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Donnerstag, 8. Januar 2015
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Verspätetes Neujahrsschwimmen
tomelaine, 22:16h
04.01.2015
Zum Jahresbeginn wollten wir etwas anderes machen als immer im gleichen Fluss an der gleichen Stelle zu baden. Es sollte ein See sein - möglichst zugefroren - draußen in der Natur und so.
Wir fuhren ca. 20km auf der Autobahn. Dann nochmal 10km über Land. Die Zufahrt zum See war nicht ausgeschildert, da es noch laufenden Kiesabbau gibt. Dort angekommen begrüßten uns mehrere Verbotsschilder wie: BETRETEN VERBOTEN (wir wollten den See nicht betreten) oder BADEN UNTER LEBENSGEFAHR UNTERSAGT (davon könnte ja wirklich keine Rede sein). Dann kam noch ein Schild: Videoüberwachung am gesamten See. (Purer Luxus also - wer's glaubt).
Am Seezugang fiel das Ufer steil ab - eher ungünstig. Wir gingen zuerst rechtsherum. Da saß ein Angler neben einem weiteren Schild: ANGELN VERBOTEN..... Hier ist es eher ungünstig - wir wollten ja nicht die Fische vertreiben.
Wir gingen also linksherum und nach ca. 150 - 200m (es kamen uns auch noch Hunde samt Spaziergänger entgegen) fanden wir dann eine schöne flache Stelle. Der See war natürlich nicht zugefroren. Seit dem Neujahrstag taut es tagsüber. Außerdem hatte es vorgestern etwas geregnet. Die Sonne schaute manchmal für wenige Minuten durch die Wolken und spiegelte sich auf dem glasklaren oft bläulich schimmernden Wasser. Am gegenüberliegenden Ufer sah man die Bagger und Förderanlagen vom Kiesabbau. Es stand alles still. Enten tauchten friedlich nach etwas Futter. Nicht zur Stimmung passte der Lärm der nahen Autobahn - durch das lautlose Gebüsch könnte man die Autos und Lastwagen vorbeibrausen sehen und hören.
Jetzt aber nichts wie rein. Es war sehr kalt. Der Grund war mit ca. Faustgroßen glitschigen Kieselsteinen bedeckt. Ich ging nach ein paar Sekunden wieder raus uns setzte mich auf einen Stein. I. blieb etwas länger drin obwohl er sich leicht erkältet hatte und deswegen manchmal husten musste. Das zweit Mal blieb ich länger. Komischerweise fühlte es sich jetzt kälter an als beim ersten Mal. Ich konnte mir das nicht erklären und beschloss noch ein drittes Mal reinzugehen - jetzt aber eine längere Pause einzulegen. Ich trocknete mich vollständig ab und legte mir ein trockenes Handtuch um damit ich etwas aufwärmte. I. hatte nach den zweiten Mal genug und begann schon sich wieder anzuziehen. Auch er fand es diesmal kälter beim zweiten Mal.
Nach ca. zwei Minuten - die Wärmeproduktion meines Körpers hatte spührbar begonnen - ging ich dann das dritte Mal rein.
Ich fand es jetzt besser und konnte auch lange bleiben. Etwas schwimmen. Beim Durchziehen der Arme wurden die Finger klamm - nicht sehr angenehm. Um die Füße etwas zu wärmen presste ich beim Schwimmen die Fußsohlen aneinander - das half dann kurzzeitig. Ich tauchte mit dem Kopf unter - zuerst spürte ich nichts außer der Kälte. Dann aber bekam ich schnell stechende Kopfschmerzen. Jetzt beeilte ich mich ans Ufer zu kommen.
Beim Abtrocknen wurde meine Haut dann ganz rot. War froh als ich mir dann zuletzt die warme Winterjacke überziehen konnte. Wir nahmen einen etwas anderen Weg zurück zum Auto und fuhren dann fast wortlos heim.
Nächsten Sonntag wieder am Fluss.
Zum Jahresbeginn wollten wir etwas anderes machen als immer im gleichen Fluss an der gleichen Stelle zu baden. Es sollte ein See sein - möglichst zugefroren - draußen in der Natur und so.
Wir fuhren ca. 20km auf der Autobahn. Dann nochmal 10km über Land. Die Zufahrt zum See war nicht ausgeschildert, da es noch laufenden Kiesabbau gibt. Dort angekommen begrüßten uns mehrere Verbotsschilder wie: BETRETEN VERBOTEN (wir wollten den See nicht betreten) oder BADEN UNTER LEBENSGEFAHR UNTERSAGT (davon könnte ja wirklich keine Rede sein). Dann kam noch ein Schild: Videoüberwachung am gesamten See. (Purer Luxus also - wer's glaubt).
Am Seezugang fiel das Ufer steil ab - eher ungünstig. Wir gingen zuerst rechtsherum. Da saß ein Angler neben einem weiteren Schild: ANGELN VERBOTEN..... Hier ist es eher ungünstig - wir wollten ja nicht die Fische vertreiben.
Wir gingen also linksherum und nach ca. 150 - 200m (es kamen uns auch noch Hunde samt Spaziergänger entgegen) fanden wir dann eine schöne flache Stelle. Der See war natürlich nicht zugefroren. Seit dem Neujahrstag taut es tagsüber. Außerdem hatte es vorgestern etwas geregnet. Die Sonne schaute manchmal für wenige Minuten durch die Wolken und spiegelte sich auf dem glasklaren oft bläulich schimmernden Wasser. Am gegenüberliegenden Ufer sah man die Bagger und Förderanlagen vom Kiesabbau. Es stand alles still. Enten tauchten friedlich nach etwas Futter. Nicht zur Stimmung passte der Lärm der nahen Autobahn - durch das lautlose Gebüsch könnte man die Autos und Lastwagen vorbeibrausen sehen und hören.
Jetzt aber nichts wie rein. Es war sehr kalt. Der Grund war mit ca. Faustgroßen glitschigen Kieselsteinen bedeckt. Ich ging nach ein paar Sekunden wieder raus uns setzte mich auf einen Stein. I. blieb etwas länger drin obwohl er sich leicht erkältet hatte und deswegen manchmal husten musste. Das zweit Mal blieb ich länger. Komischerweise fühlte es sich jetzt kälter an als beim ersten Mal. Ich konnte mir das nicht erklären und beschloss noch ein drittes Mal reinzugehen - jetzt aber eine längere Pause einzulegen. Ich trocknete mich vollständig ab und legte mir ein trockenes Handtuch um damit ich etwas aufwärmte. I. hatte nach den zweiten Mal genug und begann schon sich wieder anzuziehen. Auch er fand es diesmal kälter beim zweiten Mal.
Nach ca. zwei Minuten - die Wärmeproduktion meines Körpers hatte spührbar begonnen - ging ich dann das dritte Mal rein.
Ich fand es jetzt besser und konnte auch lange bleiben. Etwas schwimmen. Beim Durchziehen der Arme wurden die Finger klamm - nicht sehr angenehm. Um die Füße etwas zu wärmen presste ich beim Schwimmen die Fußsohlen aneinander - das half dann kurzzeitig. Ich tauchte mit dem Kopf unter - zuerst spürte ich nichts außer der Kälte. Dann aber bekam ich schnell stechende Kopfschmerzen. Jetzt beeilte ich mich ans Ufer zu kommen.
Beim Abtrocknen wurde meine Haut dann ganz rot. War froh als ich mir dann zuletzt die warme Winterjacke überziehen konnte. Wir nahmen einen etwas anderen Weg zurück zum Auto und fuhren dann fast wortlos heim.
Nächsten Sonntag wieder am Fluss.
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