Samstag, 2. Januar 2016

 177 x gelesen

Klarer Bergsee
11.10.2015
Der Aufstieg dauerte ca. zwei Stunden. Das Wetter war sonnig aber es blies auch ab un zu ein starker Wind ins Gesicht. Zuerst war es langweilig, da der Wanderweg nicht sehr viel Abwechslung bot. Doch plötzlich zeigte der Wegweiser mitten auf eine steile Anhöhe. Einen Weg konnte man auf den ersten Blick nicht erkennen. Zwischen den Felsen waren aber die weiteren Wegmarkierungen sichtbar. Also musste es hier richtig sein. Es wurde immer steiniger und felsiger. Es ging jetzt auch steil bergan. E. musste sich eher langsam vorkämpfen. Dagegen waren die fünfjährige E. und die achtjährige E. jetzt erst richtig aufgewacht und kletterten regelrecht begeistert um die Wette mit uns Erwachsenen.
Endlich oben angekommen lag der überraschend große See im Hochtal zu unseren Füßen. Wir wanderten noch ein Stück um an eine Stelle zu kommen wo die nächsten Stunden die Nachmittagssonne voll draufscheint. Direkt am Wasser packten wir dann Picknick aus. Ich konnte es nicht erwarten und legte die Kleider ab; bevor die Andren sich einen Sitzplatz am Ufer gesucht hatten war ich schon im eiskalten Wasser. Der Grund war steinig, aber nicht rutschig. Man konnte seine Fuße sehen, wenn man bis zur Brust im Wasser stand. Es war ein sehr intensives und tiefgehendes Gefühl ES endlcih mal wieder geschafft zu haben. Eine bessere Belohnung für so eine Wanderung gibt es gar nicht. Wieder aus dem Wasser draußen empfand ich gar keine Kälte mehr. Im Talkessel gab es nun keinen Wind mehr und die Felsen am Ufer waren von der Sonne schon aufgewärmt. ich brauchte mich fast nicht abtrocknen und genoss dieses ganz spezielle Sonnenbad.
Ich blieb so ca. zwei Stunden nur mit kurzen Hosen bekleidet und ging insgesamt ca. 6 - 8 Mal ins Wasser.
Die vorbeilaufenden Wanderer waren alle dick eingepackt und in voller Ausrüstung. Was die wohl von mir denken mussten als Sie mich am Sonnen sahen. Irritierte Blicke erntete ich genug dabei.
Kurz vor dem Abstieg gingen auch meine Mitwanderer O., N., L. und soger die achtjährige E. kurz ins Wasser. O schaffte es aber nur bis zu den Knien und ging dann wieder hinaus. Er hatte Angst, dass sein Blutdruck das nicht ganz verkraften könnte, wenn er ganz hineinging.
Alle sagten hinterher, dass es weniger "schlimm" war als sie es sich vorgestellt hatten.
Ich wurde etwas melancholisch als es wieder an den Abstieg ging. Hier muss ich wohl noch öfters aufsteigen...

... link