer kalt machen. Die Dauer des kalt Abduschens werde ich allmählich verlängern. Ausserdem will ich die Temperatur immer weiter absenken bis ich dann wirklich in Eiswasser eintauchen kann.
Es ist mir zu diesem Zeitpunkt klar, dass es bis dahin noch ein sehr weiter Weg sein wird aber ich habe keine Eile.
Die Wassertemperatur aus dem Wasserhahn beträgt so 12-15°C. Ist also noch seeehhhr weit entfernt von 0°C. Trotzdem sage ich immer - beginnt der längste Weg mit dem ersten Schritt - und den habe ich ja schon mal gemacht.
So schlimm wie ich es unter dem kalten Wasserstrahl empfunden hatte war es nun nicht mehr. Es kam mir gar nicht kalt vor - auch nicht an den Füßen.
Somit stand mein Entschluss fest:
Ab sofort werde ich immer Kalt duschen. Zumindest den "Schlussspülgang" also Abwaschen der Seife werde ich immer kalt machen. Die Dauer des kalt Abduschens werde ich allmählich verlängern. Ausserdem will ich die Temperatur immer weiter absenken bis ich dann wirklich in Eiswasser eintauchen kann.
Es ist mir zu diesem Zeitpunkt klar, dass es bis dahin noch ein sehr weiter Weg sein wird aber ich habe keine Eile.
Die Wassertemperatur aus dem Wasserhahn beträgt so 12-15°C. Ist also noch seeehhhr weit entfernt von 0°C. Trotzdem sage ich immer - beginnt der längste Weg mit dem ersten Schritt - und den habe ich ja schon mal gemacht.
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Samstag, 11. Januar 2014
106 x gelesen
Die Entwicklung
tomelaine, 21:54h
Es ist schon seltsam, wie sich manche menschlichen Entwicklungen im Inneren vollziehen und man selber gar nichts davon merkt. Erst wenn sich das Innere mehr oder weniger unangekündigt nach Außen drängt wird die "Veränderungsgeschichte" wahrgenommen.
Bei mir kam die Erkenntnis, dass es auch schöne Erfahrungen in der Kälte geben kann mit einem zufällig entdeckten Foto von Primarschülern, die sich fast nackt in Ostsibirien bei minus 20°C mit einem Kübel kaltem Wasser übergießen. Auf dem Bild kann man im Hintergrund die Eltern erkennen, die - ihrerseits dick angezogen - die Szene beobachten. Die Kinder dampfen nur so und es macht nicht den Eindruck, als ob die Kinder das nicht freiwillig tun.
Jedenfalls habe ich an diesem Tag - es war letztes Frühjahr - den Beschluss gefasst es diesen Kindern eines Tages gleich zu tun - ja mehr noch - ich hatte auf einmal den Wunsch bei Eiseskälte in einen zugefrorenen See zu springen. Wie schon oben erwähnt kam das sicher nicht plötzlich, sondern war das Ergebniss einer langen inneren Entwicklung.
Als ich an diesem Tag besagtes Foto sah, stellte ich mich unter die Dusche und drehte das Wasser zunächst nur lauwarm auf. Dann auf nur kalt. Ich begann bei den Füßen und bewegte den Wasserstrahl an den Innenseiten der Beine langsam nach oben. Dann über das Hinterteil zum Bauch. Das kostete schon ganz schön Überwindung. Es war aber gar nicht die Kälte, sondern eher das Ungewohnte an der ganzen Szene, was zu überwinden war.
Am meisten Kälteempfinden hatte ich am Penis. Ich hielt den Wasserstrahl eine ganze Weile auf meinen Bauch und ließ die Kälte auf mich bzw. auf das was darunter alles so rumhängt wirken. Durch die Kälte spannten sich meine Ober- und Unterschenkelmuskeln an - etwa so wie wenn man bald einen Krampf bekommt. Da ich nicht so der sportliche Typ bin - ich mache keinen "Sport" da mir das zu anstrengend ist - vermutete ich, dass ich auch bald einen Krampf oder sowas bekommen würde - ausserdem war es viel zu kalt. Ich drehte das Wasser ab.
Sofort hörte das Empfinden von "zu kalt" auf. Ich überlegte, dass ich jetzt am Scheidewege stehe:
Entweder war das ein netter Versuch aber es ist einfach zu kalt und eben nichts für mich oder:
Da gehst (bzw. duschst) Du jetzt durch und ziehst das auch weiter.
Ich entschied mich für das zweite. Ich drehte das kalte Wasser wieder voll auf und betrachtete den Wasserstrahl. Ein bisschen wusste ich ja jetzt schon was auf mich zu kommt aber wie fühlt es sich am Rest des Körpers an? Meine Neugier war geweckt. Ich zählte leise auf Drei und richtete den Wasserstrahl wieder auf meine Füße. Jetzt bewegte ich den Wasserstrahl ganz schnell aufwärts, hielt nicht an, bei sich bei den Schultern gelandet war. Dann noch über den Nacken "hinten rum" zur anderen Schulter. Schnell noch das Gesicht und Haare - fertig.
Bei mir kam die Erkenntnis, dass es auch schöne Erfahrungen in der Kälte geben kann mit einem zufällig entdeckten Foto von Primarschülern, die sich fast nackt in Ostsibirien bei minus 20°C mit einem Kübel kaltem Wasser übergießen. Auf dem Bild kann man im Hintergrund die Eltern erkennen, die - ihrerseits dick angezogen - die Szene beobachten. Die Kinder dampfen nur so und es macht nicht den Eindruck, als ob die Kinder das nicht freiwillig tun.
Jedenfalls habe ich an diesem Tag - es war letztes Frühjahr - den Beschluss gefasst es diesen Kindern eines Tages gleich zu tun - ja mehr noch - ich hatte auf einmal den Wunsch bei Eiseskälte in einen zugefrorenen See zu springen. Wie schon oben erwähnt kam das sicher nicht plötzlich, sondern war das Ergebniss einer langen inneren Entwicklung.
Als ich an diesem Tag besagtes Foto sah, stellte ich mich unter die Dusche und drehte das Wasser zunächst nur lauwarm auf. Dann auf nur kalt. Ich begann bei den Füßen und bewegte den Wasserstrahl an den Innenseiten der Beine langsam nach oben. Dann über das Hinterteil zum Bauch. Das kostete schon ganz schön Überwindung. Es war aber gar nicht die Kälte, sondern eher das Ungewohnte an der ganzen Szene, was zu überwinden war.
Am meisten Kälteempfinden hatte ich am Penis. Ich hielt den Wasserstrahl eine ganze Weile auf meinen Bauch und ließ die Kälte auf mich bzw. auf das was darunter alles so rumhängt wirken. Durch die Kälte spannten sich meine Ober- und Unterschenkelmuskeln an - etwa so wie wenn man bald einen Krampf bekommt. Da ich nicht so der sportliche Typ bin - ich mache keinen "Sport" da mir das zu anstrengend ist - vermutete ich, dass ich auch bald einen Krampf oder sowas bekommen würde - ausserdem war es viel zu kalt. Ich drehte das Wasser ab.
Sofort hörte das Empfinden von "zu kalt" auf. Ich überlegte, dass ich jetzt am Scheidewege stehe:
Entweder war das ein netter Versuch aber es ist einfach zu kalt und eben nichts für mich oder:
Da gehst (bzw. duschst) Du jetzt durch und ziehst das auch weiter.
Ich entschied mich für das zweite. Ich drehte das kalte Wasser wieder voll auf und betrachtete den Wasserstrahl. Ein bisschen wusste ich ja jetzt schon was auf mich zu kommt aber wie fühlt es sich am Rest des Körpers an? Meine Neugier war geweckt. Ich zählte leise auf Drei und richtete den Wasserstrahl wieder auf meine Füße. Jetzt bewegte ich den Wasserstrahl ganz schnell aufwärts, hielt nicht an, bei sich bei den Schultern gelandet war. Dann noch über den Nacken "hinten rum" zur anderen Schulter. Schnell noch das Gesicht und Haare - fertig.
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Montag, 10. Juni 2013
85 x gelesen
Irgendwann überlegte ich es mir einfach anders.
tomelaine, 00:15h
Ja, es ist möglich die bisherigen Gedanken, die ich zu Themen wie "schlechtes Wetter", "kalter Wind", "Schnee" usw. hatte verändern sich mit einer großen Geschwindigkeit.
Ich mochte noch nie kaltes Wetter. Das ist schon so, seit ich denken konnte so. Um ein Vielfaches verstärkt hat sich das, nachdem ich für zwei Jahre in einem Land leben durfte, das keinen kalte Jahreszeit kennt. Es gab dort zwar zwei Jahreszeiten aber der Winter unterschied sich vom Sommer dadurch, dass es ca. 30 min. am Tag aus allen Kübeln schüttete. Dann war das Thermometer wieder bei >30°C - auch Nachts.
Das ist jetzt schon viele Jahre her und ich dachte, die ganzen Jahre, dass ich mich niemals mehr an den europäischen Winter - ja nicht mal an den Herbst und an den Frühling gewöhnen könnte.
All die Jahre habe ich mich ca. 10 Monate im Jahr nach dem Sommer gesehnt und darauf, dass man sich endlich nicht mehr an- und Ausziehen muss wenn man ein Haus betritt, dass man in einen See springt und nicht friert usw.
Immer wenn es für mehrere Tage geregnet hat, und die Sonne sich in eine ferne Ahnung aus längst verschütteten Erinnerungen verwandelte hatte ich mehr oder weniger heftige depressive Phasen, die ich mit Plänen nach einer Rückkehr in dieses ach so ferne Land bekämpfte. Sehr selten ist es mir gelungen dem hiesigen Winter für ein paar Wochen zu entfliehen. Es gibt nicht so lange Urlaub und leisten kann ich mir das im Grunde genommen auch nicht.
Ich mochte noch nie kaltes Wetter. Das ist schon so, seit ich denken konnte so. Um ein Vielfaches verstärkt hat sich das, nachdem ich für zwei Jahre in einem Land leben durfte, das keinen kalte Jahreszeit kennt. Es gab dort zwar zwei Jahreszeiten aber der Winter unterschied sich vom Sommer dadurch, dass es ca. 30 min. am Tag aus allen Kübeln schüttete. Dann war das Thermometer wieder bei >30°C - auch Nachts.
Das ist jetzt schon viele Jahre her und ich dachte, die ganzen Jahre, dass ich mich niemals mehr an den europäischen Winter - ja nicht mal an den Herbst und an den Frühling gewöhnen könnte.
All die Jahre habe ich mich ca. 10 Monate im Jahr nach dem Sommer gesehnt und darauf, dass man sich endlich nicht mehr an- und Ausziehen muss wenn man ein Haus betritt, dass man in einen See springt und nicht friert usw.
Immer wenn es für mehrere Tage geregnet hat, und die Sonne sich in eine ferne Ahnung aus längst verschütteten Erinnerungen verwandelte hatte ich mehr oder weniger heftige depressive Phasen, die ich mit Plänen nach einer Rückkehr in dieses ach so ferne Land bekämpfte. Sehr selten ist es mir gelungen dem hiesigen Winter für ein paar Wochen zu entfliehen. Es gibt nicht so lange Urlaub und leisten kann ich mir das im Grunde genommen auch nicht.
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