308 x gelesen
Donnerstag, 1. Januar 2015
Eisbaden im Winter
tomelaine, 22:34h
28.12.2014
Der See war schon beinahe ganz zugefroren nachdem es letzte Nacht ca. -15°C hatte. Eisdicke geschätzt 0,5-2cm. Es war leicht das Eis mit den Händen zu zerschlagen während wir hineingingen. Im Sommer ist das hier ein Badesee wie einige (jetzt eingeschneite) Grillstellen und ein verlassener Kiosk zeigen. Bei einer Grillstelle war eine Art "Holzzelt" das uns beim An- und Ablegen der Klamotten als Windschutz gute Dienste leistete. Der Wind blies eisig und formte kleine Schneehügel am in Ufernähe. Der Schnee war teilweise 20cm hoch und musste von dem Unterstand bis zum Ufer ca. 30m lang durchwatet - besser durchrannt werden - es war so eisig, dass niemand freiwillig stehen blieb - ob mit oder ohne Schuhe....
Vom Parkplatz bis zum Unterstand überlegte ich dann wirklich nochmal ernsthaft. Bei so einer Kälte hatte ich es noch nie gemacht. Es war mindestens -7°C. Die Sonne stand schon tief und wollte sich jeden momennt ganz hinter dicken Wolken verstecken. Der Wind ließ die gefühlte Temperatur auf mindestens -10°C absinken. U. E. und A. liefen schnell zum Unterstand und fingen an die Klamotten auszuziehen. Ich ging jedoch erst zum See und durchstieß mit einer Hand das dünne Eis. Verdammt war das kalt. Ich rannte schnell zum Unterstand um wenigstens ein bisschen warm zu werden. Danach verzog ich mich nochmal für kleine Jungs - es war mir klar, dass das alles nur Ersatzhandlungen waren.....
Als ich dann an der Holzhütte ankam waren U. Und E. schon auf dem Sprung während ich noch alle Klamotten an hatte. A. hatte sich wohl schon vorher entschieden nicht hineinzugehen und bibberte in Ihren dicken Winterkleidern. Ein etwas bizarres Bild. Jetzt begann ich mich auszuziehen - der Schweinehund rebellierte lautstark in meinem Innern. U. und E. konnten nicht mehr länger warten, da es sonst zu kalt wurde. Sie rannten los richtung See. Ich kam etwa 30sek. später hinterher. Meine größte Sorge galt dem Eis, bzw. Eisstückchen die ganz spitzig werden können wenn sie brechen. Dann könnte ich im Wasser stolpern und mir den Kopf oder sonstwas am Eis verletzen. Als ich hineinging waren die anderen gerade schon wieder beim hinausgehen. U. tauchte sogar mit dem Kopf unter Wasser - das gab ich mir nicht.
Ich musste kräftig mit den Armen rudern um nicht zu tief ins Wasser zu kommen. Der Grund war doch recht abschüssig. Die Kälte drang durch Mark und Bein. Ich hatte aber keine Hyperventilation oder Anzeichen von Atemnot. Denke Mal mein Blutdruck stieg nur langsam an um den enormen Wärmeverlust durch erhöhte Durchblutung der inneren Organe auszugleichen. Ich erinnerte mich an das erste Eisbad im Bergsee Anfang des Sommers. Jetzt war es doch etwas angenehmer, da ich ja durch die wöchentlichen kalten Bäder im großen Fluss schon mehr gewöhnt war. Saukalt war es trotzdem und isch schaute nach gefühlten 30sek. bis zum Hals im Wasser, dass ich wieder raus und durch den Schnee zum Holzzelt kam.
Die Haut war jetzt gefühllos und ich spürte den Wind nicht mehr; oder hatte der etwa nachgelassen. Meine Füße waren weiß vom Schnee, der nicht sofort abtaute, da ja der Temperaturunterschied zur Hautoberfläche minimal war. Ich schlug ihn mit einem Handtuch weg und stellte mich dann auf dasselbe. Der Schnee haftete wie Sand an nassen Füßen. U. und E. froren, da sie diese eklig langen Badeshorts anhatten, die jetzt anscheinend begannen auf dem Körper fest zu frieren. Ich sagte, dass ich vermutlich gleich nochmal reingehe, da sich die Wärmeproduktion gerade auf eine Höhepunkt zubewegt oder so ähnlich und dann ist es viel angenehmer als beim ersten Mal. Der ganze Aufwand nur für ein paar Sekunden Eisbad erschien mir dann doch etwas zu blöd.
Ich also wieder Los Richtung See. Der Schnee schmerzte erneut. Als ich dann ins Wasser stieg empfand ich so etwas wie Wärme. Das Wasser war wärmer als der Schnee an den Füßen. Jetzt wurde es an den Händen eher unangenehm. Ich musste ja wieder rudern um nicht zu weit vom Ufer abzudriften. Ich versuchte das alles nicht zu beachten aber meine Hände suchten sich wie von alleine den Weg in die Luft.
Ich ging wieder hinaus zum Unterstand wo die anderen schon wieder angezogen warteten.
Jetzt schnell wieder in die Winterklamotten und ins beheizbare Auto. Auf der Rückfahrt redeten wir nicht viel. Jeder musste diese Erfahrung für sich verarbeiten.
Der See war schon beinahe ganz zugefroren nachdem es letzte Nacht ca. -15°C hatte. Eisdicke geschätzt 0,5-2cm. Es war leicht das Eis mit den Händen zu zerschlagen während wir hineingingen. Im Sommer ist das hier ein Badesee wie einige (jetzt eingeschneite) Grillstellen und ein verlassener Kiosk zeigen. Bei einer Grillstelle war eine Art "Holzzelt" das uns beim An- und Ablegen der Klamotten als Windschutz gute Dienste leistete. Der Wind blies eisig und formte kleine Schneehügel am in Ufernähe. Der Schnee war teilweise 20cm hoch und musste von dem Unterstand bis zum Ufer ca. 30m lang durchwatet - besser durchrannt werden - es war so eisig, dass niemand freiwillig stehen blieb - ob mit oder ohne Schuhe....
Vom Parkplatz bis zum Unterstand überlegte ich dann wirklich nochmal ernsthaft. Bei so einer Kälte hatte ich es noch nie gemacht. Es war mindestens -7°C. Die Sonne stand schon tief und wollte sich jeden momennt ganz hinter dicken Wolken verstecken. Der Wind ließ die gefühlte Temperatur auf mindestens -10°C absinken. U. E. und A. liefen schnell zum Unterstand und fingen an die Klamotten auszuziehen. Ich ging jedoch erst zum See und durchstieß mit einer Hand das dünne Eis. Verdammt war das kalt. Ich rannte schnell zum Unterstand um wenigstens ein bisschen warm zu werden. Danach verzog ich mich nochmal für kleine Jungs - es war mir klar, dass das alles nur Ersatzhandlungen waren.....
Als ich dann an der Holzhütte ankam waren U. Und E. schon auf dem Sprung während ich noch alle Klamotten an hatte. A. hatte sich wohl schon vorher entschieden nicht hineinzugehen und bibberte in Ihren dicken Winterkleidern. Ein etwas bizarres Bild. Jetzt begann ich mich auszuziehen - der Schweinehund rebellierte lautstark in meinem Innern. U. und E. konnten nicht mehr länger warten, da es sonst zu kalt wurde. Sie rannten los richtung See. Ich kam etwa 30sek. später hinterher. Meine größte Sorge galt dem Eis, bzw. Eisstückchen die ganz spitzig werden können wenn sie brechen. Dann könnte ich im Wasser stolpern und mir den Kopf oder sonstwas am Eis verletzen. Als ich hineinging waren die anderen gerade schon wieder beim hinausgehen. U. tauchte sogar mit dem Kopf unter Wasser - das gab ich mir nicht.
Ich musste kräftig mit den Armen rudern um nicht zu tief ins Wasser zu kommen. Der Grund war doch recht abschüssig. Die Kälte drang durch Mark und Bein. Ich hatte aber keine Hyperventilation oder Anzeichen von Atemnot. Denke Mal mein Blutdruck stieg nur langsam an um den enormen Wärmeverlust durch erhöhte Durchblutung der inneren Organe auszugleichen. Ich erinnerte mich an das erste Eisbad im Bergsee Anfang des Sommers. Jetzt war es doch etwas angenehmer, da ich ja durch die wöchentlichen kalten Bäder im großen Fluss schon mehr gewöhnt war. Saukalt war es trotzdem und isch schaute nach gefühlten 30sek. bis zum Hals im Wasser, dass ich wieder raus und durch den Schnee zum Holzzelt kam.
Die Haut war jetzt gefühllos und ich spürte den Wind nicht mehr; oder hatte der etwa nachgelassen. Meine Füße waren weiß vom Schnee, der nicht sofort abtaute, da ja der Temperaturunterschied zur Hautoberfläche minimal war. Ich schlug ihn mit einem Handtuch weg und stellte mich dann auf dasselbe. Der Schnee haftete wie Sand an nassen Füßen. U. und E. froren, da sie diese eklig langen Badeshorts anhatten, die jetzt anscheinend begannen auf dem Körper fest zu frieren. Ich sagte, dass ich vermutlich gleich nochmal reingehe, da sich die Wärmeproduktion gerade auf eine Höhepunkt zubewegt oder so ähnlich und dann ist es viel angenehmer als beim ersten Mal. Der ganze Aufwand nur für ein paar Sekunden Eisbad erschien mir dann doch etwas zu blöd.
Ich also wieder Los Richtung See. Der Schnee schmerzte erneut. Als ich dann ins Wasser stieg empfand ich so etwas wie Wärme. Das Wasser war wärmer als der Schnee an den Füßen. Jetzt wurde es an den Händen eher unangenehm. Ich musste ja wieder rudern um nicht zu weit vom Ufer abzudriften. Ich versuchte das alles nicht zu beachten aber meine Hände suchten sich wie von alleine den Weg in die Luft.
Ich ging wieder hinaus zum Unterstand wo die anderen schon wieder angezogen warteten.
Jetzt schnell wieder in die Winterklamotten und ins beheizbare Auto. Auf der Rückfahrt redeten wir nicht viel. Jeder musste diese Erfahrung für sich verarbeiten.