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Donnerstag, 1. Januar 2015
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Baderegeln
tomelaine, 23:39h
Die folgenden Regeln oder vielleicht besser formuliert Grundsätze sind im Laufe meiner unterschiedlichen Selbsterfahrungen entstanden und stellen keinerlei allgemein gültige Verhaltensgrundlagen für den Umgang mit dem kühlen Nass dar. Geneigte LeserInnen mögen davon profitieren können inden sie das für sich herauspicken und für sich selbst umsetzen was sie für richtig halten.
1. Mach es nie allein. Da es sich jedes Mal um neue (z. T. extreme) Situationen handelt mit dem der Körper und auch der Geist konfrontiert werden lässt sich im Vorhinein nie sagen ob welche Hilfe man wann in Anspruch nehmen muss. Außerdem glaubt Dir hinterher sowieso niemand, dass du ES getan hast wenn es außer Dir niemand gesehen hat.
2. Geh es langsam an. Sowohl bei der Absenkung der Temperatur als auch beim hineingehen. Extreme Temperaturwechsel zwischen heißem und kaltem Wasser schaden der Haut und sind auch voll unangenehm. Ähnlich ist es nach der Sauna - erst mal einige Minuten an der frischen (kalten) Luft Spazieren gehen und dann mit kühlem Wasser langsam nachspülen. Das ist viel abhärtender als Schockduschen im eiskalten Wasserschwall. Wenn man es langsam macht kann man dann viel länger im Kaltbecken seine Bahnen ziehen.
3. Geh langsam rein. Denke nicht: "Wenn ich nicht gleich ganz schnell reingehe werde ich sofort wieder umkehren"! Ganz im Gegenteil ist es vielmehr so, dass nach den Knöcheln die Lust wächst bis zu den Knien zu gehen. Dann wird es vielleicht doch zu kalt und Du gehst wieder hinaus. Sobald Du aber draußen bist wirst Du denken: "So schlimm war es ja gar nicht - jetzt gehe ich mal bis zu den Oberschenkeln und dann...
Aus dem Alter wo man sich selbst und den anderen Halbstarken beweisen musste wie tough man doch ist bist Du doch schon lange raus. Ich mache das alles nur zum Spaß.
4. Bleib nicht so lange. Wenn es dann doch unangenehm wird geh einfach wieder raus. Das ist dann ein bisschen so wie mit den Knöcheln unter Punkt drei. Der Schweinehund ist ja schon besiegt. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Wenn du dann nach ein paar Minuten Pause nochmal reingehst ist das Kältegefühl ja schon vertraut. Du kannst es beherrschen.
5. Geh nochmal rein. Wenn es Dich nach dem ersten Mal reingehen gleich nach 10 Sekunden wieder raustreibt, weil es einfach unvorstellbar kalt ist, dann geh auch raus. Reibe - oder besser gesagt tupfe - Dich an den Stellen trocken, die Dir am kältesten erscheinen. Wenn die Füße schmerzen, dann setz Dich auf einen Stein oder Bank und hebe die Füße vom Boden hoch. Lege ein Handtuch um die Schultern und spüre, wie bald Dein Körper wieder anfängt sich warm zu fühlen obwohl er vielleicht noch gar nicht warm ist. Bleib so ca. zwei Minuten. Dann ist die Durchblutung der Haut wieder größtenteils da. Wenn Du jetzt wieder reingehst ist das Kältegefühl vom Anfang wesentlich weniger. Es ist sehr angenehm und man hält es bestimmt eine Minute aus. Beim Dritten oder sogar vierten Mal steigert sich das gute Gefühl noch mehr.
6. Geh nur so weit rein bis Du noch gut stehen kannst. Ca. 1m Wassertiefe reichen für den Anfang. Dann kann man in die Hocke gehen und das Wasser reicht einem bis zum Hals. Wenn man dann schnell rausgehen will braucht man nur wieder aufstehen und zum Ufer waten. Der Untergrund sollte nach Möglichkeit nicht so schlammig sein um nicht mit den klammen Füßen stecken zu bleiben. ..
7. Entferne Dich nicht weit von den anderen Mitbadern (siehe auch Punkt Nr. 1). Wenn Du ausrutschst oder so kann Dir so einfacher jemand helfen. Vor allem in Gewässern mit Strömung unterschätzt man leicht, dass man ja aufgrund der Abkühlung sich nicht mehr so schnell bewegen (oder schwimmen) kann.
8. Trainiere alltäglich indem Du kalt duschst. Es ist jedes Mal eine Überwindung aber wenn man es dann geschafft hat fühlt man sich gleich erfüllt vom Tatendrang ES gleich nochmal zu tun und nach dem nächsten kalten Gewässer ausschau zu halten.
9. Nimm genug Zeit mit.
Stressig ist es ja schon bei der Arbeit, Einkauf, Klamotten Waschen, Anziehen, morgens Aufstehen und sonstigen lästigen Dingen des Lebens. Beim Kaltbaden bleibt das alles zurück. Es geht nur noch um das Eine - ES zu tun. Volle Konzentration. Ein trockenes Plätzchen für die abgelegten Klamotten und die Schuhe finden. Das Handtuch so bereitlegen, dass es auch hinterher gut greifbar ist. Wenn das Ufer eher glitschig und schlammig ist eher ein paar Meter weg gehen um nicht zu riskieren beim Abtrocknen/Anziehen gleich umzufallen. Wieviel Zeit eben "genug" Zeit ist hängt wohl von jedem selber ab. Auf jeden Fall aber so viel, dass man das schöne Gefühl hinterher noch ausgiebig genießen kann bevor es von neuen Sinneseindrücken überdeckt wird.
1. Mach es nie allein. Da es sich jedes Mal um neue (z. T. extreme) Situationen handelt mit dem der Körper und auch der Geist konfrontiert werden lässt sich im Vorhinein nie sagen ob welche Hilfe man wann in Anspruch nehmen muss. Außerdem glaubt Dir hinterher sowieso niemand, dass du ES getan hast wenn es außer Dir niemand gesehen hat.
2. Geh es langsam an. Sowohl bei der Absenkung der Temperatur als auch beim hineingehen. Extreme Temperaturwechsel zwischen heißem und kaltem Wasser schaden der Haut und sind auch voll unangenehm. Ähnlich ist es nach der Sauna - erst mal einige Minuten an der frischen (kalten) Luft Spazieren gehen und dann mit kühlem Wasser langsam nachspülen. Das ist viel abhärtender als Schockduschen im eiskalten Wasserschwall. Wenn man es langsam macht kann man dann viel länger im Kaltbecken seine Bahnen ziehen.
3. Geh langsam rein. Denke nicht: "Wenn ich nicht gleich ganz schnell reingehe werde ich sofort wieder umkehren"! Ganz im Gegenteil ist es vielmehr so, dass nach den Knöcheln die Lust wächst bis zu den Knien zu gehen. Dann wird es vielleicht doch zu kalt und Du gehst wieder hinaus. Sobald Du aber draußen bist wirst Du denken: "So schlimm war es ja gar nicht - jetzt gehe ich mal bis zu den Oberschenkeln und dann...
Aus dem Alter wo man sich selbst und den anderen Halbstarken beweisen musste wie tough man doch ist bist Du doch schon lange raus. Ich mache das alles nur zum Spaß.
4. Bleib nicht so lange. Wenn es dann doch unangenehm wird geh einfach wieder raus. Das ist dann ein bisschen so wie mit den Knöcheln unter Punkt drei. Der Schweinehund ist ja schon besiegt. Das ist ein sehr gutes Gefühl. Wenn du dann nach ein paar Minuten Pause nochmal reingehst ist das Kältegefühl ja schon vertraut. Du kannst es beherrschen.
5. Geh nochmal rein. Wenn es Dich nach dem ersten Mal reingehen gleich nach 10 Sekunden wieder raustreibt, weil es einfach unvorstellbar kalt ist, dann geh auch raus. Reibe - oder besser gesagt tupfe - Dich an den Stellen trocken, die Dir am kältesten erscheinen. Wenn die Füße schmerzen, dann setz Dich auf einen Stein oder Bank und hebe die Füße vom Boden hoch. Lege ein Handtuch um die Schultern und spüre, wie bald Dein Körper wieder anfängt sich warm zu fühlen obwohl er vielleicht noch gar nicht warm ist. Bleib so ca. zwei Minuten. Dann ist die Durchblutung der Haut wieder größtenteils da. Wenn Du jetzt wieder reingehst ist das Kältegefühl vom Anfang wesentlich weniger. Es ist sehr angenehm und man hält es bestimmt eine Minute aus. Beim Dritten oder sogar vierten Mal steigert sich das gute Gefühl noch mehr.
6. Geh nur so weit rein bis Du noch gut stehen kannst. Ca. 1m Wassertiefe reichen für den Anfang. Dann kann man in die Hocke gehen und das Wasser reicht einem bis zum Hals. Wenn man dann schnell rausgehen will braucht man nur wieder aufstehen und zum Ufer waten. Der Untergrund sollte nach Möglichkeit nicht so schlammig sein um nicht mit den klammen Füßen stecken zu bleiben. ..
7. Entferne Dich nicht weit von den anderen Mitbadern (siehe auch Punkt Nr. 1). Wenn Du ausrutschst oder so kann Dir so einfacher jemand helfen. Vor allem in Gewässern mit Strömung unterschätzt man leicht, dass man ja aufgrund der Abkühlung sich nicht mehr so schnell bewegen (oder schwimmen) kann.
8. Trainiere alltäglich indem Du kalt duschst. Es ist jedes Mal eine Überwindung aber wenn man es dann geschafft hat fühlt man sich gleich erfüllt vom Tatendrang ES gleich nochmal zu tun und nach dem nächsten kalten Gewässer ausschau zu halten.
9. Nimm genug Zeit mit.
Stressig ist es ja schon bei der Arbeit, Einkauf, Klamotten Waschen, Anziehen, morgens Aufstehen und sonstigen lästigen Dingen des Lebens. Beim Kaltbaden bleibt das alles zurück. Es geht nur noch um das Eine - ES zu tun. Volle Konzentration. Ein trockenes Plätzchen für die abgelegten Klamotten und die Schuhe finden. Das Handtuch so bereitlegen, dass es auch hinterher gut greifbar ist. Wenn das Ufer eher glitschig und schlammig ist eher ein paar Meter weg gehen um nicht zu riskieren beim Abtrocknen/Anziehen gleich umzufallen. Wieviel Zeit eben "genug" Zeit ist hängt wohl von jedem selber ab. Auf jeden Fall aber so viel, dass man das schöne Gefühl hinterher noch ausgiebig genießen kann bevor es von neuen Sinneseindrücken überdeckt wird.
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Eisbaden im Winter
tomelaine, 22:34h
28.12.2014
Der See war schon beinahe ganz zugefroren nachdem es letzte Nacht ca. -15°C hatte. Eisdicke geschätzt 0,5-2cm. Es war leicht das Eis mit den Händen zu zerschlagen während wir hineingingen. Im Sommer ist das hier ein Badesee wie einige (jetzt eingeschneite) Grillstellen und ein verlassener Kiosk zeigen. Bei einer Grillstelle war eine Art "Holzzelt" das uns beim An- und Ablegen der Klamotten als Windschutz gute Dienste leistete. Der Wind blies eisig und formte kleine Schneehügel am in Ufernähe. Der Schnee war teilweise 20cm hoch und musste von dem Unterstand bis zum Ufer ca. 30m lang durchwatet - besser durchrannt werden - es war so eisig, dass niemand freiwillig stehen blieb - ob mit oder ohne Schuhe....
Vom Parkplatz bis zum Unterstand überlegte ich dann wirklich nochmal ernsthaft. Bei so einer Kälte hatte ich es noch nie gemacht. Es war mindestens -7°C. Die Sonne stand schon tief und wollte sich jeden momennt ganz hinter dicken Wolken verstecken. Der Wind ließ die gefühlte Temperatur auf mindestens -10°C absinken. U. E. und A. liefen schnell zum Unterstand und fingen an die Klamotten auszuziehen. Ich ging jedoch erst zum See und durchstieß mit einer Hand das dünne Eis. Verdammt war das kalt. Ich rannte schnell zum Unterstand um wenigstens ein bisschen warm zu werden. Danach verzog ich mich nochmal für kleine Jungs - es war mir klar, dass das alles nur Ersatzhandlungen waren.....
Als ich dann an der Holzhütte ankam waren U. Und E. schon auf dem Sprung während ich noch alle Klamotten an hatte. A. hatte sich wohl schon vorher entschieden nicht hineinzugehen und bibberte in Ihren dicken Winterkleidern. Ein etwas bizarres Bild. Jetzt begann ich mich auszuziehen - der Schweinehund rebellierte lautstark in meinem Innern. U. und E. konnten nicht mehr länger warten, da es sonst zu kalt wurde. Sie rannten los richtung See. Ich kam etwa 30sek. später hinterher. Meine größte Sorge galt dem Eis, bzw. Eisstückchen die ganz spitzig werden können wenn sie brechen. Dann könnte ich im Wasser stolpern und mir den Kopf oder sonstwas am Eis verletzen. Als ich hineinging waren die anderen gerade schon wieder beim hinausgehen. U. tauchte sogar mit dem Kopf unter Wasser - das gab ich mir nicht.
Ich musste kräftig mit den Armen rudern um nicht zu tief ins Wasser zu kommen. Der Grund war doch recht abschüssig. Die Kälte drang durch Mark und Bein. Ich hatte aber keine Hyperventilation oder Anzeichen von Atemnot. Denke Mal mein Blutdruck stieg nur langsam an um den enormen Wärmeverlust durch erhöhte Durchblutung der inneren Organe auszugleichen. Ich erinnerte mich an das erste Eisbad im Bergsee Anfang des Sommers. Jetzt war es doch etwas angenehmer, da ich ja durch die wöchentlichen kalten Bäder im großen Fluss schon mehr gewöhnt war. Saukalt war es trotzdem und isch schaute nach gefühlten 30sek. bis zum Hals im Wasser, dass ich wieder raus und durch den Schnee zum Holzzelt kam.
Die Haut war jetzt gefühllos und ich spürte den Wind nicht mehr; oder hatte der etwa nachgelassen. Meine Füße waren weiß vom Schnee, der nicht sofort abtaute, da ja der Temperaturunterschied zur Hautoberfläche minimal war. Ich schlug ihn mit einem Handtuch weg und stellte mich dann auf dasselbe. Der Schnee haftete wie Sand an nassen Füßen. U. und E. froren, da sie diese eklig langen Badeshorts anhatten, die jetzt anscheinend begannen auf dem Körper fest zu frieren. Ich sagte, dass ich vermutlich gleich nochmal reingehe, da sich die Wärmeproduktion gerade auf eine Höhepunkt zubewegt oder so ähnlich und dann ist es viel angenehmer als beim ersten Mal. Der ganze Aufwand nur für ein paar Sekunden Eisbad erschien mir dann doch etwas zu blöd.
Ich also wieder Los Richtung See. Der Schnee schmerzte erneut. Als ich dann ins Wasser stieg empfand ich so etwas wie Wärme. Das Wasser war wärmer als der Schnee an den Füßen. Jetzt wurde es an den Händen eher unangenehm. Ich musste ja wieder rudern um nicht zu weit vom Ufer abzudriften. Ich versuchte das alles nicht zu beachten aber meine Hände suchten sich wie von alleine den Weg in die Luft.
Ich ging wieder hinaus zum Unterstand wo die anderen schon wieder angezogen warteten.
Jetzt schnell wieder in die Winterklamotten und ins beheizbare Auto. Auf der Rückfahrt redeten wir nicht viel. Jeder musste diese Erfahrung für sich verarbeiten.
Der See war schon beinahe ganz zugefroren nachdem es letzte Nacht ca. -15°C hatte. Eisdicke geschätzt 0,5-2cm. Es war leicht das Eis mit den Händen zu zerschlagen während wir hineingingen. Im Sommer ist das hier ein Badesee wie einige (jetzt eingeschneite) Grillstellen und ein verlassener Kiosk zeigen. Bei einer Grillstelle war eine Art "Holzzelt" das uns beim An- und Ablegen der Klamotten als Windschutz gute Dienste leistete. Der Wind blies eisig und formte kleine Schneehügel am in Ufernähe. Der Schnee war teilweise 20cm hoch und musste von dem Unterstand bis zum Ufer ca. 30m lang durchwatet - besser durchrannt werden - es war so eisig, dass niemand freiwillig stehen blieb - ob mit oder ohne Schuhe....
Vom Parkplatz bis zum Unterstand überlegte ich dann wirklich nochmal ernsthaft. Bei so einer Kälte hatte ich es noch nie gemacht. Es war mindestens -7°C. Die Sonne stand schon tief und wollte sich jeden momennt ganz hinter dicken Wolken verstecken. Der Wind ließ die gefühlte Temperatur auf mindestens -10°C absinken. U. E. und A. liefen schnell zum Unterstand und fingen an die Klamotten auszuziehen. Ich ging jedoch erst zum See und durchstieß mit einer Hand das dünne Eis. Verdammt war das kalt. Ich rannte schnell zum Unterstand um wenigstens ein bisschen warm zu werden. Danach verzog ich mich nochmal für kleine Jungs - es war mir klar, dass das alles nur Ersatzhandlungen waren.....
Als ich dann an der Holzhütte ankam waren U. Und E. schon auf dem Sprung während ich noch alle Klamotten an hatte. A. hatte sich wohl schon vorher entschieden nicht hineinzugehen und bibberte in Ihren dicken Winterkleidern. Ein etwas bizarres Bild. Jetzt begann ich mich auszuziehen - der Schweinehund rebellierte lautstark in meinem Innern. U. und E. konnten nicht mehr länger warten, da es sonst zu kalt wurde. Sie rannten los richtung See. Ich kam etwa 30sek. später hinterher. Meine größte Sorge galt dem Eis, bzw. Eisstückchen die ganz spitzig werden können wenn sie brechen. Dann könnte ich im Wasser stolpern und mir den Kopf oder sonstwas am Eis verletzen. Als ich hineinging waren die anderen gerade schon wieder beim hinausgehen. U. tauchte sogar mit dem Kopf unter Wasser - das gab ich mir nicht.
Ich musste kräftig mit den Armen rudern um nicht zu tief ins Wasser zu kommen. Der Grund war doch recht abschüssig. Die Kälte drang durch Mark und Bein. Ich hatte aber keine Hyperventilation oder Anzeichen von Atemnot. Denke Mal mein Blutdruck stieg nur langsam an um den enormen Wärmeverlust durch erhöhte Durchblutung der inneren Organe auszugleichen. Ich erinnerte mich an das erste Eisbad im Bergsee Anfang des Sommers. Jetzt war es doch etwas angenehmer, da ich ja durch die wöchentlichen kalten Bäder im großen Fluss schon mehr gewöhnt war. Saukalt war es trotzdem und isch schaute nach gefühlten 30sek. bis zum Hals im Wasser, dass ich wieder raus und durch den Schnee zum Holzzelt kam.
Die Haut war jetzt gefühllos und ich spürte den Wind nicht mehr; oder hatte der etwa nachgelassen. Meine Füße waren weiß vom Schnee, der nicht sofort abtaute, da ja der Temperaturunterschied zur Hautoberfläche minimal war. Ich schlug ihn mit einem Handtuch weg und stellte mich dann auf dasselbe. Der Schnee haftete wie Sand an nassen Füßen. U. und E. froren, da sie diese eklig langen Badeshorts anhatten, die jetzt anscheinend begannen auf dem Körper fest zu frieren. Ich sagte, dass ich vermutlich gleich nochmal reingehe, da sich die Wärmeproduktion gerade auf eine Höhepunkt zubewegt oder so ähnlich und dann ist es viel angenehmer als beim ersten Mal. Der ganze Aufwand nur für ein paar Sekunden Eisbad erschien mir dann doch etwas zu blöd.
Ich also wieder Los Richtung See. Der Schnee schmerzte erneut. Als ich dann ins Wasser stieg empfand ich so etwas wie Wärme. Das Wasser war wärmer als der Schnee an den Füßen. Jetzt wurde es an den Händen eher unangenehm. Ich musste ja wieder rudern um nicht zu weit vom Ufer abzudriften. Ich versuchte das alles nicht zu beachten aber meine Hände suchten sich wie von alleine den Weg in die Luft.
Ich ging wieder hinaus zum Unterstand wo die anderen schon wieder angezogen warteten.
Jetzt schnell wieder in die Winterklamotten und ins beheizbare Auto. Auf der Rückfahrt redeten wir nicht viel. Jeder musste diese Erfahrung für sich verarbeiten.
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